Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG

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Auszüge aus dem Lagebericht 2009

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG ist eine eingetragene Genossenschaft mit Sitz in 19059 Schwerin, Leonhard-Frank-Straße 35. Sie zählt zu den größten Wohnungsbaugenos¬senschaften in Mecklenburg-Vorpommern. Hauptgeschäftsfeld und traditionelles Ziel wirtschaftlicher Aktivität ist die Vermietung von qualitativ gutem und preiswertem Wohnraum, insbesondere für die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen. Die Genossenschaft bewirtschaftet ausschließlich eigene Bestände in mehreren Stadtteilen der Landeshauptstadt Schwerin.

Die Genossenschaft ist gut aufgestellt und hat auch im Jahr 2009 die positive Geschäfts-entwicklung fortgesetzt. Der bilanzielle Eigenkapitalanteil der Genossenschaft erhöhte sich auf 37,8 Prozent. Darüber hinaus haben sich die langfristigen Verbindlichkeiten um 5,8 Mio. € auf einen Anteil von 56,4 Prozent an der Bilanzsumme vermindert. Die Genossenschaft erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 446 T€ (Vorjahr 1.013 T€). Die Entwicklung des Geschäftsverlaufs entsprach den Unternehmenszielen und Erwartungen. In vollem Umfang wurde die von uns geplante Stärkung der Ertragskraft der Genossenschaft erreicht. Das ist vor dem Hintergrund einer in der Region anhaltend hohen Arbeitslosigkeit, der schwachen Wirtschaftskraft und erheblichen Wohnungsüberhängen besonders hervor zu heben. Das Unternehmen konnte seine Stellung auf dem durch anhaltend intensiven Wettbewerb gekennzeichneten Schweriner Wohnungsmarkt weiter verbessern. Dabei hat sich die Strategie, sich ausschließlich auf die Verwaltung der eigenen Bestände und damit verbundener Dienstleistung zu konzentrieren, als vorteilhaft erwiesen. Für unsere Genossenschaft bleibt die konsequente Umsetzung des Unternehmenskonzeptes oberste Zielstellung, um damit den gewachsenen Anforderungen an Umbau und Modernisierung Rechnung zu tragen und um unserem Anspruch als Marktführer des Stadtumbaus in Schwerin weiter gerecht zu werden.

Die Bevölkerungsprognose für die Stadt Schwerin, die von einem externen Institut bis zum Jahr 2020 erarbeitet wurde, geht langfristig von einem geringen jährlichen Rückgang aus, wobei die Abwanderung seit 2007 gestoppt wurde und der Abbau ausschließlich aus dem Saldo von Geburten bzw. Sterbefällen resultiert. Die Anzahl der Haushalte wird bis 2010 konstant bleiben, danach ebenfalls leicht sinken. Die tatsächliche Entwicklung wird im Wesentlichen von der Entwicklung des Arbeitsmarktes sowie aller weiteren ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen in der Stadt abhängen.

Die kontinuierliche Arbeit der vergangenen Jahre führte zu einer wirtschaftlichen Konsolidierung der Genossenschaft und zu dauerhaft verbesserten Ergebnissen. Die Öffentlichkeit registrierte das mit einer positiven Wahrnehmung und bei unseren Mitgliedern erfuhren wir Zustimmung und Rückhalt. Dieses Vertrauen in die zukunftsweisende Arbeit erleben Vorstand und Mitarbeiter regelmäßig auf der jährlichen Vertreterversammlung und im Rahmen von Mieter- und Wohn-quartiersfesten, wo nicht nur ein reger Gedankenaustausch stattfindet, sondern auch die enge Bindung zur Genossenschaft gestärkt wird.

Im Eigentum der Genossenschaft befanden sich Ende 2009 insgesamt 9.330 Wohnungen mit 526.156 m² Wohnfläche (2008: 9.576 mit 540.468 m² Wohnfläche). Darüber hinaus wurden eigene Bestände an 41 Gewerbeeinheiten, 8 Gemeinschaftseinrichtungen und 6 Gäste-wohnungen sowie 44 Garagen und 2.038 PKW-Stellplätzen verwaltet. Weiterhin verfügt die Genossenschaft über zwei überwiegend eigen genutzte Bürogebäude.

Im Geschäftsjahr wurden 279 Wohnungen durch Abriss bzw. Teilrückbau vom Markt genommen sowie eine Wohnung stillgelegt. Durch Kauf erhöhte sich der Wohnungsbestand um 32, durch Umbau um zwei weitere Wohnungen. Der Gesamtbestand an Wohnungen hat sich somit gegenüber dem Vorjahr um 246 Wohnungen, die Wohnfläche um 14.312 m² vermindert.

Mit dem Abriss und Rückbau der nicht mehr benötigten Wohnungen hat sich der Leerstand von 12,9 Prozent Ende 2008 auf 11,4 Prozent Ende 2009 vermindert. Von den insgesamt 1.066 am 31.12.2009 leer stehenden Wohnungen sind 127 Wohnungen zum Rückbau und weitere 101 Wohnungen zum Umbau bzw. zur Modernisierung vorgesehen. Die Genossenschaft rechnet damit, dass die zahlreichen Vorhaben des Stadtumbaus und die Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung dazu beitragen werden, den Leerstand 2010 weiter zu senken.

Die Zahl der Wohnungswechsel lag mit 892 Fällen leicht über dem Niveau des Vorjahres. (2008: 860). Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf mehr Umzüge innerhalb der Genossenschaft zurückzuführen, da viele Wohnungen für Rückbau und Umbau frei gezogen wurden. Die ermittelte Fluktuationsquote beträgt 9,6 Prozent (2008: 9,0 Prozent) und ist im Vergleich zu anderen Vermietern unterdurchschnittlich.

Die Sollmiete entwickelte sich 2009 positiv. Die durchschnittliche monatliche Wohnungsmiete (Nettokaltmiete) erhöhte sich von 4,49 € im Jahr 2008 auf 4,55 € im Jahr 2009. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus Mieterhöhungen nach Umbau und Modernisierung. Die durch die weiterhin hohen markt- und baubedingten Leerstände zu verzeichnende Erlösschmälerung konnte auf 11,1 Prozent reduziert werden (Vorjahr 11,8 Prozent).

Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG konzentriert sich bereits seit mehreren Jahren auf die Erneuerung des eigenen Wohnungsbestandes in ausgewählten Wohnanlagen. Neben der Schaffung von altengerechten Wohnungen im Bestand bildet zunehmend das Thema Energieeinsparung und Reduzierung von CO2-Emissionen einen inhaltlichen Schwerpunkt. Ziel dieser nachhaltig und langfristig angelegten Aktivitäten ist es, neben der Erhöhung der Marktattraktivität der Bestände die Wohnqualität für die Mitglieder stetig zu verbessern und damit die Vermietung dauerhaft zu sichern bzw. zu erhöhen. Grundlage für alle Projekte bildet die mittelfristige, auf einen Zeitraum von fünf Jahren angelegte Planung für die Bauinvestitionen, die Modernisierung, die Wohnumfeldgestaltung sowie den Instandhaltungsaufwand. Diese wird jährlich überarbeitet und gegebenenfalls neuen Erfordernissen angepasst.

Im Geschäftsjahr 2009 setzte die Genossenschaft mit Umbau- und Modernisierungskosten von 3,8 Mio. € den Weg zur Verbesserung der Wohnverhältnisse ihrer Mieter weiter fort, lag damit wie geplant leicht unter dem Niveau des Vorjahres (4,2 Mio. € Investitionen). Die aufgewendeten Mittel betreffen nachträgliche Herstellungskosten für Wohngebäude (3,4 Mio. €) und Außenanlagen (0,2 Mio. €) sowie Bauvorbereitungskosten (0,2 Mio. €). Für diese Investitionen wurden Zuschüsse in Höhe von 0,3 Mio. € erstattet (Vorjahr 0,9 Mio. €). Die Finanzierung erfolgte mit hohem Eigenmitteleinsatz und zinsgünstigen Landes- sowie KfW-Darlehen.
Darüber hinaus wurden Anschaffungskosten in Höhe von 1,2 Mio. € für ein Haus mit 28 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit (Wohngebiet Feldstadt, Baujahr 2005) aufgewendet, das im Rahmen einer Zwangversteigerung erworben wurde.

Seit 2004 engagiert sich die Genossenschaft in enger Kooperation mit der Landeshauptstadt Schwerin mit vorbildlichen Konzepten an der Umsetzung des Stadtumbaus in Schwerin. In ausgewählten Quartieren des Stadtteils Neu Zippendorf findet ein umfassender Umbau mit Aufwertungsmaßnahmen statt, der die Zukunftsfähigkeit dieses Wohngebietes nachhaltig sichert. Unser Engagement beim Stadtumbau wurde mit dem „Genossenschaftspreis Wohnen 2008“ im Themenfeld „Genossenschaften als Partner der Kommunen“ ausgezeichnet.
Das Quartiersvorhaben wurde im Berichtsjahr 2009 mit zwei Rückbau- und Umbauprojekten in der Wuppertaler Straße 22-24 und Pilaer Straße 33-39 fortgeführt. Die im Bestand getätigten Erhaltungsinvestitionen (Instandhaltungskosten und nachträgliche Herstellungskosten) betragen 17,69 € je m² Wohnfläche (Vorjahr 16,79 €/m²).

Für alle in den letzten Jahren modernisierten Objekte ergab die Nachkalkulation eine positive Wirtschaftlichkeit. Durch zinsgünstige Finanzierung und hohen Eigenmitteleinsatz bei niedrigen Instandhaltungskosten weisen viele dieser Wirtschaftseinheiten solide bis gute Gewinne aus und haben die Entwicklung des Cashflows positiv beeinflusst.

Die Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung lagen wie geplant über dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt wurden Fremdkosten in Höhe von 4.877 T€ aufgewendet. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr (4.270 T€) resultiert vorrangig aus Maßnahmen zur Umstellung von Einrohr- auf Zweirohrheizungssysteme, die zu Einsparungen von Heizungs-kosten der Mitglieder führen.

Der Antrag der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG gemäß Verordnung zum Altschuldenhilfegesetz (AHGV) auf zusätzliche Entlastung von Verbindlichkeiten für Wohnfläche, die abgerissen oder rückgebaut werden soll, wurde mit Bescheid der KfW vom 16.03.2005 bewilligt. Danach gewährt der Bund einen Entlastungsbetrag in Höhe von 3.891 T€.

Die Planungen der Genossenschaft bei Abriss, Teilrückbau und Modernisierungen konnten vollständig erfüllt und umgesetzt werden. Insgesamt wurden im Zeitraum Mai 2003 bis Juni 2009 dreizehn Gebäude mit 700 Wohnungen vollständig abgerissen und bei elf Gebäuden insgesamt 218 Wohnungen teilweise zurück gebaut. Für die bis 30.06.2009 erfolgten Abrisse von 918 Wohnungen mit insgesamt 51.349,79 m² Wohnfläche wurden Mittel in Höhe von 3.891.453,50 € abgerufen und dem Darlehenskonto gut geschrieben. Damit wurde der gemäß Bescheid vom 16.03.2005 bewilligte Entlastungsbetrag in voller Höhe abgerufen und die Verpflichtungen nach AHG vollständig erfüllt.

Die Genossenschaft hat ihr Rückbaukonzept fortgeschrieben. Auch nach Auslaufen der Altschuldenhilfe ist in ausgewählten Wohnquartieren der Abriss bzw. Rückbau weiterer Häuser vorgesehen. Einige der frei werdenden Flächen sollen für neue Wohnbebauung, vor allem für Eigenheime entwickelt werden.

Von unseren 67 Arbeitnehmern waren am 31.12.2009 im kaufmännischen Bereich 33 Mitarbeiter tätig, weitere 18 im technischen Bereich (einschließlich der Hausverwalter) und 16 Mitarbeiter in der Regieabteilung (einschließlich Hausmeister und Reinigungskraft) beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr wurde die Anzahl der Beschäftigten um zwei Arbeitnehmer erhöht. Der Personalaufbau erfolgte mit zwei Mitarbeitern im kaufmännischen und einem Mitarbeiter im technischen Bereich. Ein Abgang ist in der Regieabteilung durch einen Handwerker zu verzeichnen.

Im Januar 2009 wurde zwischen Vorstand und Betriebsrat eine Vereinbarung zur Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit gemäß § 5 VTV abgeschlossen. Danach wurde die wöchentliche Arbeitszeit ab 01.02.2009 auf 38 Stunden und ab 01.05.2009 auf 39 Stunden erhöht. Die Laufzeit der Vereinbarung ist an den geltenden Tarifvertrag gekoppelt und endet am 31.12.2010.
Am Grundgedanken der Genossenschaften orientiert und um gute nachbarschaftliche Beziehungen gegen die Anonymität in den Wohngebieten aufzubauen und zu pflegen, wurden bisher sechs Nachbarschaftstreffs sowie zwei kleine Gemeinschaftseinrichtungen gegründet und durch die Genossenschaft ausgestattet. Davon bestehen bereits seit Jahren zwei Treffs im Wohngebiet Weststadt und drei im Mueßer Holz sowie je eine Begegnungsstätte in Neu Zippendorf und auf dem Großen Dreesch.

Das neueste Projekt befindet sich in einem Stadtumbauquartier in Neu Zippendorf. Hier entstand aus einem zurück gebauten Plattenbau ein modernes Nachbarschaftszentrum, das mit Mitteln des bundesweiten ExWoSt–Forschungsprogramms mit der Bezeichnung „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“ gefördert wurde. Besondere Innovationen sind das schlüssellose Zugangs- und Schließsystem zu den verschiedenen Räumlichkeiten des Nachbarschaftszentrums sowie eine Quartiersplattform, die mit einem integrierten Buchungssystem vernetzt ist, das gleichzeitig eine Verknüpfung mit der Heiz- und Regeltechnik mit Abrechnungsfunktion ermöglicht. Bewohner und Bewohnerinnen haben sich seit Eröffnung des Zentrums im August 2008 aktiv mit ihren Interessen, Erfahrungen und Ideen in die Nutzung eingebracht.

Partner bei der Betreuung aller Nachbarschaftstreffs ist der Verein „Hand in Hand – nachbarschaftliches Wohnen in der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft e.V.“ Der Verein wurde auf Initiative der Genossenschaft 1998 gegründet mit dem vorrangigen Zweck Gemeinschaften und Nachbarschaften in den Wohngebieten zu fördern. Er hat sich als verlässlicher Partner etabliert und leistet vor allem in den Wohngebieten Neu Zippendorf, Weststadt und Großer Dreesch hervorragende Arbeit.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme der Genossenschaft verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent bzw. 5,5 Mio. € auf 294,7 Mio. €. Das Anlagevermögen war am 31.12.2009 zu 40,1% durch Eigenkapital (einschließlich Sonderposten für Investitionszulage) und im Übrigen durch langfristiges Fremdkapital (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) gedeckt. Den Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 4,8 Mio. € standen planmäßige Abschreibungen von 9,5 Mio. € gegenüber.

Die Verminderung des kurzfristigen Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus einem Abbau der flüssigen Mittel (-1,2 Mio. €) infolge hoher außerplanmäßiger Tilgungen (1,7 Mio. €).
Die Eigenkapitalquote erhöhte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 37,8 Prozent im Jahr 2009 (Vorjahr 37,1 Prozent). Die langfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 166,4 Mio. € und lagen damit um 5,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 172,2 Mio. €.

Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG konnte ihre finanziellen Verpflichtungen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit fristgerecht erfüllen.
Der Cashflow nach DVFA/SG verminderte sich von 9.942 T€ im Vorjahr auf 9.541 T€ im Berichtsjahr. Nach planmäßiger Tilgung stand der Genossenschaft ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 3.976 T€ zur Verfügung (Vorjahr 3.510 T€), so dass zur Finanzierung der Investitionen neben den valutierten Fremdmitteln ausreichend Eigenmittel zur Verfügung standen.

Die Zinsentwicklung wird im Rahmen unseres Finanz- und Risikomanagements beobachtet. Das niedrige Zinsniveau nutzend und zur Vermeidung von Zinsänderungsrisiken wurden bereits im Voraus für die Jahre 2010 und 2011 Forward-Darlehen abgeschlossen.

Das Jahresergebnis 2009 weist einen Überschuss von 446 T€ aus. Dieser resultiert aus den Überschüssen in der Hausbewirtschaftung und dem sonstigen Geschäftsbetrieb.
Die Verringerung des Ergebnisses aus Hausbewirtschaftung gegenüber dem Vorjahr war geplant und wurde im Wesentlichen durch notwendige energiesparende Maßnahmen verursacht, die zu 584 T€ höheren Instandhaltungsaufwendungen führten und damit belastend auf die Ertragslage wirkten. Darüber hinaus war bei weiter durchgeführtem Rückbau das Sollmietenaufkommen nach Abzug der Erlösschmälerungen mit 126 T€ leicht rückläufig, die Verwaltungskosten erhöhten sich um 124 T€. Das Ergebnis verbessert haben dagegen die mit 282 T€ wiederum gesunkenen Kapitalkosten.
Auf Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat wurden vom Jahresüberschuss satzungsgemäß 45 T€ in die gesetzliche Rücklage und 401 T€ in die anderen Ergebnisrücklagen eingestellt.

Risikobericht

Die Genossenschaft verfügt über ein effizientes Risikomanagementsystem, das kontinuierlich überprüft und den sich verändernden Bedingungen angepasst wird. Kernstücke bilden die strategische Unternehmensplanung und das Controlling. Zum frühzeitigen Erkennen von Risiken werden wesentliche Aufgabenbereiche vom Vorstand selbst wahrgenommen bzw. ihm direkt zugearbeitet. Planung, Controlling und die Berichterstattung werden ständig weiter qualifiziert, insbesondere um mögliche Veränderungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen sowie negative Entwicklungen abzuwenden.
 
Im Jahr 2009 wurden die Grundlagen und die Prinzipien zum Risikomanagement überarbeitet, die Bewertung mit den Risikofeldern neu definiert und umfassend in einem elektronischen Unternehmenshandbuch dokumentiert. Darin sind alle wichtigen Informationen, Kennzahlen und Dokumente zentral im betrieblichen Intranet abgebildet.
Bestandteile des Unternehmenshandbuches sind neben dem Risikomanagementsystem mit den Teilen Frühwarnsystem, Risiko-Controlling und Internes Kontrollsystem auch eine Compliance-Richtlinie sowie das Marketinghandbuch.
Zusammenfassend sind für die nächsten drei Jahre keine Risiken zu erkennen, die zu einer ungünstigen Entwicklung im Unternehmen mit negativer Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.

Prognosebericht

Wir gehen für den Schweriner Wohnungsmarkt von einer Stagnation, in einigen Stadtteilen von leicht sinkender Nachfrage nach Wohnraum aus. Die Haushalts- und Bevölkerungsentwicklung der Stadt zeigt deutlich, dass der Bedarf nach kleinen Wohnungen steigen wird. Der seit Jahren bei den großen Wohnungen zu verzeichnende erhebliche Überhang wird ebenfalls weiter zunehmen. Diese Erwartungen wurden in den Unternehmensplanungen und Konzepten berücksichtigt.

Um dem deutlichen Überangebot an Wohnraum in Schwerin zu begegnen, wird die Genossen-schaft auch zukünftig im Rahmen des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) den vorgesehenen Beitrag durch Abriss von Wohngebäuden und Teilrückbau leisten. Dabei hat sich unsere langfristige Strategie mit der Konzentration auf Umbau und Modernisierung in ausgewählten Wohnstandorten bei einem hohen Anteil der Schaffung von altengerechten Wohnungen im Bestand bewährt und wird konsequent weiter geführt. Gleichberechtigt zu diesem Segment wollen wir durch den Umbau zu Mehrgenerationshäusern die Nachfrage von jungen Familien mit Kindern und Singles anregen, um durch verschiedenartige Wohnformen die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern. Mehrere Wohnanlagen mit unterschiedlichen Wohnformen wurden bereits fertig gestellt und durch das mit Bundesmitteln geförderte Nachbarschaftszentrum ergänzt.
Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit wird auch in den nächsten Jahren bei Umbau und Modernisierung der Bestände liegen, um mit der Qualitätsverbesserung der vorhandenen Wohnungen die Förderung unserer Mitglieder zu betreiben und gleichzeitig Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Im Jahr 2010 wird das Unternehmen im Wohngebiet Neu Zippendorf insgesamt 75 Wohnungen durch Teilrückbau vom Markt nehmen.

Für das laufende Geschäftsjahr und das Jahr 2011 erwartet die Genossenschaft einen positiven Verlauf ihrer Entwicklung mit zufriedenstellenden Jahresüberschüssen.
Der Cashflow (DVFA/SG) wird weiterhin bei über 9 Mio. € jährlich liegen, so dass ausreichend Liquidität zur planmäßigen Tilgung und Eigenmittel zur Finanzierung der Vorhaben zur Verfügung stehen. Strategisches Ziel der SWG bleibt weiterhin, freie Liquidität für die zusätzliche Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten einzusetzen.
 
 
Schwerin, d. 29.03.2010
 

SCHWERINER WOHNUNGSBAU-

GENOSSENSCHAFT EG
 

gez. Der Vorstand

Wollmann     Schumann     Steiger

Vergleich Angaben in Tausend €
  31.12.09 31.12.08
Bilanzsumme 294.724 300.239
Anlagevermögen 227.240 282.008
Forderungen aus
Vermietung
310 300
Geschäftsanteile
der Mitglieder
9.699 9.963
Eigenkapital
insgesamt
111.327 111.444
Rückstellungen 2.642 2.480
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten
166.162 171.935
Aufwendungen
- für Umbau/
komplexe
Modernisierungen/
Wohnumfeld,
Grundstücks-
erwerb
5.014 4.192
- für
Instandsetzung/
Instandhaltung
5.549 4.946
Jahresüberschuss
/Jahresfehlbetrag
446 1.013
  Anzahl
  31.12.09 31.12.08
Wohnungen 9.330 9.576
Mitglieder 10.832 10.916
Mitarbeiter 67 65
Azubis 3 4
Wohnungswechsel
im Jahr
892 860