Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG

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Mehr als nur Katzenwäsche

März 2009

Sozialkaufhaus im Mueßer Holz eröffnet Waschstube

Roswitha Jech und Hannelore Breiholdt (v.li.) stehen Waschstuben-Besuchern zur Seite

Für bedürftige Menschen aus den Stadtteilen Neu Zippendorf und Mueßer Holz gibt es seit kurzem im Sozialkaufhaus in der Keplerstraße 24 eine Waschstube. Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) stellte hierfür eine komplette 3-Raumwohnung mietfrei zur Verfügung.

Bedürftige Männer und Frauen können hier in Ruhe ihre Wäsche waschen, selbst unter die Dusche gehen und anschließend ihre nassen Klamotten in einen Trockner geben.

Die Waschstube hat sich aus dem sozialen Projekt „Trinkerecke“ entwickelt, das bis November 2008 vom Stadtteilmanagement und dem Verein „Die Platte lebt“ betreut wurde. „Wir haben in diesem Projekt Menschen kennen gelernt, die keine Waschmaschine haben oder bei denen der Strom abgeschaltet wurde. Ihnen wollten wir helfen. Da es in unseren Stadtteilen kein Waschcenter gibt und man in die Tagesstätte der Caritas, die den Service anbietet, mit der Straßenbahn fahren muss, haben wir nun gemeinsam im Mueßer Holz eine direkte Anlaufstelle geschaffen“ berichtete Hanne Luhdo vom Verein „Die Platte lebt“.
Betrieben wird die Waschstube künftig von der Job Tafel. Der Beschäftigungsträger gehört zur Evangelischen Suchtkrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern. „Ich bin gespannt wie die Waschstube angenommen wird“, sagt Job Tafel-Mitarbeiterin Edeltraud Hompesch. „Eventuell schaffen wir noch eine weitere Waschmaschine an. Bei schönem Wetter können die Sachen auch auf dem Balkon getrocknet werden. Und wenn die Damen und Herren am nächsten Tag zum Mittagessen in die Suppenküche kommen, können sie ihre Wäsche wieder abholen.“ Edeltraud Hompesch betont, dass die Waschstube aber nicht die Wäscherei des Stadtteils sei. Das Angebot richtet sich an Bedürftige, die sich einen Gang ins Waschcenter, die es ja ohnehin in diesen Stadtteilen kaum gibt, nicht leisten können.
In der Waschstube bleiben die Damen und Herren aber nicht sich selbst überlassen. Edeltraud Hompesch: „Wir bekommen von der Arge nicht nur Unterstützung bei den Betriebskosten sondern auch zwei Ein-Euro-Kräfte, zwei gestandene Damen, die gut mit Menschen umgehen können.“ Hannelore Breiholdt und Roswitha Jech heißen die beiden. Und die freuen sich in der Tat auf den neuen Job.
Geöffnet ist die Waschstube übrigens von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr.
Waschstuben-Mitarbeiterinnen Hannelore Breiholdt und Roswitha Jech wissen schon, wie sie mit den Besuchern umgehen: Sie wollen beim Sortieren der Wäsche helfen, möchten zeigen, wie die Waschmaschine bedient wird und manchmal werden sie auch zum Bügeleisen greifen. Außerdem geben sie den Männern und Frauen Tipps, wo es Lebenshilfe und Nachbarschaftstreffs gibt. Und hin und wieder werden sie auch einfach nur zuhören. pm/ swg

Mini Bauerngarten zum Lustwandeln

März 2009

SWG ließ in Lankow einen bunten Schaugarten gestalten

Ein grünes Eingangstor in Lankow gestaltete die Baumschule Uwe van Mark. Dafür setzten die Mitarbeiter 500 Pflanzen in die Erde.
Foto: swg
 

Wer sich nicht sicher ist wie er seinen Garten zur Buga herausputzen kann, der sollte mal einen Abstecher nach Lankow machen. Hier, an der großen Kreuzung Gadebuscher Straße/ Greifswalder Straße gibt es seit vergangenem Wochenende einen kleinen begehbaren Schaugarten.

Mittelpunkt des ca. 200 Quadratmeter großen Areals bildet eine Säuleneiche. Umringt wird diese von einem Heidegarten, einem Bauerngarten, einem ganzjährig blühenden Garten, einem pflegeleichten Garten, einem immergrünen Garten und einem Moorbeet, auf dem Rhododendron-Büsche stehen.
Geschaffen wurde die kleine Oase auf dem Areal der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG). „Wir wollen damit die BUGA-Besucher aus Richtung Gadebusch, Mölln und Lübeck willkommen heißen, die dieses Eingangstor von Schwerin passieren“, sagt Vorstand Margitta Schumann. „Zu verdanken haben wir das grüne Kunstwerk der Baumschule Uwe van Mark aus Westerstede - Torsholt in Niedersachsen, die uns das Ganze aus Anlass der bevorstehenden Bundesgartenschau sponserte.“
Zusammen mit vier Mitarbeitern war Uwe van Mark am vergangenen Samstag persönlich da, um die bis zu 500 Pflanzen in den Boden zu bringen. „Das tue ich gern für Schwerin“, sagt er. „Immerhin beliefern wir als Großhändler seit Jahren viele hiesige Gartenhändler und Gartencenter. Und mich persönlich verbindet seit 1984 eine Freundschaft mit einer Schweriner Familie. Beinahe jedes Mal wenn ich in der Stadt bin, lege ich einen Halt am wunderschönen Schloss ein. Ganz ehrlich, ich freu mich auf die BUGA.“ pm/swg

Wie verändert sich unser Quartier?

März 2009

Einige Neu Zippendorfer wollen Stadtteilwandel mit besonders wachen Augen begleiten

Es gibt Menschen, die fühlen sich in Neu Zippendorf so wohl, dass sie ihr Zuhause gegen kein anderes eintauschen würden. Brigitta Schmekel ist so eine. Vor ein paar Jahren zog sie von Friedrichsthal in die Tallinner Straße. „Das von der SWG initiierte Modellprojekt Tallinner/ Vidiner Straße hat mir so gefallen, dass ich zu meinem Mann sagte, ich möchte gerne dort wohnen.“ Diese Entscheidung habe sie nicht eine Sekunde bereut.
Neugierig verfolgt Brigitta Schmekel heute die Veränderungen im Nachbarsquartier, zwischen Berliner Platz und Zippendorfer Strand. Hier möchte die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft in den nächsten Jahren einen Fünfgeschosser nach dem anderen sanieren und schließlich dem Areal ein völlig neues Gesicht verpassen. Um diese Stadtteilsanierung in der Wuppertaler, Pilaer und Vaasaer von Anfang festzuhalten, wird sich schon bald eine Arbeitsgruppe „Dokumentation – Ein Quartier im Wandel“ bilden. „Es geht darum zu schauen, was in den Menschen vorgeht, die in einem Block leben, der abgerissen wird“, so Jürgen Wörenkämper vom Verein Hand in Hand. „Wie geht es ihnen vor und wie nach der Sanierung?“ Bewohner des Quartiers selbst werden diesen Wandel mit Fotoapparat und Videokamera festhalten. Im neuen Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler Straße findet die AG beste technische Voraussetzungen für ihr Vorhaben. Denkbar wäre auch eine Zusammenarbeit mit anderen AGs, wie der Arbeitsgruppe Lesen, so Wörenkämper. Die in Texten, Hörspielen, auf Fotos und Filmen festgehaltenen Veränderungen im Stadtleben könnten später in den Nachbarschaftszentren ausgestellt werden sowie auf der Homepage von Hand in Hand oder der künftigen Internetquartiersplattform präsentiert werden. Neu Zippendorfer, die bei diesem spannenden Projekt mitmachen möchten, melden sich im Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler Straße 53 oder per Telefon 0385-30 41 291. pm/swg

Wohnungsbesichtigung jetzt auch samstags möglich

Februar 2009

SWG gestaltet Öffnungszeiten mieterfreundlicher

Bereits ab Februar hat die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft in ihren beiden Geschäftsstellen in der Leonhard-Frank-Straße 35 (Weststadt) und der Lomossowstraße 9 (Mueßer Holz) folgende neue Öffnungszeiten eingeführt:
 

Montag
Dienstag/Donnerstag     
Mittwoch
Freitag
7.30 – 15.30 Uhr
7.30 – 18 Uhr
7.30 Uhr – 13 Uhr
7.30 Uhr – 14 Uhr

Zudem können Besichtigungstermine für Wohnungen auch Freitagnachmittag und Samstag erfolgen. Damit passt sich die Genossenschaft den Wünschen der Besucher weiter an. Darüber hinaus lassen sich individuelle Termine vereinbaren unter (0385) 74 50-0.

„Wohnen ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf“

Februar 2009

Bundesbauministerium zeichnet SWG für Engagement in Neu Zippendorf aus

Wohl kaum ein Stadtteil in Schwerin verändert
so rasant sein Gesicht wie Neu Zippendorf. Für
ihre Vorreiterrolle im Stadtumbau gab es für die
SWG jetzt auch von höherer Ebene viel Anerkennung.

Sind die Plattenbaugebiete zukunftsfähig? Darüber zerbrachen sich Mitte der 1990-er Jahre noch viele Stadtplaner den Kopf. Inzwischen ist klar: Die Platte lebt und die Zukunft sieht gut aus. Zumindest in Schwerin, wo die Kommune zusammen mit Wohnungsunternehmen den Stadtumbau mächtig vorantreibt.
Eine Vorreiterrolle nimmt hierbei die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) ein. Für ihr Engagement in Neu Zippendorf bekam sie jetzt den vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. ausgelobten „Genossenschaftspreis Wohnen“ verliehen.
Zudem schmückt das Foto von fröhlich vor dem neuen SWG-Nachbarschaftszentrum hüpfenden Kindern das Titelblatt der Broschüre, in der alle elf Preisträger dieses erstmals ausgelobten Wettbewerbs vorgestellt sind.

Insgesamt wurden deutschlandweit 93 Projekte eingereicht. „Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG hat insbesondere bei der Entwicklung des Plattenbaugebiets Neu-Zippendorf mit einem modellhaften Rückbau- und Aufwertungskonzept den Stadtumbau in enger Zusammenarbeit mit der Kommune maßgeblich vorangebracht“, so heißt es in der Broschüre. „… dabei wurde großer Wert auf Beteiligung der Bewohner gelegt...“
Wo früher Fünfgeschosser Spalier standen, erstrecken sich heute im Modellprojekt Tallinner/ Vidiner Straße moderne Stadtvillen mit Dachterrassen, verglasten Balkonen und Mietergärten. Diese üben so einen Reiz auf die Schweriner aus, dass die Nachfrage nach solchem Wohnraum bisher ungebrochen ist. Dass sich der Abwanderungstrend stoppen lässt, hat die Genossenschaft in Neu Zippendorf somit bewiesen. Auch die SWG musste in den Vorjahren enorme Abwanderungen in den großen Stadtteilen verkraften. In den vergangenen Jahren nahm sie rund 1000 Wohnungen vom Markt.
„Wichtiger als der Abriss ist für uns aber die Umgestaltung der Blöcke und der Quartiere“, sind sich die beiden Vorstände der SWG, Margitta Schumann und Wilfried Wollmann einig. „Dabei stellen wir uns seit Jahren den Herausforderungen des gesellschaftlichen und demographischen Wandels. Dass wir diesen Preis gewonnen haben, freut uns sehr und bestärkt uns darin, weiterzumachen.“
Während die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft, die heute 15 000 Menschen – das sind fast ein Sechstel aller Schweriner – ein sichereres und bezahlbares Wohnen garantiert, in den vergangenen Jahren das Hauptaugenmerk auf den Umbau und die Modernisierung des Bestandes und die Schaffung altersgerechten Wohnraums gelegt hat, soll mit Hilfe des neuen Nachbarschaftszentrums der Wandel zum generationenübergreifenden Wohnen im angrenzenden Quartier Wuppertaler/ Vaasaer/ Pialer Straße gestaltet werden. „Wohnen ist eben mehr als nur ein Dach über dem Kopf“, sagte auch Lutz Freitag, Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, während der Preisverleihung in Berlin. „Genossenschaftliches Wohnen heißt heute: hohe Wohnqualität, ein gutes Wohnumfeld, funktionierende Nachbarschaften und sozialer Zusammenhalt.“ pm/swg

Was zum Schmunzeln

Dezember 2008

Für Werner Brauer ist Lesen und Schreiben der schönste Zeitvertreib

Die erste Lesung im neuen SWG-Nachbarschaftszentrum durfte Werner Brauer halten. Er leitet hier seit kurzem die Arbeitsgemeinschaft Lesen.
Foto: swg

Wer hätte das gedacht. Werner Brauer hielt im neuen SWG-Nachbarschaftszentrum die erste Lesung und schon waren alle Plätze in der Wuppertaler Straße 53 besetzt. Der 64-Jährige Schweriner, der in der Hamburger Allee zu Hause ist, nahm es mit Wohlwollen zur Kenntnis. Er las aus seinem Buch „Gedanken und Spaziergänge“ vor – ein Sammelsurium aus Kurzgeschichten und Gedichten zum Schmunzeln und Nachdenken.
Werner Brauer ließ schon als Kind seiner Phantasie freien lauf: „Ich war der Jüngste in der Familie und hatte zwei Geschwister, die selber nicht Lesen wollten. Also musste ich ihnen Geschichten erzählen, ja mir sogar jeden Abend neue ausdenken. Irgendwann fing ich an, sie aufzuschreiben.“ Doch eines Tages waren die Unterlagen verschwunden. Vor lauter Ärger legte Werner Brauer den Stift beiseite. Erst nach der Wende juckte es ihm wieder in den Fingern. Als der Konsum, in dem er beschäftigt ist, schließt, und er arbeitslos wird, fängt er an zu Schreiben. Eingebrannte Jahresringe, heißt sein erster Roman.
Werner Brauer ist froh über das neue Nachbarschaftszentrum. Von hier aus kann er mit seiner Arbeitsgemeinschaft Lesen, die sich jüngst gegründet hat, seine Mission fortsetzen. Möchte er doch kleinen Lesemuffeln in Neu Zippendorf auf die Pelle rücken. „Schließlich“, sagt er, „hat die Pisa-Studie wieder gezeigt, dass in M-V die Schüler besonders leseschwach sind.“ In der nahen Astrid-Lindgren-Schule am Berliner Platz hilft Werner Brauer mit seinen Mitstreitern derzeit einigen Schülern der 2. Klasse beim Lesen und Schreiben lernen. „Es klappt gut“, stellt er fest. „Das sind Kinder die wollen, die werden nicht vom Lehrer geschickt.“ Auch lesestarken Schülern greift die AG unter die Arme. Damit sie sich nicht unterfordert fühlen, dürfen sie anderen vorlesen, wie beispielsweise den Senioren im Haus am Grünen Tal.
Dass Lesen Spaß macht, war Werner Brauer im Nachbarschaftszentrum anzusehen. Und auch den Besuchern hat es gefallen. „Alle, die mitmachen möchten bei unserer AG Lesen, sind herzlich Willkommen“, warb er um Mitstreiter. Wer ihn beim Wort nehmen möchte, wendet sich am besten an die Wohngebietsbetreuerinnen Kerstin Archut und Britta Genso, die im Nachbarschaftszentrum während der Woche zumeist von 9 bis 16 Uhr vor Ort sind. Telefonisch sind sie unter 0385-30 41 291 zu erreichen. Näheres zu den Veranstaltungen steht auch unter www.hand-in-hand-schwerin.de. pm/swg

SWG sorgt für Geborgenheit im Alter

15.11.2008
Wer wünscht sich nicht, in den eigenen vier Wänden alt zu werden? Bei der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft erfüllen sich viele Menschen diesen Traum. Denn kein Anbieter in Schwerin verfügt über eine derart breite Palette an bezahlbaren altengerechten Wohnungen. Schon seit Jahren hat die Genossenschaft bei allen Projekten den immer größer werdenden Bedarf an altengerechten Wohnungen mit oder ohne Betreuungsangebote im Blick. Um das Leben schöner und leichter zu gestalten, wurden Aufzüge, Balkone, Terrassen oder Mietergärten geschaffen. Die Schweriner danken es. Nach wie vor genießt die SWG einen hervorragenden Ruf. Doch Genossenschaft ist mehr als nur Wohnen. Es wird viel Wert auf ein freundliches Zusammenleben gelegt. Neben attraktiven Serviceleistungen im Alter sorgen die SWG-Nachbarschaftstreffs für reichlich Kontaktmöglichkeiten in netter Atmosphäre.

Wer zur SWG gehört, kann
gelassen in die Zukunft blicken.

Neu Zippendorfern kribbelt es in den Beinen

10.11.2008

Im neuen SWG-Nachbarschaftszentrum gehen die ersten Arbeitsgruppen an den Start

Am liebsten würde Ursula Höwt gleich in ihre Turnschuhe schlüpfen. So sehr kribbelt es ihr in den Beinen. Die Neu Zippendorferin gehört zur Arbeitsgruppe Sport, die demnächst im Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler Straße 53 loslegen möchte.
Doch noch andere stehen in den Startlöchern, was beim 6. Runden Tisch deutlich wurde. Zu diesem fanden sich jüngst erneut Vertreter der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft, des Vereins Hand in Hand, der Dreescher Werkstätten, des Reha-Zentrums, der Stadtverwaltung und der Kita Mosaik zusammen.
Erstmals stießen auch Vertreter der freiwilligen Arbeitsgruppen dazu, die das nagelneue Nachbarschaftszentrum mit Leben füllen werden. Gewonnen werden konnten die Neu Zippendorfer durch die Anfang des Jahres durchgeführte Milieustudie im Stadtteil. Hierbei hatten 70 Bewohner ihr Interesse signalisiert. Inzwischen hat sich daraus ein fester Kern von circa 20 Personen heraus kristallisiert.
Zwar stehen die Arbeitsgruppen noch auf zittrigen Beinen, aber das Interesse wächst. Auch Ursula Höwt hofft auf Zuwachs: „Wir freuen uns auf jeden, der sich in unserer Sportgruppe anmeldet.“
Schnupper stunde beim 6. Runden Tisch im Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler Straße 53: Erste Freiwillige stellten sich vor.
Erste Termine hat derweil schon die Arbeitsgruppe Info/Beratung festgeklopft, deren Fäden künftig Bärbel Jäschke ziehen wird. „Wir machen am 25. November eine Infoveranstaltung zum Thema Energiesparen, an der unter anderem eine Mitarbeiterin der SWG-Betriebskostenabteilung teilnehmen wird. Ansonsten treffen wir uns jeden letzten Mittwoch des Monats.“ Angedacht sei auch eine Zusammenarbeit mit der Natur- und Umweltstation in Zippendorf und eine Reise in Schwerins Geschichte.
Bärbel Jäschke hat im SWG-Nachbarschaftszentrum eine erste freiwillige Arbeitsgruppe auf die Beine gestellt.
Gebildet haben sich zu alledem auch die AG Handarbeit, die schon bald zum fröhlichen Adventsbasteln einlädt sowie die AG Lesen. Letztere möchte in der nahen Astrid-Lindgren-Schule leseschwachen Kindern helfen. Andererseits sollen lesestarke Schüler, die im Unterricht zu wenig gefordert werden, in Alten- und Pflegeheimen vorlesen.
Es tut sich also was im genenerationenübergreifenden Nachbarschaftszentrum, ohne dass die SWG den Quartiersbewohnern fertige Angebote vorsetzt. Diese sollen schließlich selber aktiv werden und sich zusammenfinden.

Wer neugierig ist und sich vorstellen kann, bei den Arbeitsgruppen dabei zu sein, wendet sich am besten an die Wohngebietsbetreuerinnen Kerstin Archut und Britta Genso vom Verein Hand in Hand. Die sind während der Woche zumeist von 9 bis 16 Uhr vor Ort. Feste Sprechzeiten bieten sie Montag und Mittwoch von 11-12 Uhr an. Telefonisch sind sie unter 0385-304 12 91 zu erreichen.

Weitere Infos zum Nachbarschaftszentrum und den Treffs „Nebenan“ finden sich auf www.hand-in-hand-schwerin.de.

 

Frisch gebackene Immobilienkauffrauen starten ins Berufsleben

28.09.2008

Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) bildet seit Jahren Lehrlinge auf hohem Niveau aus

Es gibt Berufe, die sind spannender als sie eigentlich klingen. Kauffrau oder Kaufmann der Gründstücks- und Immobilienwirtschaft ist so einer. Saskia Dwars und Katharina Wilk sind zwei frisch gebackene Immobilien-kauffrauen, wie sie neuerdings auch genannt werden. Sie haben ihre Lehre bei der SWG genossen und hervorragende Abschlüsse erreicht.
Gut gemacht ihr beiden!
Azubis Saskia Dwars (li.) und Katharina Wilk
erreichten hervorragende Abschlüsse.
Auch in diesem Jahr wurde die Schweriner
Wohnungsbaugenossenschaft mit der Urkunde
„Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ geehrt.
Jahr für Jahr bildet die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft in diesem Beruf junge Leute aus und beinahe jedes Jahr gehört sie mit ihren leistungsstarken Lehrlingen zu den hervorragenden Ausbildungsbetrieben im IHK-Bereich Schwerin.

„Kein Wunder, die Ausbildung ist einfach Spitze, facettenreich, nie langweilig und hier fühlt man sich wohl“, sagt Katharina Wilk mit einem Blick zur Ausbildungsbeauftragten Marianne Hess. Fünf Azubis betreut diese zurzeit. „Am Anfang“, sagt sie, „stellen die Lehrlinge eher eine Belastung für die Mitarbeiter dar. Aber nach circa acht Wochen sind sie schon eine spürbare Hilfe. Und im 3. Lehrjahr können sie teilweise die Urlaubsvertretung übernehmen.“
Das nötige Rüstzeug für den Beruf der Immobilienkauffrau haben sich Saskia Dwars und Katharina Wilk in allen Abteilungen erworben. Um den Betrieb kennen zu lernen, sind sie in der allgemeinen Verwaltung gestartet. Dann ging es in die Hausverwaltung. Da erfuhren sie, wo sich die SWG-Immobilien, in denen immerhin ein Sechstel aller Schweriner leben, eigentlich befinden. Anschließend fanden sie sich in der Miet- und Finanzbuchhaltung sowie Betriebskostenabteilung wieder. Um Zahlen drehte sich auch alles im Bereich Finanzierung und Liegenschaften. Praxisnah ging es beim Praktikum im Grundbuchamt der Stadt und im Immobiliencenter der Sparkasse zu. Lernen mussten sie als Immobilienkaufleute zudem, welche Aufgaben das Landesförderinstitut oder Kataster- und Liegenschaftsamt haben und wie Planungsbüros und Stadtplanungsämter ticken.
Auch die soziale Schiene kam bei ihrer Ausbildung nicht zu kurz. Saskia Dwars und Katharina Wilk steckten ihre Nase ins soziale Management und den Verein „Hand in Hand“. Die beiden können sich freuen. Sie kommen bei der SWG unter und starteten im August ins Berufsleben.

 

Oase für alle Generationen

15.09.2008

Nachbarschaftszentrum bei SWG-Sommerfest eingeweiht

Kinder der Kita Mosaik überreichten dem Vorstandsvorsitzenden der SWG ein selbstgemaltes Bild für das neue Nachbarschaftszentrum.

Die Erwartungen sind groß: Das war am vergangenen Freitag (29.08.2008) zu spüren, als die SWG zusammen mit vielen Gästen während ihres Sommerfestes das neue Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler Straße 53 eröffnete. „Bisher gab es nur uns in diesem Quartier, ansonsten war nichts los“, sagte Renate Kiencke, Leiterin der nahe gelegenen Kita Mosaik. „Jetzt freuen wir uns auf das Nachbarschaftszentrum. Ich glaube, dass wird toll. Wir werden hier Billard und Tischtennis spielen. Und für unsere Hortkinder ist der Computerraum ideal, um Hausaufgaben zu erledigen. Schließlich hat nicht jede Familie einen Computer zu Hause.“ Im Gegenzug stellte sich Renate Kiencke vor, dass Besucher des Nachbarschaftszentrums in der eigenen Kita die Sauna, den Mittagstisch oder Sportveranstaltungen nutzen könnten.
Über solche Pläne freute sich Vorstandsvorsitzender Wilfried Wollmann. Denn schließlich solle das Zentrum künftig nicht nur Senioren offen stehen, sondern allen Generationen. „Es wird das geistige Zentrum dieses Quartiers werden, das wir im nächsten Jahr angehen werden.“
Kleine waghalsige Rennfahrer machten
beim SWG-Sommerfest in
Neu Zippendorf die Straße unsicher.

Wie es hier einmal sein wird, war am Freitag schon zu erahnen. Jung und Alt genossen das SWG-Sommerfest. Ein Seifenkistenrennen, eine Modenschau, Livemusik, Kleinkunst und vieles mehr sorgten für Stimmung. Die kleinen Besucher tobten sich beim Piratencamp aus oder lauschten der Puppenspielerin.
Viele große Gäste nutzten derweil die Gelegenheit, sich das Nachbarschaftszentrum genauer anzusehen.
Auch der amtierende Oberbürgermeister
Dr. Wolfram Friedersdorff zeigte sich beeindruckt: „Ein Quartier ist mehr als eine Ansammlung von Wohnungen. Es gehören auch Nachbarschaftskontakte und Nachbarschaftshilfen dazu. Heute mehr denn je, da der Familienzusammenhalt sich immer lockerer gestaltet. Dieses Zentrum der SWG schafft beste Voraussetzungen, um Nachbarschaftsbeziehungen zu entwickeln und zu pflegen.“

 

SWG lädt zum Sommerfest ein,
Eröffnung Nachbarschaftszentrum

29.08.2008

Hereinspaziert in das neue Nachbarschaftszentrum in Neu Zippendorf

Das SWG-Nachbarschaftszentrum sorgt bundesweit für Aufsehen. Am 29. August wird es zusammen mit den Schwerinern bei einem großen Sommerfest feierlich eingeweiht.

In Neu Zippendorf verwandelte die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) gerade einige Fünfgeschosser in farbenfrohe Häuser. Die Gebäude in der Wuppertaler Straße lassen erahnen, was hier rings herum in den nächsten Jahren passieren wird. „Wir wollen hier ein Quartier schaffen, in dem sich alle Generationen wohl fühlen“, sagt Vorstand Margitta Schumann. Weil das nicht von heut auf morgen gelingt, wurde das Nachbarschaftszentrum gebaut. Es soll das Herz des Stadtteils werden und ihm neue Impulse geben.
 
Wer mehr erfahren möchte, sollte sich am 29. August auf den Weg in die Wuppertaler Straße machen. Nach der offiziellen Schlüsselübergabe, zu der Politiker von Stadt, Land und Bund erwartet werden, startet um 14 Uhr das große SWG-Sommerfest.
„Wir laden alle ein, sich das Nachbarschaftszentrum von innen anzusehen“, so Margitta Schumann. „Außerdem wartet ein abwechslungsreiches Programm auf Jung und Alt. Geplant sind ein Seifenkistenrennen, eine Modenschau, eine Märchenstunde aus 1000 und einer Nacht, viel Livemusik, ein kleiner Trödelmarkt und es gibt eine Pirateninsel, auf der sich die Kleinen mal so richtig austoben können.“

 

Das anscheinend Unmögliche

23.06.2008

Sozialberaterin Carola Hoffmann hilft Mietern denen das Wasser bis zum Hals steht

Beinahe täglich besucht Carola Hoffmann Menschen, die in Schuhkartons voll unbezahlter Rechnungen starren. Männer und Frauen, die sogar ihre Miete nicht begleichen können. Alleine aus der Sackgasse zu finden, schaffen die wenigsten. Carola Hoffmann vom Verein „Hand in Hand“ hilft, aus der Misere herauszufinden. Denn die Straße ist kein guter Ausweg.

Die Frau mag um die 50 sein. Sie schweigt. Ihre Augen, an denen schwere Tränensäcke hängen, blicken müde geradeaus. Sie hat es sich abgewöhnt zu reden. Es ist ja niemand da, der zuhört. Doch heute ist nicht irgendein Tag. Jemand sitzt gegenüber auf dem Sofa. Und dieser jemand heißt Carola Hoffmann.
Die Sozialberaterin vom Schweriner Verein „Hand in Hand“ geht die Sache ruhig an. Und so erfährt sie nach und nach von der verzwickten Lage, in der sich die Frau befindet. Dass die Mietschulden hat, weiß Carola Hoffmann längst. Deshalb ist sie ja hier. Das ist ihre Mission. Solche Menschen sucht sie gezielt auf. Und dabei gelingt Carola Hoffmann häufig das scheinbar unmöglich. Zum ersten Mal spüren die „Vergessenen“ wieder Hoffnung und Energie in sich. Sowie bei dieser Frau. Die irgendwann doch anfängt zu reden, die von all den Höhen und Tiefen ihres Lebens erzählt. „Wie sie das früher alles geschafft haben?“, sagt Carola Hoffmann mit anerkennendem Nicken. „Wenn sie das damals bewältigt haben, kriegen wir das jetzt auch hin.“
Die Sozialberaterin wird der Frau klar machen, dass nicht alles zu spät ist. Gemeinsam schauen sie sich die finanzielle Situation an. Wo ist noch ein Sümmchen abzuknapsen, wie gelingt es, wieder Miete zu zahlen, um eine Zwangsräumung zu verhindern? „Winzige Ratenzahlungen sind noch möglich“, stellt Carola Hoffmann fest. Da huscht zum ersten Mal ein leichtes Lächeln über das Gesicht der Frau.
Wohl die wenigsten würden ihren Job mit dem von Carola Hoffmann tauschen wollen. Ihr hingegen macht die Arbeit Spaß. Nach Jahren in der Verwaltung ist sie ihrer eigentlichen Berufung gefolgt. Sie, die etliche fundierte psychologische Fortbildungen hinter sich hat, ist fasziniert von Menschen und deren Lebensgeschichten. Deshalb ist sie beim Verein „Hand in Hand“ hängen geblieben. Dieser wurde vor zehn Jahren von der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) ins Leben gerufen, um sich in den Plattenbaugebieten sozial zu engagieren. Carola Hoffmann ist sozusagen im Auftrag der Genossenschaft unterwegs. Indem sie sich um die „Problemkinder“ kümmert, kommt sie dem Genossenschaftsgedanken des nachbarlichen Miteinanders nach. Natürlich hat so ein großes Wohnungsunternehmen auch ein Interesse daran, weiteren Leerstand vorzubeugen. „Warum sollen sie auch nicht um diese Mieter kämpfen?“, fragt sich Carola Hoffmann. „Meistens handelt es sich um friedliche Menschen, bei denen es keine Beschwerden wegen Lärmbelästigung gibt.“ Hoffmann erfährt oft große Dankbarkeit, dass sich überhaupt jemand kümmert. Sie weiß: „Bei vielen haben sich die sozialen Kontakte längst abgebaut. Ich bin oft die erste, der sie all ihre Probleme erzählen.“ Um die Zwangsräumung zu verhindern, kommt die Sozialberaterin früh zum Einsatz. Oft schon nach zwei Monaten Mietschulden und Funkstille auf der anderen Seite. So pendelt sie zwischen den Schweriner Plattenbaugebieten hin und her.
Beunruhigend findet Carola Hoffmann, dass sich die Lage verschärft. „Das Thema Mietschulden betrifft inzwischen alle Altersgruppen. Auch sehr viele jüngere Leute um die 20, die sich 0ine Bude mieten und gucken , wie das geht.“ Der Verlust der Arbeitsstätte sei ganz klar eine Ursache für Verschuldung. Aber seit zwei Jahren beobachtet die Sozialberaterin, dass immer mehr Menschen mit Arbeit in Bedrängnis geraten, weil sie so schlecht bezahlt werden. Und sie fühlt eine wachsende Gleichgültigkeit, die auch vor der Zahlung der Miete nicht Halt macht. „Es gibt heutzutage ganz viele Menschen, die keine Prioritäten setzen können und denen jegliche Eigenverantwortung fehlt.“
Carola Hoffmann macht sich halt so ihre Gedanken. Und weil die Gedanken im Laufe der Jahre immer mehr wurden, fing sie irgendwann an, sie in Worte zu gießen. Als Autorin erträgt sich das Leid leichter. „Schöne Dinge kann ich nicht schreiben“, sagt sie. „Ich fasse gern unangenehme Themen an und verarbeite sie in sozialkritischen Geschichten.“ „Der Wind spielt mit der Lokustür“ heißt einer ihrer psychologischen Romane. In ihm erzählt Carola Hoffmann, was eine emotionslose Kindheit für ein verkorkstes Leben hinterlässt. Und das tut sie mit leisem Humor.

 

SWG steht auf gesunden Füßen

23.06.2008

Wohnungsbaugenossenschaft investierte Millionen in Umbau und Modernisierung

Zu einer Marathonsitzung entwickelte sich am 11. Juni die 18. Vertreterversammlung der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft. Was hat das Geschäftsjahr 2007 gebracht? Welchen Kurs fährt die Genossenschaft in diesem Jahr? Fakt ist, die SWG hat das Gesicht der Landeshauptstadt rasant verändert.

Bevor es im Casino des AOK-Gebäudes an die nackten Zahlen ging, unternahmen die Teilnehmer einen bunten Ausflug ins Jahr 2009. Jochen Sandner, Geschäftsführer der BUGA Schwerin 2009 GmbH gab eine detaillierte Vorschau über die nahende Bundesgartenschau.



Anschließend rückte das Geschäftsjahr 2007 in den Mittelpunkt. Auffällig ist, dass die SWG auch im Vorjahr wieder kräftig in den Wohnungsbestand investiert hat - insgesamt 9,4 Millionen Euro für Umbau und Modernisierung. Hierzu zählen beispielsweise Projekte in der Edgar-Bennert-Straße in Lankow oder der Tallinner-/ Vidiner und Wuppertaler Straße in Neu Zippendorf. In diesem Jahr werden die Investitionen dagegen nur bei 3,9 Millionen Euro liegen. Damit will sich die Genossenschaft unabhängiger von den Banken machen und der Zukunft gestärkt entgegen treten.
Dennoch bleibt die SWG mit ihren Vorhaben auch in den nächsten Jahren wichtigster Akteur im Stadtumbau der Landeshauptstadt. Rund fünfzehntausend Menschen, also fast ein Sechstel aller Schweriner, wohnen in SWG-Wohnungen. Ende 2007 bewirtschaftete die Genossenschaft einen Wohnungsbestand von insgesamt 9696 Wohnungen. Vom Markt nahm sie im Vorjahr insgesamt 111 Wohnungen.
Margitta Schumann, kaufmännischer Vorstand der Genossenschaft, sagte in ihrem Lagebericht, dass es keine Alternative zum Rück- und Teilrückbau gebe. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es dauerhaft einen Leerstand geben wird.“ Die Anzahl der leer stehenden Wohnungen bei der SWG sei zwar 2007 gegenüber 2006 konstant geblieben. Es handele sich dabei aber um insgesamt 1250 Wohnungen. Als Ziel nannte Schumann, den Leerstand in den nächsten Jahren auf zehn Prozent zu senken. Die Modernisierung der Plattenbauten zahle sich dabei aus. In diesen Bereichen liege der Leerstand, bedingt durch Umzüge und kurzzeitige Freistände, bei unter zwei Prozent.
Nachfragen gab es bei der Vertreterversammlung zur Problematik der Mietschulden. Bis Ende 2007 belaufen sich die Forderungen aus laufenden und ehemaligen Mietverhältnissen auf fast eine halben Million Euro.
Dennoch hat sich bei der SWG die positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2007 fortgesetzt. Die Genossenschaft erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 1,1 Millionen Euro. Das kommt auch im Cashflow, dem geldlichen Überschuss nach Abzug aller Kosten, von 9,1 Millionen Euro zum Ausdruck.
„Damit wurden unsere Erwartungen in vollem Umfang erfüllt und eine Stärkung der Ertragskraft der Genossenschaft erreicht“, so Margitta Schumann. Die 56 anwesenden Vertreter lobten auf ihrer Versammlung denn auch das gute Ergebnis und bestätigten einstimmig den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2007.    pm

 

Aufbruchstimmung in Neu Zippendorf

21.05.2008

Erste Freiwillige nehmen für das künftige Nachbarschaftszentrum Wuppertaler Straße die Arbeit auf


Abteilungsleiterin Gabriele Szymanski von der SWG erläuterte auf einer Impulsveranstaltung aufgeschlossenen Neu Zippendorfern das Projekt Wuppertaler Straße 53.
Foto: swg
 
Wie lässt sich das SWG-Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler Straße 53 mit Leben füllen? Darüber zerbrechen sich seit Anfang des Jahres eine Menge Leute den Kopf. Jetzt fand in der Tallinner Straße eine Impulsveranstaltung statt, zu der erstmals Bewohner aus dem Quartier Neu Zippendorf eingeladen waren.

Das künftige Nachbarschaftszentrum dürfte in Sachen Freizeitgestaltung keine Wünsche offen lassen. Es wird einen Computerraum, einen Partyraum, einen Raum für Tischtennis, einen für Sport und eine kleine Bibliothek beherbergen. Nicht zu vergessen der große Veranstaltungsraum.
Doch trotz der reichlich vorhandenen Möglichkeiten kommt es vor allem darauf an, was die Menschen aus diesem Haus machen.
„Das Nachbarschaftszentrum kann über Jahre nur am Leben erhalten werden, wenn Leute sich mit einbringen und nicht jeder Handschlag bezahlt werden muss. Wir sind deshalb dankbar, wenn uns schon jetzt möglichst viele Augen und Ohren begleiten.“ Mit diesen Worten begrüßte Jürgen Wörenkämper vom Verein „Hand in Hand“, dem Träger des SWG-Nachbarschaftszentrums, die neugierigen Männer und Frauen, die bei der ersten Impulsveranstaltung dabei waren. An Ideen mangelte es denn auch nicht. Die Anwesenden wünschten sich einen Mittagstisch, Sportangebote wie Nordic Walking, Informationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen wie Gesundheit, Behörden und Recht und einen Reparaturservice, der als Tauschbörse organisiert wird. Zu einigen Themen konnten bereits zur Vorbereitung erste Werkstätten gegründet werden.
Sicher werden in den nächsten Wochen noch weitere Ideen Gestalt annehmen. Denn angedacht ist, dass die Wuppertaler Straße 53 einmal Anziehungskraft auf das gesamte Quartier ausüben wird. Es soll nicht nur Senioren ansprechen, sondern eine Oase für Jung und Alt sein. Ähnlich wie beim Modellprojekt in der Tallinner/ Vidiner Straße möchte die SWG in den nächsten fünf bis sechs Jahren das Quartier unterhalb der Straßenbahnhaltestelle Berliner Platz attraktiv umgestalten. „Dabei wollen wir den Weststadteffekt vermeiden“, sagt SWG-Abteilungsleiter Jürgen Wörenkämper. „Weil dort ganz viele Menschen seit Jahren zusammen leben, ist es für junge Leute schwierig, Fuß zu fassen.“ Dass sich das Quartier rund um die Wuppertaler Straße jüngeren Leuten öffnen wird, dagegen scheinen die meisten Stadtteilbewohner Neu Zippendorf nichts zu haben. So jedenfalls verdeutlichen es die Ergebnisse einer Milieustudie. Im Januar hatte das Berliner Büro für Integrierte Planung (BIP) 2.976 Haushalte in Neu Zippendorf angeschrieben. Zurück kamen 538 Fragebögen, die kürzlich ausgewertet wurden. Immerhin die Hälfte der Befragten sprach sich für eine Verjüngung des Quartiers aus. Um junge Leute anzuziehen, plädieren viele für „mehr Freizeitangebote und Nebenräume für Spiel- und Sportgeräte. Ebenso wurden „preiswerte Mieten, moderne und sanierte Wohnungen“ angegeben. Zu alledem müsse sich das „Image des Wohngebiets“ verbessern. Hierbei dürfte das zukünftige SWG-Nachbarschaftszentrum im Quartier Neu Zippendorf eine tragende Rolle spielen. Jetzt gelte es, das Zentrum mit Leben zu füllen, so Jürgen Wörenkämper. „Und dafür brauchen wir noch viel mehr Freiwillige. Menschen, die ihr Quartier lebens- und liebenswert machen wollen.“ Ist auch Ihr Interesse geweckt worden, melden Sie sich doch einfach unter der Telefonnummer (0385) 74 50 142.

 

Rentner haben niemals Zeit

16.05.2008

Wohngebietsbetreuerin Kordula Winterfeld versüßt Menschen der älteren Generation das Leben

Kordula Winterfeld gehörte zu den ersten Wohngebietsbetreuern, die im Jahr 2000 in den Plattenbau-Quartieren ihre Arbeit aufnahmen. Ins Leben gerufen hatten das Projekt der Verein „Hand in Hand“ und die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG). Zwei Jahre später gab es für dieses Projekt den Preis „Soziale Stadt 2002“ vom Bundesministerium. Wir waren neugierig und wollten sehen, wie es Kordula Winterfeld heute geht.

Na meine Damen, wohin wollen wir denn diesen Sommer verreisen? An die Nordsee? Die Augen der Frauen leuchten. Sie würden gerne, das sieht Kordula Winterfeld ihnen an, aber gewachsen fühlen sich viele diesem Abenteuer nicht mehr. Hingegen möchte niemand aus der Runde, die sich im Nachbarschaftstreff „Nebenan“ in der Friedrich-Engels-Straße 5 zusammengefunden hat, auf eine Kutschfahrt in die Lüneburger Heide verzichten. „Na prima“, sagt Kordula Winterfeld zufrieden. „Dann werde ich alles in die Wege leiten und mich drum kümmern.“ Darin ist sie ohnehin geübt. Denn in ihrem Nachbarschaftstreff gibt es viel, worum sie sich kümmern muss. Wie eine Perlenkette ließen sich all die Veranstaltungen aneinanderreihen, die die 53-Jährige anbietet: Von Spielnachmittagen, Geburtstagsfeiern, Sport, Gedächtnistraining, Fingerakrobatik (Puzzeln), Kino, Frühstück bis hin zu Ausflügen in Schwerin ist alles vertreten. Gerade versucht sie herauszufinden, ob die Herren und Damen auch mit ihren Rollatoren die Insel Kaninchenwerder umrunden können. Beliebt bei den älteren Herrschaften sind die Ausflüge ins Banzkower Solebad. Kordula Winterfeld findet es schnuggelig, wie die Ausflügler dann ihre Schwimmflügel aufstreifen, ins Wasser waten und sich vom Whirlpool genüsslich massieren lassen. Einmal im Monat fährt die Wohngebietsbetreuerin mit der Bahn zur Therme nach Bad Wilsnack. Dabei hat sie häufig 30 Leute im Gepäck. Inzwischen hat sich unter den Teilnehmern ein richtiges Gemeinschaftsgefühl entwickelt. „Ich brauche nur fünf Telefonate führen und schon wissen alle Bescheid“, sagt Kordula Winterfeld stolz. Ihr gelingt es, die Bewohner an das Quartier zu binden. Und indem die Leute aus der Friedrich-Engels-Straße und Umgebung ihren, wie sie sagt, kleinen, aber feinen Treff nutzen, gestalten sie ihre Freizeit gemeinsam und wachsen dadurch zusammen. Im Vorjahr kümmerte sich Kordula Winterfeld um 247 Veranstaltungen, zu denen sie 1487 Teilnehmer zählte.
Außer dem Nachbarschaftstreff hat die Wohngebietsbetreuerin aber noch etwas anderes zu bewältigen. Sie betreut 44 Haushalte mit insgesamt 63 Personen, die bei der SWG ein Wohnen mit Service im Alter genießen. Während sie ihre Miete an die Genossenschaft zahlen, geht an den Verein „Hand in Hand“ bei dem Kordula Winterfeld angestellt ist, eine Betreuungspauschale. „Und dafür“, sagt sie, „möchten sie von mir auch was haben, außer ein Guten Tag.“ Kordula Winterfeld ist für sie da, egal wo und wann der Schuh drückt. Ob es um Behördenkram, Stromanbieter, Essen auf Rädern oder Haushaltshilfen geht – sie macht sich schlau und informiert die Bewohner über Leistungen und Preise.

Manchmal klingelt morgens auch das Telefon und jemand braucht Hilfe, weil es ihm nicht gut geht. Dann holt sie Rezepte, kontaktiert den Hausarzt oder Verwandte. Mitunter weiß sie als Wohngebietsbetreuerin besser Bescheid über den Zustand der Herrschaften, als die Verwandten selbst. Und deshalb hört sie oft Sätze wie: Sagen Sie mal, ich habe Mutti ein paar Tage nicht gekriegt, wie geht es ihr denn so?“ Häufig bricht sie am Abend noch zum ein oder anderen Hausbesuch auf. „Ach Gott, sind sie wieder so spät nach Hause gekommen“, hört sie dann am nächsten Tag. Aber die Arbeit macht ihr Spaß und die Senioren haben es ihr angetan. Aus diesem Grunde hat sie sich abgewöhnt, auf die Uhr zu schauen.


Reisen hält jung. Im Nachbarschaftstreff „Hand in Hand“ suchen Senioren gemeinsam mit ihrer Wohngebietsbetreuerin Kordula Winterfeld (re) nach dem passenden Sommertörn.
Foto: swg

 

Nebenan ist es schön

Mai 2008

Der „Verein Hand in Hand“ sorgt seit 10 Jahren für ein Miteinander in den Quartieren

Würden wir all die Dinge aufzuzählen, um die sich der „Verein Hand in Hand“ so kümmert, wäre die Seite schnell gefüllt. Stadtteilfeste, Lampionumzüge und SWG-Nachbarschaftstreffs sind nur einige davon. Am 18. Juni wird „Hand in Hand“ zehn Jahre alt. Ein guter Anlass, mal auf das Erreichte zurückzublicken.

Warum existiert der Verein überhaupt? Welches Ziel verfolgt er und wer sind die Köpfe dahinter? Simple Fragen, die Jürgen Wörenkämper wohl am besten beantworten kann. Er koordiniert heute die Geschicke des Vereins und ist zudem Leiter der Abteilung Soziales Management bei der SWG. „Die SWG fühlte sich als Genossenschaft einfach verpflichtet, sich um soziale Aspekte zu kümmern und etwas für das nachbarschaftliche Miteinander in den Quartieren zu tun“, sagt er. „Deshalb fanden sich am 18. Juni 1998 Mitarbeiter der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft und zahlreiche engagierte Personen und Firmenvertreter aus Schwerin zusammen, um den Verein „Hand in Hand“ ins Leben zu rufen. Als Gründungsväter gelten vor allem der ehemalige SWG-Vorstand Günter Graw und der heutige Vorstand Wilfried Wollmann und Margitta Schumann.
Auslöser für die Initiative war übrigens der erste Neubau der Genossenschaft, eine Servicewohnanlage im Alter in der Friesenstraße 9a, die eine Begegnungsstätte beinhaltete sowie der Treff in der Lessingstraße 26a. Mit diesen beiden Einrichtungen begann die SWG ihr soziales Management. Angesichts der allgemeinen Entwicklung in den großen Neubaugebieten, war das ein wichtiger Schritt zur richtigen Zeit. Denn über Jahre gewachsene Hausgemeinschaften lösten sich auf, Wohnbedürfnisse änderten sich. Geringe Renten oder Arbeitslosigkeit führten teilweise dazu, dass viele Menschen nicht mehr am sozialen und kulturellen Leben teilhaben konnten.

Zum Mittelpunkt der Vereinsarbeit von „Hand in Hand“ entwickelten sich daher die Nachbarschaftstreffs „Nebenan“. Sie sollten zur wichtigsten Säule der Vereinsaktivitäten werden und helfen, die Anonymität in den Wohngebieten abzubauen. Heute kann man von den glorreichen Sieben sprechen. Der Andrang ist groß. Allein im Vorjahr besuchten mehr als 18.000 Besucher insgesamt 1.478 Veranstaltungen. „Viele der Treffs sind offen für alle, gleich ob sie SWG-Mieter sind oder nicht“, sagt Jürgen Wörenkämper. „Stets nach dem Grundsatz: Wenn sich unsere Nachbarn wohl fühlen, dann geht es auch unseren Genossenschaftsmitgliedern auch gut.“ Damit alles gerecht zugeht, gibt es in jedem Treff einen Bewohnerbeirat, der die Wünsche der Besucher zusammenträgt und Veranstaltungen mitorganisiert. Zum großen Teil werden die Nachbarschaftstreffs aber vom Verein „Hand in Hand“ geleitet. Hierfür wurde im Jahr 2000 eigens von der SWG das Projekt „Wohngebietsbetreuer in den Nachbarschaftstreffs“ ins Leben gerufen. Die Betreuer sollten die vielfältigen Angebote in den Treffs begleiten und Ansprechpartner sein. Das Projekt stieß auf so viel Resonanz, dass der Verein „Hand in Hand“ dafür 2002 mit dem Bundespreis „Soziale Stadt“ und mit dem Klaus Novi Preis ausgezeichnet wurde. Ausgeruht hat sich der Verein auf seinen Lorbeeren nicht. Im Gegenteil, überall ist „Hand in Hand“ mit von der Partie – bei Stadtteilfesten, Wohngebietsfesten, Lampionumzügen. „Wir unterstützen jährlich ein riesiges Sportfest für Kinder in der Sport- und Kongresshalle und damit auch das Engagement des Westclub One und des Ortsbeirates Weststadt“, zählt Jürgen Wörenkämper auf. „Außerdem behalten wir die Jüngsten immer im Blick. So haben wir z.B. den Aufbau des Bauspielplatz im Mueßer Holz mit angekurbelt und begleitet auch heute noch zahlreiche Aktivitäten im Kinder und Jugendbereich.“
Doch nur Lobeshymnen auf den Verein möchte Jürgen Wörenkämper auch nicht halten. „Wir wünschen uns, dass „Hand in Hand“ noch mehr in der SWG aufgeht. Wir haben 200 Mitglieder. Das ist nicht viel. Es wäre schön, wenn unsere Genossenschaftsmitglieder aber auch Andere erkennen: Dieser Verein tut so viel für mich und meine Nachbarn. Das will ich unterstützen. Da bin ich mit dabei.“   ba/jw

 

Was erwarten Sie von einem Nachbarschaftszentrum?

28.04.2008

Milieustudie in Neu Zippendorf durchgeführt / Ergebnisse beschäftigten Runden Tisch

Es ist nicht mehr lange hin, bis in Neu Zippendorf das SWG-Nachbarschaftszentrum eröffnet. Schon im Sommer soll in der Wuppertaler Straße 53 Leben einziehen. Damit das Zentrum den Nerv der Quartiersbewohner triff, wird versucht, deren Wünsche und Erwartungen heraus zu kitzeln. Erste Ergebnisse liefert jetzt eine Milieustudie, zu der 2.976 Haushalte befragt wurden.

Während das zukünftige Nachbarschaftszentrum sein begrüntes Dach erhält, sprießen in immer mehr Köpfen Gedanken darüber, welche Rolle es im Quartier Neu Zippendorf in Zukunft einmal spielen wird. In der Kita „Mosaik“ wurde in diesen Tagen laut gedacht. Ein eigens gegründeter Runder Tisch, der das Projekt begleitet und zu dem Vertreter der SWG, des Vereins „Hand in Hand“, der Dreescher Werkstätten, dem Stadtteilmanagement, der Kita Mosaik und viele andere gehören, fand sich zum dritten Mal zusammen, um erste Vorstellungen vom Nachbarschaftszentrum in gemeinsame Bahnen zu lenken. Hilfreich war den Anwesenden dabei die Ergebnisse einer Milieustudie. Im Januar hatte das Berliner Büro für integrierte Planung (BIP) 2.976 Haushalte in Neu Zippendorf angeschrieben. Zurück gesendet bekam sie 538 Fragebögen. Vor allem Frauen und ältere Menschen hatten sich an der Umfrage beteiligt. Aus ihren Antworten ließ sich entnehmen, dass viele von ihnen mit den derzeitigen Kultur- und Freizeitangeboten nicht zufrieden sind. Dennoch fühlen sich die Menschen wohl im Quartier. Die große Umzugswelle scheint vorbei zu sein. Die meisten denken nicht daran, in den nächsten zwei Jahren in einen anderen Stadtteil zu ziehen. Und die Bereitschaft dürfte noch weiter sinken. Denn ähnlich wie in der Tallinner/Vidiner Straße will die SWG in den nächsten Jahren das Areal zwischen Crivitzer Chaussee und Berliner Platz zu einem attraktiven Wohnort umgestalten und damit unterschiedliche Generationen anlocken. Das Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler Straße dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen. Gefragt wurden die Bewohner des Stadtteils schon jetzt, ob sie es begrüßen würden, wenn sich die Mieterstruktur verjüngt. Vielen war dies egal, die Hälfte allerdings begrüßte diese Entwicklung. Um Familien und jungen Leute anzuziehen, plädierten sie für „mehr Freizeitangebote und Nebenräume für Spiel- und Sportgeräte“. Ebenso wurden „preiswerte Mieten, moderne und sanierte Wohnungen“ angegeben. Und zu alledem müsse sich das „Image des Wohngebiets“ verbessern.
Die Studie zeigte auch, dass unter den Bewohnern des Quartiers eine große Bereitschaft herrscht, „aktiv zu werden, vorausgesetzt, es mache Spaß, die Nachbarn nett sind und das persönliche Miteinander und die Atmosphäre stimme“. Ganz oben auf der Liste, was sie sich vom neuen Nachbarschaftszentrum erhoffen, stehen Wünsche wie mehr Betreuungsangebote für Kinder und Senioren, Bewegung und Sport-Angebote, Reparaturservice für den Haushalt, Mittagstisch, gemeinsame Ausflüge, Tipps zum Umgang mit Behörden und bei Bewerbungen sowie Energieberatung. Konsequenterweise wurde von den Teilnehmern des Runden Tisches daraufhin Arbeitsgruppen zu einzelnen Themen gebildet. So wird beispielsweise die Arbeitsgruppe „Bewegung und Sport“ erst einmal abchecken, was im Quartier an Angeboten vorhanden ist und was künftig dazukommen kann. „Angedacht ist, dass das Nachbarschaftszentrum einmal von Freiwilligen getragen wird, die beispielsweise Nordic Walking und vieles andere mehr anbieten“, sagte Jürgen Wörenkämper von der SWG. Die zu finden, sei der nächste Schritt, den der Runde Tisch in Angriff nehme. Es gelte jetzt Kontakt aufzunehmen zu jenen 100 Frauen und Männern, die in der Milieustudie angegeben haben, „ja wir haben Interesse aktiv zu werden.“    pm/ SWG


Vertreter aus dem Wohngebiet Neu Zippendorf haben sich zu einem Runden Tisch zusammengefunden, um die Zukunft des neuen Nachbarschaftszentrums mitzugestalten.
Foto: swg

 

50+ Messe für Gesundheit und Lebensfreude in der Schweriner Sport- und Kongresshalle Schwerin

SKH Schwerin 18.-20.04.2008

Die Generation 50+ steht mit beiden Beinen fest im Leben, zählt nicht mehr zu den ganz Jungen, alt ist sie dennoch noch lange nicht. Das für sie wichtige sind Gesundheit, Kultur, Freizeitspaß und Mobilität. Denn sie definiert Lebensqualität – also körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden und Lebensfreude. Mit steigender Lebenserwartung wird die Gesundheit ein zentrales Thema in ihrem Leben. Hier ist der Ansatz unserer nun bereits 5. Ausstellung für die Generation 50+ zu finden, um einen Beitrag zur Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Gesundheitsland Nr. 1 in Deutschland zu leisten.
Der Besucher soll für die Erhaltung seiner Lebensqualität und seines Wohlbefindens sensibilisiert werden und ihm Wege gezeigt werden, diese lange aufrechtzuerhalten.
Als Informations- und Verkaufsausstellung verbindet diese Messe Kommunikation mit Geschäft. Verbände, Vereine, Unternehmen und Politik präsentieren und informieren über ihre Produkte und Leistungen, so auch die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG), die mit ihrem Programm „Sicher – Warm – Geborgen“ auf die Bedürfnisse der Generation 50+ eingeht. Ein begleitendes Informations- und Unterhaltungsprogramm mit einem Gesundheitsparcours – gestaltet durch die Aussteller – lässt den Messebesuch zu einem Erlebnis werden.

 

SSC: Es gibt einen Ruf zu verteidigen

16. April.2008

SWG präsentiert das Spiel gegen Rote Raben aus Vilsbiburg

Drei Spieltage vor Saisonschluss ist in der Schweriner Volleyballhalle am Lambrechtsgrund wieder Hochspannung angesagt. Am 18. April spielt der SSC in der Meisterrunde gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg. Das Spiel wird präsentiert von der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft - SWG, eine der größten Genossenschaften in Mecklenburg-Vorpommern. Sie feierte im vergangenen Jahr ihr 50. Betriebsjubiläum und ist schon seit einigen Jahren Sponsor für die Volleyball-Damen des SSC in der 1. Bundesliga. Ihr Erfolg ist nicht die Anzahl von gewonnenen Pokalen und Meisterschaften sondern die Anzahl zufriedener Mieter. Mit Vilsbiburg kommt der klare Titelanwärter aus Bayern in die nördliche Landeshauptstadt. Doch zu meinen, den SSC mal so im Vorbeigehen vernaschen zu können, kann zu einem gefährlichen Trugschluss führen. Tore Aleksandersens Mannschaft ist mit allen Wassern gewaschen. Sie hat es in dieser Saison als einziges Erstligateam geschafft, siegreich die Halle in Vilsbiburg zu verlassen. Das geschah in dem legendären Spiel am 27.11.07. Ausgerechnet auf die starke Mittelblockerin Patricia Thormann musste Tore verletzungsbedingt damals verzichten. Und die Außenangreiferin Julia Retzlaff hatte nach ihrer neunmonatigen Verletzungspause noch eine gewisse Schonzeit. Manch ein mitgereister Schweriner meinte schon: Jetzt ziehen sie uns das Fell über die Ohren. Doch alle Spielerinnen gaben ihr Bestes und siegten am Ende 3:2. Viel Beifall heimsten die Schwerinerinnen beim Rückspiel in der Hauptrunde am 23. Februar gegen Vilsbiburg in eigener Halle ein. 3:0 hieß das Ergebnis für den SSC. Erst die Meisterrunde deckte die Verwundbarkeit des SSC gegenüber den Roten Raben auf. Er verlor am 20. März 3:0 in Vilsbiburg. Nun wollen die Mädels des Schweriner SC mit lautstarker Unterstützung der Fans den Spieß umdrehen. Wenn schon nicht die Meisterschaft, dann gilt es wenigstens den guten Ruf im deutschen Volleyball als mehrfacher Meister, Vizemeister und Pokalsieger zu verteidigen. Vilsbiburgs größte Erfolge waren bisher der Vizemeister 2004/05 und 2005/06. „Es heißt Daumen drücken und die Mannschaft anfeuern, denn gerade in Zeiten, in denen nicht alles optimal läuft, geben erfolgreiche Spiele wieder Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben“, lautet die Botschaft des Vorstandes der SWG für dieses Spiel.

 

Überraschung für Kletteraffen

11.04.2008

SWG bereichert Großen Dreesch mit neuem Spielplatz

Just zum richtigen Zeitpunkt, kurz bevor die Kleinen im Frühling wieder die Spielplätze erobern, hat die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) ein neues Reich für die jüngsten Dreeschbewohner geschaffen. Am Montag wurde am Montessori-Kinderhaus in der Robert-Havemann-Straße 16, auf einem 370 Quadratmeter großen Areal eine Kletterkombination errichtet, die aus einem Vier-Eck-Turm, einer Rutsche und einer kleinen Hängebrücke besteht. Hinzu gesellte sich außerdem eine Schaukel mit einem Schaukelsitz und einem Kleinkindersitz sowie zwei Federwippen. Das Spielgelände ist von der Kindergartenfreifläche mit einem Metallzaun und einer Tor-Türanlage abgegrenzt, um so umliegenden Bewohnern zu bestimmten Zeiten den Zugang zu ermöglichen. „Ziel ist es, eine attraktive Spielstätte für die Kleinsten aus dem angrenzenden Wohnbereich zu schaffen, egal, ob ihre Eltern Mieter bei der SWG sind oder nicht“, sagt Gabriele Szymanski, SWG-Abteilungsleiterin für dieses Quartier. „Die Maßnahme haben wir vereinbart mit dem Diakoniewerk Neues Ufer, dem das Montessori-Kinderhaus gehört.“ Die Lütten aus der Kita werden den Spielplatz denn auch tagsüber nutzen. Ab 16 Uhr steht er aber der Allgemeinheit zur Verfügung. Das trifft auch für die Wochenenden und Feiertage zu.
Die Finanzierung der gesamten Maßnahme, ausgenommen der beiden Federtiere, sowie die Pflege des neuen Bürgerspielplatzes obliegt der SWG. Um die Wartung und Instandhaltung kümmert sich das Diakoniewerk. pm/ SWG


Damit die neuen Spielgeräte wie eine Eins stehen, werden sie von Detlef Hanhus (li.) und Hannes Möller von der Firma Jolitz und Söhne mit einem Fundament gesichert
Foto: swg

 

So wohnen Glückspilze

05.04.2008

Wer hätte das gedacht: Fast ein Sechstel aller Schweriner sind Glückspilze. Nicht etwa, weil sie so oft im Lotto gewinnen. Sondern weil sie das richtige Los wählten und sich bei der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) ein Dach über dem Kopf gesucht haben. „So Wohnen Glückspilze“, wirbt denn auch das Unternehmen, das sich längst über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus einen Namen gemacht hat.

Wie überall in Ostdeutschland waren auch Schwerins Plattenbaugebiete in den vergangenen Jahren geprägt von Abwanderung und zunehmendem Leerstand. Um den Trend aufzuhalten, zogen kluge Köpfe der SWG frühzeitig die Notbremse. „Wir haben etliche Förderprogramme genutzt, um unsere Häuser bedarfsgerecht zu modernisieren“, blickt Vorstandsvorsitzender Wilfried Wollmann zurück. „Aushängeschild ist das Modellvorhaben im Stadtteil Neu Zippendorf – ein Plattenbaugebiet, das sich nur einen Katzensprung vom idyllischen Schweriner See befindet.“ Hier, in der Tallinner und Vidiner Straße, verwandelten sich fünfgeschossige Wohnblöcke in Stadtvillen. Dachterrassen, Aufzüge, Balkone, großzügige Wohnräume und vor allem viel Grün vor der Tür strahlen so eine Behaglichkeit aus, dass die Nachfrage ungebrochen ist.
Doch nicht nur in Neu Zippendorf hinterließ die SWG ihre Spuren. Heute verfügt kein Anbieter in Schwerin über eine derart breite Palette an bezahlbaren, altengerechten Wohnungen. Mittlerweile erkennen auch immer mehr jüngere Menschen die Vorteile, die eine Genossenschaft mit sich bringt. Bietet diese Alternative zwischen Miete und Eigenheim doch besten Schutz vor Mietwucher und garantiert obendrein lebenslanges Wohnrecht. Nicht zu vergessen das hohe Mitspracherecht. Jedes Wohnquartier wählt einen Vertreter, der einen kurzen Draht zur SWG hält, Ideen weiterleitet und Probleme anspricht. Natürlich sind auch die 70 Mitarbeiter persönlich für jeden Mieter da. Eine eigens geschaffene Abteilung „Soziales Management“ kümmert sich unter anderem um das Miteinander in zahlreichen Nachbarschaftstreffs.
Wie stark die SWG und Schwerin zusammengehören, zeigte sich jüngst, als das Unternehmen zum 50-Jährigen Jubiläum einlud: 12 000 Menschen feierten die größte Party aller Zeiten im Schweriner Zoo. Keine Frage, dass bei so viel Sympathie die Gemeinschaft der SWG-Glückspilze wohl noch weiter wachsen wird.
 

 

Grünes Tor für Neu Zippendorf

11.04.2008

SWG verschönert Kreuzung Grünes Tal mit BUGA-Dreiecken/ Aufruf an alle Mieter

Die Bundesgartenschau 2009 rückt näher und näher. Rund ums Schloss wird fleißig gepflanzt und gestaltet. Das steckt an. Damit es überall in Schwerin hübsch aussieht, greifen immer mehr Unternehmen zum Spaten. Auch die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) ging am Mittwoch (9. April) mit gutem Beispiel voran. Sie gestaltete an der Kreuzung Grünes Tal ein farbenfrohes Eingangstor für Neu Zippendorf. „Wir haben hier eine größere Fläche mit so genannten BUGA-Dreiecken bepflanzt“, sagt Gebietsleiterin Gabriele Szymanski. „Die einige Meter großen Dreiecke werden in den Farben der SWG erstrahlen, also in orange, grün und blau. Ein Beet wurde mit Kirschlorbeer bestückt und eins mit Goldteppich. Ein weiteres Feld bepflanzen wir im Herbst mit Frühblühern, so dass die 2009 ihre Köpfe raus stecken.“ Außerdem hat sich die SWG bereit erklärt, die 640 Quadratmeter große Rasenfläche, die die Dreiecke umschließt, zu pflegen. Hierfür wurde eigens mit der SDS der Stadt Schwerin eine Nutzungs- und Pflegevereinbarung getroffen.
Mit der Aktion will die SWG ein Zeichen setzten. „Wir möchten, dass der Funke überspringt und sich unsere Mieter leidenschaftlich in die BUGA 2009 mit einbringen“, sagt Vorstand Margitta Schumann. „Es wäre schön, wenn die Schweriner ihre Vorfreude in andere Regionen tragen. Die Urlaubszeit steht vor der Tür. Und deshalb verteilen wir an all unsere Mieter kleine BUGA-Aufkleber.“ Wer diesen Aufkleber auf sein Auto heftet und dann an die Ostsee, nach Süddeutschland oder ins Ausland verreist, macht Werbung für die BUGA in unserer schönen Stadt. Doch auch wer Zuhause bleibt, kann mithelfen, die BUGA zum Blühen zu bringen. Margitta Schumann schlägt vor: „Lasst uns die Mietergärten und Balkone liebevoll gestalten und in kleine Oasen verwandeln.“   pm/ SWG


Ein frischer Farbtupfer sind die jüngst von der SWG angelegten BUGA-Dreiecke an der Kreuzung Grünes Tal.
Foto: swg

 

Neu Zippendorf verändert sein Gesicht

10.03.2008

Der Rückbau von Plattenbauten ist aufwändig und kostenintensiv

In kaum einer anderen Stadt sind die Plattenbaugebiete so idyllisch gelegen wie in Schwerin. Vom Mueßer Holz, Neu Zippendorf und Großen Dreesch ist es nur ein Katzensprung bis zum Schweriner See oder zum Zoo. Außerdem liegen Bus und Bahn quasi direkt vor der Haustür. Und doch herrscht in den Plattenbauten ein nicht zu übersehender Leerstand. In Neu Zippendorf sind es zirka 9,2 Prozent und im Mueßer Holz gar doppelt so viel.

Doch die Zahlen sagen nichts aus über das, was in den Gebieten passiert ist. Um die Quartiere aufzuwerten und Freiräume für Grünflächen zu schaffen, haben Wohnungsunternehmen in den vergangenen Jahren zahlreiche Häuser abgerissen. Bis Ende 2007 wurden aus dem Programm Stadtumbau Ost mit Mitteln des Bundes und des Landes 2526 Abrisse, einige davon als Rückbau, gefördert“, so Reinhard Huß vom Baudezernat der Stadt. In diesem Jahr würden weitere 672 Wohnungen verschwinden. Inzwischen wird das Hauptaugenmerk aber nicht mehr nur auf den kompletten Abriss gelegt. Wohnungsunternehmen wie die Schweriner Wohnungs-baugenossenschaft (SWG), die in den vergangenen Jahren 808 Wohnungen vom Markt nahm, konzentrieren sich darauf, die Stadteile in attraktive Quartiere umzuwandeln. Geschehen ist dies beispielsweise in der Tallinner/ Vidiner Straße, wo Fünfgeschosser teilweise in schicke Stadtvillen umgewandelt wurden. „Das Modellprojekt fand bundesweit und international so viel Beachtung, dass selbst Gruppen aus dem Baltikum anreisten“, erinnert sich Gabriele Szymanski, Diplom-Bauingenieurin bei der SWG.
Voll ist inzwischen die Liste derjenigen, die auf diesem Teil des Großen Dreesches leben wollen.
Ähnlich schön soll es jetzt in der Wuppertaler Straße werden, wo die Schweriner Wohnungs-baugenossenschaft gerade dabei ist, weitere Fünfgeschosser zu kappen. Hier, zwischen Zippendorf und Berliner Platz, wird im Sommer auch ein neues SWG-Nachbarschaftszentrum Einzug halten, das einmal Anlaufpunkt für alle Generationen sein soll. Doch der Rückbau der Plattenbauten gestaltet sich als gar nicht so einfach. „Es ist ein äußerst komplexer Vorgang, bei dem der Arbeitsschutz die zentrale Rolle spielt“, weiß Gabriele Szymanski, die schon viele solcher Vorhaben begleitete und inzwischen als Expertin auf diesem Gebiet gilt. „Wände und Deckenplatten müssen einzeln demontiert und dann mit einem Kran abgetragen werden. Freistehende Außenwände werden danach gesichert. Die Baustelle wird ständig von einem Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator kontrolliert.“
Viel Arbeit mache auch die Beseitigung des Sondermülls. Mühevoll müssen Berge von Sonderabfall wie Asbest, Mineralwolle und teerhaltige Produkte getrennt und entsorgt werden. Für die Wohnungsunternehmen ist das sehr kostenintensiv. Zwar gibt es durch das Stadtumbauprogramm Ost Zuschüsse von Bund und Land, die bisher 60, zukünftig 50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche betragen. Doch damit lassen sich nur die Kosten für einen Komplettabriss decken. Beim Teilrückbau und Abriss einzelner Aufgänge liegt der Aufwand bei mehr als 130 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.


Abteilungsleiterin Gabriele Szymanski:
Beim Rückbau der Plattenbauten in der Wuppertaler Straße müssen Berge von Sondermüll beseitigt werden.
Foto: swg

 

SWG lockt junge Familien nach Neu Zippendorf

10.03.2008

Der Rückbau der Fünfgeschosser in der Wuppertaler Straße ist in vollem Gange. Nachdem die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) im Vorjahr einige Plattenbauten in farbenfrohe, architektonisch interessante Häuser verwandelte, werden bis zum Sommer weitere der in den 1985-er Jahren errichteten Blöcke ihr Gesicht verändern.
In einem der zurück gebauten Häuser wird auch ein neues Nachbarschaftszentrum seinen Platz finden, welches alle Generationen anlocken soll. Denn die SWG will künftig verstärkt jungen Familien ein Leben in den neu gestalteten Quartieren schmackhaft machen. Bisher hatte das Wohnungsunternehmen das Hauptaugenmerk vor allem auf altengerechtes Wohnen gelegt. „Doch gerade Neu Zippendorf ist so traumhaft nahe am Schweriner See gelegen, dass sich alle Generationen hier wohl fühlen werden“, ist sich Vorstand Margitta Schumann sicher. „Deshalb würden wir uns freuen, wenn in der Wuppertaler Straße viel Kinderlachen zu hören ist, zumal Zoo, Strand und Kita gleich um die Ecke liegen. Was wir möchten ist, Generationen durch das Schaffen von familien- und altenfreundlichem Wohnraum wieder näher zueinander bringen. Dazu fühlen wir uns als Genossenschaft einfach verpflichtet. Und wir möchten junge Familien mit Kindern überzeugen, dass das Wohnen in der Genossenschaft sicherer und sozialer ist.“

Mit ihrem Engagement gelingt es der SWG scheinbar auch, den starken Bevölkerungsrückgang zu stoppen. Dieser führte dazu, dass im Stadtteil der Leerstand bei über 10 Prozent liegt. Dass der Trend aufzuhalten ist, zeigt deutlich das Modellquartier Tallinner/ Vidiner Straße, welches sich in der Nähe des Berliner Platzes befindet. Moderne Stadtvillen, Dachterrassen, verglaste Balkone, Nutzergärten üben so einen Reiz aus, dass die Nachfrage nach hiesigen Wohnungen ungebrochen ist. Auch deswegen sind die Mitarbeiter der SWG zum großen Teil davon abgerückt, ganze Blöcke abzureißen. „Den Plattenbauten kann so schnell niemand etwas anhaben“, sagt SWG-Diplom-Bauingenieurin Gabriele Szymanski. „Die sind sehr robust, denen passiert nichts.“    pm SWG

 

SWG baut Zentrum für Jung und Alt

20.02.2008

Neu Zippendorf • Bis zum Sommer 2008 wird in der Wuppertaler Straße 53 aus einem zurück gebauten Plattenbau ein Nachbarschaftszentrum entstehen. Es wird ein wichtiger Anlaufpunkt für Menschen aller Altersgruppen im Quartier sein und zu einem Ort für das generationenübergreifende Stadtgespräch werden.
Der Bau des neuen Nachbarschaftszentrums interessiert auch bundesweit die Fachleute und wird gefördert. Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft ist in Neu Zippendorf schon seit Jahren im Stadtumbau aktiv und schafft Schritt für Schritt durch die Umgestaltung der einzelnen Quartiere ein verändertes Stadtbild. Seit kurzem strahlen auch die farbenfrohen und modern geschnittenen Häuser in der Wuppertaler Straße 38-45 Leben aus. Junge Familien, aber auch ältere Menschen -in den Häusern 44 und 45 sind die Wohnungen extra auf sie zugeschnitten -richten sich wohnlich ein. Sie und auch die zukünftigen Bewohner, die in den jetzt leer gezogenen und noch umzubauenden Gebäuden im nächsten Jahr ein neues Zuhause finden, sollen sich wohlfühlen in „ihrem Wohnquartier“. Doch das ist nicht allein durch die Verbesserung der Wohnung zu erreichen. In einem bundesweiten ExWoST - Forschungsprogramm mit der Bezeichnung „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“ wurde unsere Genossenschaft als einziges Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ausgewählt, mit dem Umbau des Quartiers Wuppertaler Straße und dem Aufbau eines neuen Nachbarschaftszentrums neue Impulse für ein generationenübergreifendes Zusammenleben auszulösen. Das Zentrum wird eine Vielzahl von attraktiven Nutzungen bieten und ein Baustein auf dem Weg vom Wohnen zum Leben im Quartier sein. Bewohnerinnen und Bewohner sollen sich aktiv mit ihren Interessen, Erfahrungen und Ideen in den Umbau und die Nutzung des neuen Treffs einbringen. Schon jetzt ist das Interesse von allen Seiten riesengroß. Zur Fortführung des Dialog- und Beteiligungsprozesses wird durch die Projektbegleiter BiP Berlin und BPW Hamburg Anfang 2008 eine Mieterbefragung im Wohngebiet durchgeführt, für die sich die Genossenschaft eine hohe Beteiligung wünscht. Neben allgemeinen Fragen zur Wohnzufriedenheit, zum Umfeld und zur Freizeitgestaltung wird auch die Bereitschaft zur Mitwirkung und zur Nutzung des neuen Nachbarschaftszentrums erfragt.    pm/ SWG

 
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