Mehr als nur Katzenwäsche |
März 2009 |
Sozialkaufhaus im Mueßer Holz eröffnet Waschstube
Für bedürftige Menschen aus den
Stadtteilen Neu Zippendorf und Mueßer Holz gibt es seit
kurzem im Sozialkaufhaus in der Keplerstraße 24 eine
Waschstube. Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft
(SWG) stellte hierfür eine komplette 3-Raumwohnung
mietfrei zur Verfügung. |
Mini Bauerngarten zum Lustwandeln |
März 2009 |
SWG ließ in Lankow einen bunten Schaugarten gestalten
Wer sich nicht sicher ist wie er
seinen Garten zur Buga herausputzen kann, der sollte mal
einen Abstecher nach Lankow machen. Hier, an der großen
Kreuzung Gadebuscher Straße/ Greifswalder Straße gibt es
seit vergangenem Wochenende einen kleinen begehbaren
Schaugarten. |
Wie verändert sich unser Quartier? |
März 2009 |
Einige Neu Zippendorfer wollen Stadtteilwandel mit besonders wachen Augen begleiten
Es gibt Menschen, die fühlen sich
in Neu Zippendorf so wohl, dass sie ihr Zuhause gegen
kein anderes eintauschen würden. Brigitta Schmekel ist
so eine. Vor ein paar Jahren zog sie von Friedrichsthal
in die Tallinner Straße. „Das von der SWG initiierte
Modellprojekt Tallinner/ Vidiner Straße hat mir so
gefallen, dass ich zu meinem Mann sagte, ich möchte
gerne dort wohnen.“ Diese Entscheidung habe sie nicht
eine Sekunde bereut. |
Wohnungsbesichtigung jetzt auch samstags möglich |
Februar 2009 |
SWG gestaltet Öffnungszeiten mieterfreundlicher
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Bereits ab Februar hat die
Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft in ihren beiden
Geschäftsstellen in der Leonhard-Frank-Straße 35
(Weststadt) und der Lomossowstraße 9 (Mueßer Holz)
folgende neue Öffnungszeiten eingeführt:
Zudem können Besichtigungstermine für Wohnungen auch Freitagnachmittag und Samstag erfolgen. Damit passt sich die Genossenschaft den Wünschen der Besucher weiter an. Darüber hinaus lassen sich individuelle Termine vereinbaren unter (0385) 74 50-0. |
„Wohnen ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf“ |
Februar 2009 |
Bundesbauministerium zeichnet SWG für Engagement in Neu Zippendorf aus
Sind die Plattenbaugebiete
zukunftsfähig? Darüber zerbrachen sich Mitte der 1990-er
Jahre noch viele Stadtplaner den Kopf. Inzwischen ist
klar: Die Platte lebt und die Zukunft sieht gut aus.
Zumindest in Schwerin, wo die Kommune zusammen mit
Wohnungsunternehmen den Stadtumbau mächtig vorantreibt.
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Was zum Schmunzeln |
Dezember 2008 |
Für Werner Brauer ist Lesen und Schreiben der schönste Zeitvertreib
Wer
hätte das gedacht. Werner Brauer hielt im neuen
SWG-Nachbarschaftszentrum die erste Lesung und schon waren
alle Plätze in der Wuppertaler Straße 53 besetzt. Der
64-Jährige Schweriner, der in der Hamburger Allee zu Hause
ist, nahm es mit Wohlwollen zur Kenntnis. Er las aus seinem
Buch „Gedanken und Spaziergänge“ vor – ein Sammelsurium aus
Kurzgeschichten und Gedichten zum Schmunzeln und Nachdenken.
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SWG sorgt für Geborgenheit im Alter |
15.11.2008 |
Wer
wünscht sich nicht, in den eigenen vier Wänden alt zu
werden? Bei der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft
erfüllen sich viele Menschen diesen Traum. Denn kein
Anbieter in Schwerin verfügt über eine derart breite Palette
an bezahlbaren altengerechten Wohnungen. Schon seit Jahren
hat die Genossenschaft bei allen Projekten den immer größer
werdenden Bedarf an altengerechten Wohnungen mit oder ohne
Betreuungsangebote im Blick. Um das Leben schöner und
leichter zu gestalten, wurden Aufzüge, Balkone, Terrassen
oder Mietergärten geschaffen. Die Schweriner danken es. Nach
wie vor genießt die SWG einen hervorragenden Ruf. Doch
Genossenschaft ist mehr als nur Wohnen. Es wird viel Wert
auf ein freundliches Zusammenleben gelegt. Neben attraktiven
Serviceleistungen im Alter sorgen die
SWG-Nachbarschaftstreffs für reichlich Kontaktmöglichkeiten
in netter Atmosphäre. Wer zur SWG gehört, kann gelassen in die Zukunft blicken. |
Neu Zippendorfern kribbelt es in den Beinen |
10.11.2008 |
Im neuen SWG-Nachbarschaftszentrum gehen die ersten Arbeitsgruppen an den Start
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Gebildet haben sich zu alledem auch die AG Handarbeit, die schon bald zum fröhlichen Adventsbasteln einlädt sowie die AG Lesen. Letztere möchte in der nahen Astrid-Lindgren-Schule leseschwachen Kindern helfen. Andererseits sollen lesestarke Schüler, die im Unterricht zu wenig gefordert werden, in Alten- und Pflegeheimen vorlesen. Es tut sich also was im genenerationenübergreifenden Nachbarschaftszentrum, ohne dass die SWG den Quartiersbewohnern fertige Angebote vorsetzt. Diese sollen schließlich selber aktiv werden und sich zusammenfinden. Wer neugierig ist und sich vorstellen kann, bei den Arbeitsgruppen dabei zu sein, wendet sich am besten an die Wohngebietsbetreuerinnen Kerstin Archut und Britta Genso vom Verein Hand in Hand. Die sind während der Woche zumeist von 9 bis 16 Uhr vor Ort. Feste Sprechzeiten bieten sie Montag und Mittwoch von 11-12 Uhr an. Telefonisch sind sie unter 0385-304 12 91 zu erreichen. Weitere Infos zum Nachbarschaftszentrum und den Treffs „Nebenan“ finden sich auf www.hand-in-hand-schwerin.de. |
Frisch gebackene Immobilienkauffrauen starten ins Berufsleben |
28.09.2008 |
Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) bildet seit Jahren Lehrlinge auf hohem Niveau aus
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Das nötige Rüstzeug für den Beruf der Immobilienkauffrau haben sich Saskia Dwars und Katharina Wilk in allen Abteilungen erworben. Um den Betrieb kennen zu lernen, sind sie in der allgemeinen Verwaltung gestartet. Dann ging es in die Hausverwaltung. Da erfuhren sie, wo sich die SWG-Immobilien, in denen immerhin ein Sechstel aller Schweriner leben, eigentlich befinden. Anschließend fanden sie sich in der Miet- und Finanzbuchhaltung sowie Betriebskostenabteilung wieder. Um Zahlen drehte sich auch alles im Bereich Finanzierung und Liegenschaften. Praxisnah ging es beim Praktikum im Grundbuchamt der Stadt und im Immobiliencenter der Sparkasse zu. Lernen mussten sie als Immobilienkaufleute zudem, welche Aufgaben das Landesförderinstitut oder Kataster- und Liegenschaftsamt haben und wie Planungsbüros und Stadtplanungsämter ticken. Auch die soziale Schiene kam bei ihrer Ausbildung nicht zu kurz. Saskia Dwars und Katharina Wilk steckten ihre Nase ins soziale Management und den Verein „Hand in Hand“. Die beiden können sich freuen. Sie kommen bei der SWG unter und starteten im August ins Berufsleben. |
Oase für alle Generationen |
15.09.2008 |
Nachbarschaftszentrum bei SWG-Sommerfest eingeweiht
Kinder
der Kita Mosaik überreichten dem Vorstandsvorsitzenden der
SWG ein selbstgemaltes Bild für das neue
Nachbarschaftszentrum.Die Erwartungen sind groß: Das war am vergangenen Freitag (29.08.2008) zu spüren, als die SWG zusammen mit vielen Gästen während ihres Sommerfestes das neue Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler Straße 53 eröffnete. „Bisher gab es nur uns in diesem Quartier, ansonsten war nichts los“, sagte Renate Kiencke, Leiterin der nahe gelegenen Kita Mosaik. „Jetzt freuen wir uns auf das Nachbarschaftszentrum. Ich glaube, dass wird toll. Wir werden hier Billard und Tischtennis spielen. Und für unsere Hortkinder ist der Computerraum ideal, um Hausaufgaben zu erledigen. Schließlich hat nicht jede Familie einen Computer zu Hause.“ Im Gegenzug stellte sich Renate Kiencke vor, dass Besucher des Nachbarschaftszentrums in der eigenen Kita die Sauna, den Mittagstisch oder Sportveranstaltungen nutzen könnten. Über solche Pläne freute sich Vorstandsvorsitzender Wilfried Wollmann. Denn schließlich solle das Zentrum künftig nicht nur Senioren offen stehen, sondern allen Generationen. „Es wird das geistige Zentrum dieses Quartiers werden, das wir im nächsten Jahr angehen werden.“ |
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Wie es hier einmal sein wird, war am Freitag schon zu
erahnen. Jung und Alt genossen das SWG-Sommerfest. Ein
Seifenkistenrennen, eine Modenschau, Livemusik, Kleinkunst
und vieles mehr sorgten für Stimmung. Die kleinen Besucher
tobten sich beim Piratencamp aus oder lauschten der
Puppenspielerin. |
SWG lädt zum Sommerfest ein,
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29.08.2008 |
Hereinspaziert in das neue Nachbarschaftszentrum in Neu Zippendorf
Das
SWG-Nachbarschaftszentrum sorgt bundesweit für Aufsehen. Am
29. August wird es zusammen mit den Schwerinern bei einem
großen Sommerfest feierlich eingeweiht. In Neu Zippendorf verwandelte die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) gerade einige Fünfgeschosser in farbenfrohe Häuser. Die Gebäude in der Wuppertaler Straße lassen erahnen, was hier rings herum in den nächsten Jahren passieren wird. „Wir wollen hier ein Quartier schaffen, in dem sich alle Generationen wohl fühlen“, sagt Vorstand Margitta Schumann. Weil das nicht von heut auf morgen gelingt, wurde das Nachbarschaftszentrum gebaut. Es soll das Herz des Stadtteils werden und ihm neue Impulse geben. |
Wer
mehr erfahren möchte, sollte sich am 29. August auf den Weg
in die Wuppertaler Straße machen. Nach der offiziellen
Schlüsselübergabe, zu der Politiker von Stadt, Land und Bund
erwartet werden, startet um 14 Uhr das große
SWG-Sommerfest.„Wir laden alle ein, sich das Nachbarschaftszentrum von innen anzusehen“, so Margitta Schumann. „Außerdem wartet ein abwechslungsreiches Programm auf Jung und Alt. Geplant sind ein Seifenkistenrennen, eine Modenschau, eine Märchenstunde aus 1000 und einer Nacht, viel Livemusik, ein kleiner Trödelmarkt und es gibt eine Pirateninsel, auf der sich die Kleinen mal so richtig austoben können.“ |
Das anscheinend Unmögliche |
23.06.2008 |
Sozialberaterin Carola Hoffmann hilft Mietern denen das Wasser
bis zum Hals steht
Beinahe täglich besucht Carola Hoffmann Menschen, die in
Schuhkartons voll unbezahlter Rechnungen starren. Männer und Frauen,
die sogar ihre Miete nicht begleichen können. Alleine aus der
Sackgasse zu finden, schaffen die wenigsten. Carola Hoffmann vom
Verein „Hand in Hand“ hilft, aus der Misere herauszufinden. Denn die
Straße ist kein guter Ausweg.
Die
Frau mag um die 50 sein. Sie schweigt. Ihre Augen, an denen schwere
Tränensäcke hängen, blicken müde geradeaus. Sie hat es sich
abgewöhnt zu reden. Es ist ja niemand da, der zuhört. Doch heute ist
nicht irgendein Tag. Jemand sitzt gegenüber auf dem Sofa. Und dieser
jemand heißt Carola Hoffmann.
Die Sozialberaterin vom Schweriner Verein „Hand in Hand“ geht die
Sache ruhig an. Und so erfährt sie nach und nach von der verzwickten
Lage, in der sich die Frau befindet. Dass die Mietschulden hat, weiß
Carola Hoffmann längst. Deshalb ist sie ja hier. Das ist ihre
Mission. Solche Menschen sucht sie gezielt auf. Und dabei gelingt
Carola Hoffmann häufig das scheinbar unmöglich. Zum ersten Mal
spüren die „Vergessenen“ wieder Hoffnung und Energie in sich. Sowie
bei dieser Frau. Die irgendwann doch anfängt zu reden, die von all
den Höhen und Tiefen ihres Lebens erzählt. „Wie sie das früher alles
geschafft haben?“, sagt Carola Hoffmann mit anerkennendem Nicken.
„Wenn sie das damals bewältigt haben, kriegen wir das jetzt auch
hin.“
Die Sozialberaterin wird der Frau klar machen, dass nicht alles zu
spät ist. Gemeinsam schauen sie sich die finanzielle Situation an.
Wo ist noch ein Sümmchen abzuknapsen, wie gelingt es, wieder Miete
zu zahlen, um eine Zwangsräumung zu verhindern? „Winzige
Ratenzahlungen sind noch möglich“, stellt Carola Hoffmann fest. Da
huscht zum ersten Mal ein leichtes Lächeln über das Gesicht der
Frau.
Wohl die wenigsten würden ihren Job mit dem von Carola Hoffmann
tauschen wollen. Ihr hingegen macht die Arbeit Spaß. Nach Jahren in
der Verwaltung ist sie ihrer eigentlichen Berufung gefolgt. Sie, die
etliche fundierte psychologische Fortbildungen hinter sich hat, ist
fasziniert von Menschen und deren Lebensgeschichten. Deshalb ist sie
beim Verein „Hand in Hand“ hängen geblieben. Dieser wurde vor zehn
Jahren von der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) ins Leben
gerufen, um sich in den Plattenbaugebieten sozial zu engagieren.
Carola Hoffmann ist sozusagen im Auftrag der Genossenschaft
unterwegs. Indem sie sich um die „Problemkinder“ kümmert, kommt sie
dem Genossenschaftsgedanken des nachbarlichen Miteinanders nach.
Natürlich hat so ein großes Wohnungsunternehmen auch ein Interesse
daran, weiteren Leerstand vorzubeugen. „Warum sollen sie auch nicht
um diese Mieter kämpfen?“, fragt sich Carola Hoffmann. „Meistens
handelt es sich um friedliche Menschen, bei denen es keine
Beschwerden wegen Lärmbelästigung gibt.“ Hoffmann erfährt oft große
Dankbarkeit, dass sich überhaupt jemand kümmert. Sie weiß: „Bei
vielen haben sich die sozialen Kontakte längst abgebaut. Ich bin oft
die erste, der sie all ihre Probleme erzählen.“ Um die Zwangsräumung
zu verhindern, kommt die Sozialberaterin früh zum Einsatz. Oft schon
nach zwei Monaten Mietschulden und Funkstille auf der anderen Seite.
So pendelt sie zwischen den Schweriner Plattenbaugebieten hin und
her.
Beunruhigend findet Carola Hoffmann, dass sich die Lage verschärft.
„Das Thema Mietschulden betrifft inzwischen alle Altersgruppen. Auch
sehr viele jüngere Leute um die 20, die sich 0ine Bude mieten und
gucken , wie das geht.“ Der Verlust der Arbeitsstätte sei ganz klar
eine Ursache für Verschuldung. Aber seit zwei Jahren beobachtet die
Sozialberaterin, dass immer mehr Menschen mit Arbeit in Bedrängnis
geraten, weil sie so schlecht bezahlt werden. Und sie fühlt eine
wachsende Gleichgültigkeit, die auch vor der Zahlung der Miete nicht
Halt macht. „Es gibt heutzutage ganz viele Menschen, die keine
Prioritäten setzen können und denen jegliche Eigenverantwortung
fehlt.“
Carola Hoffmann macht sich halt so ihre Gedanken. Und weil die
Gedanken im Laufe der Jahre immer mehr wurden, fing sie irgendwann
an, sie in Worte zu gießen. Als Autorin erträgt sich das Leid
leichter. „Schöne Dinge kann ich nicht schreiben“, sagt sie. „Ich
fasse gern unangenehme Themen an und verarbeite sie in
sozialkritischen Geschichten.“ „Der Wind spielt mit der Lokustür“
heißt einer ihrer psychologischen Romane. In ihm erzählt Carola
Hoffmann, was eine emotionslose Kindheit für ein verkorkstes Leben
hinterlässt. Und das tut sie mit leisem Humor.
SWG steht auf gesunden Füßen |
23.06.2008 |
Wohnungsbaugenossenschaft investierte Millionen in Umbau und
Modernisierung
Zu einer Marathonsitzung entwickelte sich am 11. Juni die 18.
Vertreterversammlung der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft. Was
hat das Geschäftsjahr 2007 gebracht? Welchen Kurs fährt die
Genossenschaft in diesem Jahr? Fakt ist, die SWG hat das Gesicht der
Landeshauptstadt rasant verändert.
Bevor es im Casino des AOK-Gebäudes an die nackten Zahlen ging,
unternahmen die Teilnehmer einen bunten Ausflug ins Jahr 2009.
Jochen Sandner, Geschäftsführer der BUGA Schwerin 2009 GmbH gab eine
detaillierte Vorschau über die nahende Bundesgartenschau.

Anschließend rückte das Geschäftsjahr 2007 in den Mittelpunkt.
Auffällig ist, dass die SWG auch im Vorjahr wieder kräftig in den
Wohnungsbestand investiert hat - insgesamt 9,4 Millionen Euro für
Umbau und Modernisierung. Hierzu zählen beispielsweise Projekte in
der Edgar-Bennert-Straße in Lankow oder der Tallinner-/ Vidiner und
Wuppertaler Straße in Neu Zippendorf. In diesem Jahr werden die
Investitionen dagegen nur bei 3,9 Millionen Euro liegen. Damit will
sich die Genossenschaft unabhängiger von den Banken machen und der
Zukunft gestärkt entgegen treten.
Dennoch bleibt die SWG mit ihren Vorhaben auch in den nächsten
Jahren wichtigster Akteur im Stadtumbau der Landeshauptstadt. Rund
fünfzehntausend Menschen, also fast ein Sechstel aller Schweriner,
wohnen in SWG-Wohnungen. Ende 2007 bewirtschaftete die
Genossenschaft einen Wohnungsbestand von insgesamt 9696 Wohnungen.
Vom Markt nahm sie im Vorjahr insgesamt 111 Wohnungen.
Margitta Schumann, kaufmännischer Vorstand der Genossenschaft, sagte
in ihrem Lagebericht, dass es keine Alternative zum Rück- und
Teilrückbau gebe. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es
dauerhaft einen Leerstand geben wird.“ Die Anzahl der leer stehenden
Wohnungen bei der SWG sei zwar 2007 gegenüber 2006 konstant
geblieben. Es handele sich dabei aber um insgesamt 1250 Wohnungen.
Als Ziel nannte Schumann, den Leerstand in den nächsten Jahren auf
zehn Prozent zu senken. Die Modernisierung der Plattenbauten zahle
sich dabei aus. In diesen Bereichen liege der Leerstand, bedingt
durch Umzüge und kurzzeitige Freistände, bei unter zwei Prozent.
Nachfragen gab es bei der Vertreterversammlung zur Problematik der
Mietschulden. Bis Ende 2007 belaufen sich die Forderungen aus
laufenden und ehemaligen Mietverhältnissen auf fast eine halben
Million Euro.
Dennoch hat sich bei der SWG die positive Geschäftsentwicklung im
Jahr 2007 fortgesetzt. Die Genossenschaft erwirtschaftete einen
Jahresüberschuss von 1,1 Millionen Euro. Das kommt auch im Cashflow,
dem geldlichen Überschuss nach Abzug aller Kosten, von 9,1 Millionen
Euro zum Ausdruck.
„Damit wurden unsere Erwartungen in vollem Umfang erfüllt und eine
Stärkung der Ertragskraft der Genossenschaft erreicht“, so Margitta
Schumann. Die 56 anwesenden Vertreter lobten auf ihrer Versammlung
denn auch das gute Ergebnis und bestätigten einstimmig den
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2007. pm
Aufbruchstimmung in Neu Zippendorf |
21.05.2008 |
Erste Freiwillige nehmen für das künftige Nachbarschaftszentrum Wuppertaler Straße die Arbeit auf

Abteilungsleiterin Gabriele Szymanski von der SWG erläuterte auf
einer Impulsveranstaltung aufgeschlossenen Neu Zippendorfern das
Projekt Wuppertaler Straße 53.
Foto: swg
Wie lässt sich das SWG-Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler
Straße 53 mit Leben füllen? Darüber zerbrechen sich seit Anfang des
Jahres eine Menge Leute den Kopf. Jetzt fand in der Tallinner Straße
eine Impulsveranstaltung statt, zu der erstmals Bewohner aus dem
Quartier Neu Zippendorf eingeladen waren.
Das künftige Nachbarschaftszentrum dürfte in Sachen
Freizeitgestaltung keine Wünsche offen lassen. Es wird einen
Computerraum, einen Partyraum, einen Raum für Tischtennis, einen für
Sport und eine kleine Bibliothek beherbergen. Nicht zu vergessen der
große Veranstaltungsraum.
Doch trotz der reichlich vorhandenen Möglichkeiten kommt es vor
allem darauf an, was die Menschen aus diesem Haus machen.
„Das Nachbarschaftszentrum kann über Jahre nur am Leben erhalten
werden, wenn Leute sich mit einbringen und nicht jeder Handschlag
bezahlt werden muss. Wir sind deshalb dankbar, wenn uns schon jetzt
möglichst viele Augen und Ohren begleiten.“ Mit diesen Worten
begrüßte Jürgen Wörenkämper vom Verein „Hand in Hand“, dem Träger
des SWG-Nachbarschaftszentrums, die neugierigen Männer und Frauen,
die bei der ersten Impulsveranstaltung dabei waren. An Ideen
mangelte es denn auch nicht. Die Anwesenden wünschten sich einen
Mittagstisch, Sportangebote wie Nordic Walking,
Informationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen wie
Gesundheit, Behörden und Recht und einen Reparaturservice, der als
Tauschbörse organisiert wird. Zu einigen Themen konnten bereits zur
Vorbereitung erste Werkstätten gegründet werden.
Sicher werden in den nächsten Wochen noch weitere Ideen Gestalt
annehmen. Denn angedacht ist, dass die Wuppertaler Straße 53 einmal
Anziehungskraft auf das gesamte Quartier ausüben wird. Es soll nicht
nur Senioren ansprechen, sondern eine Oase für Jung und Alt sein.
Ähnlich wie beim Modellprojekt in der Tallinner/ Vidiner Straße
möchte die SWG in den nächsten fünf bis sechs Jahren das Quartier
unterhalb der Straßenbahnhaltestelle Berliner Platz attraktiv
umgestalten. „Dabei wollen wir den Weststadteffekt vermeiden“, sagt
SWG-Abteilungsleiter Jürgen Wörenkämper. „Weil dort ganz viele
Menschen seit Jahren zusammen leben, ist es für junge Leute
schwierig, Fuß zu fassen.“ Dass sich das Quartier rund um die
Wuppertaler Straße jüngeren Leuten öffnen wird, dagegen scheinen die
meisten Stadtteilbewohner Neu Zippendorf nichts zu haben. So
jedenfalls verdeutlichen es die Ergebnisse einer Milieustudie. Im
Januar hatte das Berliner Büro für Integrierte Planung (BIP) 2.976
Haushalte in Neu Zippendorf angeschrieben. Zurück kamen 538
Fragebögen, die kürzlich ausgewertet wurden. Immerhin die Hälfte der
Befragten sprach sich für eine Verjüngung des Quartiers aus. Um
junge Leute anzuziehen, plädieren viele für „mehr Freizeitangebote
und Nebenräume für Spiel- und Sportgeräte. Ebenso wurden „preiswerte
Mieten, moderne und sanierte Wohnungen“ angegeben. Zu alledem müsse
sich das „Image des Wohngebiets“ verbessern. Hierbei dürfte das
zukünftige SWG-Nachbarschaftszentrum im Quartier Neu Zippendorf eine
tragende Rolle spielen. Jetzt gelte es, das Zentrum mit Leben zu
füllen, so Jürgen Wörenkämper. „Und dafür brauchen wir noch viel
mehr Freiwillige. Menschen, die ihr Quartier lebens- und liebenswert
machen wollen.“ Ist auch Ihr Interesse geweckt worden, melden Sie
sich doch einfach unter der Telefonnummer (0385) 74 50 142.
Rentner haben niemals Zeit |
16.05.2008 |
Wohngebietsbetreuerin Kordula Winterfeld versüßt Menschen der älteren Generation das Leben
Kordula Winterfeld gehörte zu den ersten Wohngebietsbetreuern,
die im Jahr 2000 in den Plattenbau-Quartieren ihre Arbeit aufnahmen.
Ins Leben gerufen hatten das Projekt der Verein „Hand in Hand“ und
die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG). Zwei Jahre später
gab es für dieses Projekt den Preis „Soziale Stadt 2002“ vom
Bundesministerium. Wir waren neugierig und wollten sehen, wie es
Kordula Winterfeld heute geht.
Na meine Damen, wohin wollen wir denn diesen Sommer verreisen? An
die Nordsee? Die Augen der Frauen leuchten. Sie würden gerne, das
sieht Kordula Winterfeld ihnen an, aber gewachsen fühlen sich viele
diesem Abenteuer nicht mehr. Hingegen möchte niemand aus der Runde,
die sich im Nachbarschaftstreff „Nebenan“ in der
Friedrich-Engels-Straße 5 zusammengefunden hat, auf eine Kutschfahrt
in die Lüneburger Heide verzichten. „Na prima“, sagt Kordula
Winterfeld zufrieden. „Dann werde ich alles in die Wege leiten und
mich drum kümmern.“ Darin ist sie ohnehin geübt. Denn in ihrem
Nachbarschaftstreff gibt es viel, worum sie sich kümmern muss. Wie
eine Perlenkette ließen sich all die Veranstaltungen
aneinanderreihen, die die 53-Jährige anbietet: Von
Spielnachmittagen, Geburtstagsfeiern, Sport, Gedächtnistraining,
Fingerakrobatik (Puzzeln), Kino, Frühstück bis hin zu Ausflügen in
Schwerin ist alles vertreten. Gerade versucht sie herauszufinden, ob
die Herren und Damen auch mit ihren Rollatoren die Insel
Kaninchenwerder umrunden können. Beliebt bei den älteren
Herrschaften sind die Ausflüge ins Banzkower Solebad. Kordula
Winterfeld findet es schnuggelig, wie die Ausflügler dann ihre
Schwimmflügel aufstreifen, ins Wasser waten und sich vom Whirlpool
genüsslich massieren lassen. Einmal im Monat fährt die
Wohngebietsbetreuerin mit der Bahn zur Therme nach Bad Wilsnack.
Dabei hat sie häufig 30 Leute im Gepäck. Inzwischen hat sich unter
den Teilnehmern ein richtiges Gemeinschaftsgefühl entwickelt. „Ich
brauche nur fünf Telefonate führen und schon wissen alle Bescheid“,
sagt Kordula Winterfeld stolz. Ihr gelingt es, die Bewohner an das
Quartier zu binden. Und indem die Leute aus der
Friedrich-Engels-Straße und Umgebung ihren, wie sie sagt, kleinen,
aber feinen Treff nutzen, gestalten sie ihre Freizeit gemeinsam und
wachsen dadurch zusammen. Im Vorjahr kümmerte sich Kordula
Winterfeld um 247 Veranstaltungen, zu denen sie 1487 Teilnehmer
zählte.
Außer dem Nachbarschaftstreff hat die Wohngebietsbetreuerin aber
noch etwas anderes zu bewältigen. Sie betreut 44 Haushalte mit
insgesamt 63 Personen, die bei der SWG ein Wohnen mit Service im
Alter genießen. Während sie ihre Miete an die Genossenschaft zahlen,
geht an den Verein „Hand in Hand“ bei dem Kordula Winterfeld
angestellt ist, eine Betreuungspauschale. „Und dafür“, sagt sie,
„möchten sie von mir auch was haben, außer ein Guten Tag.“ Kordula
Winterfeld ist für sie da, egal wo und wann der Schuh drückt. Ob es
um Behördenkram, Stromanbieter, Essen auf Rädern oder
Haushaltshilfen geht – sie macht sich schlau und informiert die
Bewohner über Leistungen und Preise.
Manchmal klingelt morgens auch das Telefon und jemand braucht Hilfe,
weil es ihm nicht gut geht. Dann holt sie Rezepte, kontaktiert den
Hausarzt oder Verwandte. Mitunter weiß sie als Wohngebietsbetreuerin
besser Bescheid über den Zustand der Herrschaften, als die
Verwandten selbst. Und deshalb hört sie oft Sätze wie: Sagen Sie
mal, ich habe Mutti ein paar Tage nicht gekriegt, wie geht es ihr
denn so?“ Häufig bricht sie am Abend noch zum ein oder anderen
Hausbesuch auf. „Ach Gott, sind sie wieder so spät nach Hause
gekommen“, hört sie dann am nächsten Tag. Aber die Arbeit macht ihr
Spaß und die Senioren haben es ihr angetan. Aus diesem Grunde hat
sie sich abgewöhnt, auf die Uhr zu schauen.

Reisen hält jung. Im Nachbarschaftstreff „Hand in Hand“ suchen
Senioren gemeinsam mit ihrer Wohngebietsbetreuerin Kordula
Winterfeld (re) nach dem passenden Sommertörn.
Foto: swg
Nebenan ist es schön |
Mai 2008 |
Der „Verein Hand in Hand“ sorgt seit 10 Jahren für ein Miteinander in den Quartieren
Würden wir all die Dinge aufzuzählen, um die sich der „Verein
Hand in Hand“ so kümmert, wäre die Seite schnell gefüllt.
Stadtteilfeste, Lampionumzüge und SWG-Nachbarschaftstreffs sind nur
einige davon. Am 18. Juni wird „Hand in Hand“ zehn Jahre alt. Ein
guter Anlass, mal auf das Erreichte zurückzublicken.
Warum existiert der Verein überhaupt? Welches Ziel verfolgt er und
wer sind die Köpfe dahinter? Simple Fragen, die Jürgen Wörenkämper
wohl am besten beantworten kann. Er koordiniert heute die Geschicke
des Vereins und ist zudem Leiter der Abteilung Soziales Management
bei der SWG. „Die SWG fühlte sich als Genossenschaft einfach
verpflichtet, sich um soziale Aspekte zu kümmern und etwas für das
nachbarschaftliche Miteinander in den Quartieren zu tun“, sagt er.
„Deshalb fanden sich am 18. Juni 1998 Mitarbeiter der Schweriner
Wohnungsbaugenossenschaft und zahlreiche engagierte Personen und
Firmenvertreter aus Schwerin zusammen, um den Verein „Hand in Hand“
ins Leben zu rufen. Als Gründungsväter gelten vor allem der
ehemalige SWG-Vorstand Günter Graw und der heutige Vorstand Wilfried
Wollmann und Margitta Schumann.
Auslöser für die Initiative war übrigens der erste Neubau der
Genossenschaft, eine Servicewohnanlage im Alter in der Friesenstraße
9a, die eine Begegnungsstätte beinhaltete sowie der Treff in der
Lessingstraße 26a. Mit diesen beiden Einrichtungen begann die SWG
ihr soziales Management. Angesichts der allgemeinen Entwicklung in
den großen Neubaugebieten, war das ein wichtiger Schritt zur
richtigen Zeit. Denn über Jahre gewachsene Hausgemeinschaften lösten
sich auf, Wohnbedürfnisse änderten sich. Geringe Renten oder
Arbeitslosigkeit führten teilweise dazu, dass viele Menschen nicht
mehr am sozialen und kulturellen Leben teilhaben konnten.
Zum Mittelpunkt der Vereinsarbeit von „Hand in Hand“ entwickelten
sich daher die Nachbarschaftstreffs „Nebenan“. Sie sollten zur
wichtigsten Säule der Vereinsaktivitäten werden und helfen, die
Anonymität in den Wohngebieten abzubauen. Heute kann man von den
glorreichen Sieben sprechen. Der Andrang ist groß. Allein im Vorjahr
besuchten mehr als 18.000 Besucher insgesamt 1.478 Veranstaltungen.
„Viele der Treffs sind offen für alle, gleich ob sie SWG-Mieter sind
oder nicht“, sagt Jürgen Wörenkämper. „Stets nach dem Grundsatz:
Wenn sich unsere Nachbarn wohl fühlen, dann geht es auch unseren
Genossenschaftsmitgliedern auch gut.“ Damit alles gerecht zugeht,
gibt es in jedem Treff einen Bewohnerbeirat, der die Wünsche der
Besucher zusammenträgt und Veranstaltungen mitorganisiert. Zum
großen Teil werden die Nachbarschaftstreffs aber vom Verein „Hand in
Hand“ geleitet. Hierfür wurde im Jahr 2000 eigens von der SWG das
Projekt „Wohngebietsbetreuer in den Nachbarschaftstreffs“ ins Leben
gerufen. Die Betreuer sollten die vielfältigen Angebote in den
Treffs begleiten und Ansprechpartner sein. Das Projekt stieß auf so
viel Resonanz, dass der Verein „Hand in Hand“ dafür 2002 mit dem
Bundespreis „Soziale Stadt“ und mit dem Klaus Novi Preis
ausgezeichnet wurde. Ausgeruht hat sich der Verein auf seinen
Lorbeeren nicht. Im Gegenteil, überall ist „Hand in Hand“ mit von
der Partie – bei Stadtteilfesten, Wohngebietsfesten, Lampionumzügen.
„Wir unterstützen jährlich ein riesiges Sportfest für Kinder in der
Sport- und Kongresshalle und damit auch das Engagement des Westclub
One und des Ortsbeirates Weststadt“, zählt Jürgen Wörenkämper auf.
„Außerdem behalten wir die Jüngsten immer im Blick. So haben wir
z.B. den Aufbau des Bauspielplatz im Mueßer Holz mit angekurbelt und
begleitet auch heute noch zahlreiche Aktivitäten im Kinder und
Jugendbereich.“
Doch nur Lobeshymnen auf den Verein möchte Jürgen Wörenkämper auch
nicht halten. „Wir wünschen uns, dass „Hand in Hand“ noch mehr in
der SWG aufgeht. Wir haben 200 Mitglieder. Das ist nicht viel. Es
wäre schön, wenn unsere Genossenschaftsmitglieder aber auch Andere
erkennen: Dieser Verein tut so viel für mich und meine Nachbarn. Das
will ich unterstützen. Da bin ich mit dabei.“ ba/jw
Was erwarten Sie von einem Nachbarschaftszentrum? |
28.04.2008 |
Milieustudie in Neu Zippendorf durchgeführt / Ergebnisse beschäftigten Runden Tisch
Es ist nicht mehr lange hin, bis in Neu Zippendorf das
SWG-Nachbarschaftszentrum eröffnet. Schon im Sommer soll in der
Wuppertaler Straße 53 Leben einziehen. Damit das Zentrum den Nerv
der Quartiersbewohner triff, wird versucht, deren Wünsche und
Erwartungen heraus zu kitzeln. Erste Ergebnisse liefert jetzt eine
Milieustudie, zu der 2.976 Haushalte befragt wurden.
Während das zukünftige Nachbarschaftszentrum sein begrüntes Dach
erhält, sprießen in immer mehr Köpfen Gedanken darüber, welche Rolle
es im Quartier Neu Zippendorf in Zukunft einmal spielen wird. In der
Kita „Mosaik“ wurde in diesen Tagen laut gedacht. Ein eigens
gegründeter Runder Tisch, der das Projekt begleitet und zu dem
Vertreter der SWG, des Vereins „Hand in Hand“, der Dreescher
Werkstätten, dem Stadtteilmanagement, der Kita Mosaik und viele
andere gehören, fand sich zum dritten Mal zusammen, um erste
Vorstellungen vom Nachbarschaftszentrum in gemeinsame Bahnen zu
lenken. Hilfreich war den Anwesenden dabei die Ergebnisse einer
Milieustudie. Im Januar hatte das Berliner Büro für integrierte
Planung (BIP) 2.976 Haushalte in Neu Zippendorf angeschrieben.
Zurück gesendet bekam sie 538 Fragebögen. Vor allem Frauen und
ältere Menschen hatten sich an der Umfrage beteiligt. Aus ihren
Antworten ließ sich entnehmen, dass viele von ihnen mit den
derzeitigen Kultur- und Freizeitangeboten nicht zufrieden sind.
Dennoch fühlen sich die Menschen wohl im Quartier. Die große
Umzugswelle scheint vorbei zu sein. Die meisten denken nicht daran,
in den nächsten zwei Jahren in einen anderen Stadtteil zu ziehen.
Und die Bereitschaft dürfte noch weiter sinken. Denn ähnlich wie in
der Tallinner/Vidiner Straße will die SWG in den nächsten Jahren das
Areal zwischen Crivitzer Chaussee und Berliner Platz zu einem
attraktiven Wohnort umgestalten und damit unterschiedliche
Generationen anlocken. Das Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler
Straße dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen. Gefragt wurden die
Bewohner des Stadtteils schon jetzt, ob sie es begrüßen würden, wenn
sich die Mieterstruktur verjüngt. Vielen war dies egal, die Hälfte
allerdings begrüßte diese Entwicklung. Um Familien und jungen Leute
anzuziehen, plädierten sie für „mehr Freizeitangebote und Nebenräume
für Spiel- und Sportgeräte“. Ebenso wurden „preiswerte Mieten,
moderne und sanierte Wohnungen“ angegeben. Und zu alledem müsse sich
das „Image des Wohngebiets“ verbessern.
Die Studie zeigte auch, dass unter den Bewohnern des Quartiers eine
große Bereitschaft herrscht, „aktiv zu werden, vorausgesetzt, es
mache Spaß, die Nachbarn nett sind und das persönliche Miteinander
und die Atmosphäre stimme“. Ganz oben auf der Liste, was sie sich
vom neuen Nachbarschaftszentrum erhoffen, stehen Wünsche wie mehr
Betreuungsangebote für Kinder und Senioren, Bewegung und
Sport-Angebote, Reparaturservice für den Haushalt, Mittagstisch,
gemeinsame Ausflüge, Tipps zum Umgang mit Behörden und bei
Bewerbungen sowie Energieberatung. Konsequenterweise wurde von den
Teilnehmern des Runden Tisches daraufhin Arbeitsgruppen zu einzelnen
Themen gebildet. So wird beispielsweise die Arbeitsgruppe „Bewegung
und Sport“ erst einmal abchecken, was im Quartier an Angeboten
vorhanden ist und was künftig dazukommen kann. „Angedacht ist, dass
das Nachbarschaftszentrum einmal von Freiwilligen getragen wird, die
beispielsweise Nordic Walking und vieles andere mehr anbieten“,
sagte Jürgen Wörenkämper von der SWG. Die zu finden, sei der nächste
Schritt, den der Runde Tisch in Angriff nehme. Es gelte jetzt
Kontakt aufzunehmen zu jenen 100 Frauen und Männern, die in der
Milieustudie angegeben haben, „ja wir haben Interesse aktiv zu
werden.“ pm/ SWG

Vertreter aus dem Wohngebiet Neu Zippendorf haben sich zu einem
Runden Tisch zusammengefunden, um die Zukunft des neuen
Nachbarschaftszentrums mitzugestalten.
Foto: swg
50+ Messe für Gesundheit und Lebensfreude in der Schweriner Sport- und Kongresshalle Schwerin |
SKH Schwerin 18.-20.04.2008 |
Die
Generation 50+ steht mit beiden Beinen fest im Leben, zählt nicht
mehr zu den ganz Jungen, alt ist sie dennoch noch lange nicht. Das
für sie wichtige sind Gesundheit, Kultur, Freizeitspaß und
Mobilität. Denn sie definiert Lebensqualität – also körperliches,
geistiges und seelisches Wohlbefinden und Lebensfreude. Mit
steigender Lebenserwartung wird die Gesundheit ein zentrales Thema
in ihrem Leben. Hier ist der Ansatz unserer nun bereits 5.
Ausstellung für die Generation 50+ zu finden, um einen Beitrag zur
Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Gesundheitsland
Nr. 1 in Deutschland zu leisten.
Der Besucher soll für die Erhaltung seiner Lebensqualität und seines
Wohlbefindens sensibilisiert werden und ihm Wege gezeigt werden,
diese lange aufrechtzuerhalten.
Als Informations- und Verkaufsausstellung verbindet diese Messe
Kommunikation mit Geschäft. Verbände, Vereine, Unternehmen und
Politik präsentieren und informieren über ihre Produkte und
Leistungen, so auch die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG),
die mit ihrem Programm „Sicher – Warm – Geborgen“ auf die
Bedürfnisse der Generation 50+ eingeht. Ein begleitendes
Informations- und Unterhaltungsprogramm mit einem
Gesundheitsparcours – gestaltet durch die Aussteller – lässt den
Messebesuch zu einem Erlebnis werden.
SSC: Es gibt einen Ruf zu verteidigen |
16. April.2008 |
SWG präsentiert das Spiel gegen Rote Raben aus Vilsbiburg
Drei Spieltage vor Saisonschluss ist in der Schweriner
Volleyballhalle am Lambrechtsgrund wieder Hochspannung angesagt. Am
18. April spielt der SSC in der Meisterrunde gegen die Roten Raben
aus Vilsbiburg. Das Spiel wird präsentiert von der Schweriner
Wohnungsbaugenossenschaft - SWG, eine der größten Genossenschaften
in Mecklenburg-Vorpommern. Sie feierte im vergangenen Jahr ihr 50.
Betriebsjubiläum und ist schon seit einigen Jahren Sponsor für die
Volleyball-Damen des SSC in der 1. Bundesliga. Ihr Erfolg ist nicht
die Anzahl von gewonnenen Pokalen und Meisterschaften sondern die
Anzahl zufriedener Mieter. Mit Vilsbiburg kommt der klare
Titelanwärter aus Bayern in die nördliche Landeshauptstadt.
Doch
zu meinen, den SSC mal so im Vorbeigehen vernaschen zu können, kann
zu einem gefährlichen Trugschluss führen. Tore Aleksandersens
Mannschaft ist mit allen Wassern gewaschen. Sie hat es in dieser
Saison als einziges Erstligateam geschafft, siegreich die Halle in
Vilsbiburg zu verlassen. Das geschah in dem legendären Spiel am
27.11.07. Ausgerechnet auf die starke Mittelblockerin Patricia
Thormann musste Tore verletzungsbedingt damals verzichten. Und die
Außenangreiferin Julia Retzlaff hatte nach ihrer neunmonatigen
Verletzungspause noch eine gewisse Schonzeit. Manch ein mitgereister
Schweriner meinte schon: Jetzt ziehen sie uns das Fell über die
Ohren. Doch alle Spielerinnen gaben ihr Bestes und siegten am Ende
3:2. Viel Beifall heimsten die Schwerinerinnen beim Rückspiel in der
Hauptrunde am 23. Februar gegen Vilsbiburg in eigener Halle ein. 3:0
hieß das Ergebnis für den SSC. Erst die Meisterrunde deckte die
Verwundbarkeit des SSC gegenüber den Roten Raben auf. Er verlor am
20. März 3:0 in Vilsbiburg. Nun wollen die Mädels des Schweriner SC
mit lautstarker Unterstützung der Fans den Spieß umdrehen. Wenn
schon nicht die Meisterschaft, dann gilt es wenigstens den guten Ruf
im deutschen Volleyball als mehrfacher Meister, Vizemeister und
Pokalsieger zu verteidigen. Vilsbiburgs größte Erfolge waren bisher
der Vizemeister 2004/05 und 2005/06. „Es heißt Daumen drücken und
die Mannschaft anfeuern, denn gerade in Zeiten, in denen nicht alles
optimal läuft, geben erfolgreiche Spiele wieder Selbstvertrauen für
die kommenden Aufgaben“, lautet die Botschaft des Vorstandes der SWG
für dieses Spiel.
Überraschung für Kletteraffen |
11.04.2008 |
SWG bereichert Großen Dreesch mit neuem Spielplatz
Just zum richtigen Zeitpunkt, kurz bevor die Kleinen im Frühling
wieder die Spielplätze erobern, hat die Schweriner
Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) ein neues Reich für die jüngsten
Dreeschbewohner geschaffen. Am Montag wurde am Montessori-Kinderhaus
in der Robert-Havemann-Straße 16, auf einem 370 Quadratmeter großen
Areal eine Kletterkombination errichtet, die aus einem
Vier-Eck-Turm, einer Rutsche und einer kleinen Hängebrücke besteht.
Hinzu gesellte sich außerdem eine Schaukel mit einem Schaukelsitz
und einem Kleinkindersitz sowie zwei Federwippen. Das Spielgelände
ist von der Kindergartenfreifläche mit einem Metallzaun und einer
Tor-Türanlage abgegrenzt, um so umliegenden Bewohnern zu bestimmten
Zeiten den Zugang zu ermöglichen. „Ziel ist es, eine attraktive
Spielstätte für die Kleinsten aus dem angrenzenden Wohnbereich zu
schaffen, egal, ob ihre Eltern Mieter bei der SWG sind oder nicht“,
sagt Gabriele Szymanski, SWG-Abteilungsleiterin für dieses Quartier.
„Die Maßnahme haben wir vereinbart mit dem Diakoniewerk Neues Ufer,
dem das Montessori-Kinderhaus gehört.“ Die Lütten aus der Kita
werden den Spielplatz denn auch tagsüber nutzen. Ab 16 Uhr steht er
aber der Allgemeinheit zur Verfügung. Das trifft auch für die
Wochenenden und Feiertage zu.
Die Finanzierung der gesamten Maßnahme, ausgenommen der beiden
Federtiere, sowie die Pflege des neuen Bürgerspielplatzes obliegt
der SWG. Um die Wartung und Instandhaltung kümmert sich das
Diakoniewerk. pm/ SWG

Damit die neuen Spielgeräte wie eine Eins stehen, werden sie von
Detlef Hanhus (li.) und Hannes Möller von der Firma Jolitz und Söhne
mit einem Fundament gesichert
Foto: swg
So wohnen Glückspilze |
05.04.2008 |
Wer hätte das gedacht: Fast ein Sechstel aller Schweriner sind
Glückspilze. Nicht etwa, weil sie so oft im Lotto gewinnen. Sondern
weil sie das richtige Los wählten und sich bei der Schweriner
Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) ein Dach über dem Kopf gesucht
haben. „So Wohnen Glückspilze“, wirbt denn auch das Unternehmen, das
sich längst über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus einen Namen
gemacht hat.
Wie überall in Ostdeutschland waren auch Schwerins Plattenbaugebiete
in den vergangenen Jahren geprägt von Abwanderung und zunehmendem
Leerstand. Um den Trend aufzuhalten, zogen kluge Köpfe der SWG
frühzeitig die Notbremse. „Wir haben etliche Förderprogramme
genutzt, um unsere Häuser bedarfsgerecht zu modernisieren“, blickt
Vorstandsvorsitzender Wilfried Wollmann zurück. „Aushängeschild ist
das Modellvorhaben im Stadtteil Neu Zippendorf – ein
Plattenbaugebiet, das sich nur einen Katzensprung vom idyllischen
Schweriner See befindet.“ Hier, in der Tallinner und Vidiner Straße,
verwandelten sich fünfgeschossige Wohnblöcke in Stadtvillen.
Dachterrassen, Aufzüge, Balkone, großzügige Wohnräume und vor allem
viel Grün vor der Tür strahlen so eine Behaglichkeit aus, dass die
Nachfrage ungebrochen ist.
Doch
nicht nur in Neu Zippendorf hinterließ die SWG ihre Spuren. Heute
verfügt kein Anbieter in Schwerin über eine derart breite Palette an
bezahlbaren, altengerechten Wohnungen. Mittlerweile erkennen auch
immer mehr jüngere Menschen die Vorteile, die eine Genossenschaft
mit sich bringt. Bietet diese Alternative zwischen Miete und
Eigenheim doch besten Schutz vor Mietwucher und garantiert obendrein
lebenslanges Wohnrecht. Nicht zu vergessen das hohe Mitspracherecht.
Jedes Wohnquartier wählt einen Vertreter, der einen kurzen Draht zur
SWG hält, Ideen weiterleitet und Probleme anspricht. Natürlich sind
auch die 70 Mitarbeiter persönlich für jeden Mieter da. Eine eigens
geschaffene Abteilung „Soziales Management“ kümmert sich unter
anderem um das Miteinander in zahlreichen Nachbarschaftstreffs.
Wie stark die SWG und Schwerin zusammengehören, zeigte sich jüngst,
als das Unternehmen zum 50-Jährigen Jubiläum einlud: 12 000 Menschen
feierten die größte Party aller Zeiten im Schweriner Zoo. Keine
Frage, dass bei so viel Sympathie die Gemeinschaft der
SWG-Glückspilze wohl noch weiter wachsen wird.
Grünes Tor für Neu Zippendorf |
11.04.2008 |
SWG verschönert Kreuzung Grünes Tal mit BUGA-Dreiecken/ Aufruf an alle Mieter
Die Bundesgartenschau 2009 rückt näher und näher. Rund ums
Schloss wird fleißig gepflanzt und gestaltet. Das steckt an. Damit
es überall in Schwerin hübsch aussieht, greifen immer mehr
Unternehmen zum Spaten. Auch die Schweriner
Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) ging am Mittwoch (9. April) mit
gutem Beispiel voran. Sie gestaltete an der Kreuzung Grünes Tal ein
farbenfrohes Eingangstor für Neu Zippendorf. „Wir haben hier eine
größere Fläche mit so genannten BUGA-Dreiecken bepflanzt“, sagt
Gebietsleiterin Gabriele Szymanski. „Die einige Meter großen
Dreiecke werden in den Farben der SWG erstrahlen, also in orange,
grün und blau. Ein Beet wurde mit Kirschlorbeer bestückt und eins
mit Goldteppich. Ein weiteres Feld bepflanzen wir im Herbst mit
Frühblühern, so dass die 2009 ihre Köpfe raus stecken.“ Außerdem hat
sich die SWG bereit erklärt, die 640 Quadratmeter große Rasenfläche,
die die Dreiecke umschließt, zu pflegen. Hierfür wurde eigens mit
der SDS der Stadt Schwerin eine Nutzungs- und Pflegevereinbarung
getroffen.
Mit der Aktion will die SWG ein Zeichen setzten. „Wir möchten, dass
der Funke überspringt und sich unsere Mieter leidenschaftlich in die
BUGA 2009 mit einbringen“, sagt Vorstand Margitta Schumann. „Es wäre
schön, wenn die Schweriner ihre Vorfreude in andere Regionen tragen.
Die Urlaubszeit steht vor der Tür. Und deshalb verteilen wir an all
unsere Mieter kleine BUGA-Aufkleber.“ Wer diesen Aufkleber auf sein
Auto heftet und dann an die Ostsee, nach Süddeutschland oder ins
Ausland verreist, macht Werbung für die BUGA in unserer schönen
Stadt. Doch auch wer Zuhause bleibt, kann mithelfen, die BUGA zum
Blühen zu bringen. Margitta Schumann schlägt vor: „Lasst uns die
Mietergärten und Balkone liebevoll gestalten und in kleine Oasen
verwandeln.“
pm/ SWG

Ein frischer Farbtupfer sind die jüngst von der SWG angelegten
BUGA-Dreiecke an der Kreuzung Grünes Tal.
Foto: swg
Neu Zippendorf verändert sein Gesicht |
10.03.2008 |
Der Rückbau von Plattenbauten ist aufwändig und kostenintensiv
In kaum einer anderen Stadt sind die Plattenbaugebiete so
idyllisch gelegen wie in Schwerin. Vom Mueßer Holz, Neu Zippendorf
und Großen Dreesch ist es nur ein Katzensprung bis zum Schweriner
See oder zum Zoo. Außerdem liegen Bus und Bahn quasi direkt vor der
Haustür. Und doch herrscht in den Plattenbauten ein nicht zu
übersehender Leerstand. In Neu Zippendorf sind es zirka 9,2 Prozent
und im Mueßer Holz gar doppelt so viel.
Doch die Zahlen sagen nichts aus über das, was in den Gebieten
passiert ist. Um die Quartiere aufzuwerten und Freiräume für
Grünflächen zu schaffen, haben Wohnungsunternehmen in den
vergangenen Jahren zahlreiche Häuser abgerissen. Bis Ende 2007
wurden aus dem Programm Stadtumbau Ost mit Mitteln des Bundes und
des Landes 2526 Abrisse, einige davon als Rückbau, gefördert“, so
Reinhard Huß vom Baudezernat der Stadt. In diesem Jahr würden
weitere 672 Wohnungen verschwinden. Inzwischen wird das
Hauptaugenmerk aber nicht mehr nur auf den kompletten Abriss gelegt.
Wohnungsunternehmen wie die Schweriner Wohnungs-baugenossenschaft
(SWG), die in den vergangenen Jahren 808 Wohnungen vom Markt nahm,
konzentrieren sich darauf, die Stadteile in attraktive Quartiere
umzuwandeln. Geschehen ist dies beispielsweise in der Tallinner/
Vidiner Straße, wo Fünfgeschosser teilweise in schicke Stadtvillen
umgewandelt wurden. „Das Modellprojekt fand bundesweit und
international so viel Beachtung, dass selbst Gruppen aus dem
Baltikum anreisten“, erinnert sich Gabriele Szymanski,
Diplom-Bauingenieurin bei der SWG.
Voll ist inzwischen die Liste derjenigen, die auf diesem Teil des
Großen Dreesches leben wollen.
Ähnlich schön soll es jetzt in der Wuppertaler Straße werden, wo die
Schweriner Wohnungs-baugenossenschaft gerade dabei ist, weitere
Fünfgeschosser zu kappen. Hier, zwischen Zippendorf und Berliner
Platz, wird im Sommer auch ein neues SWG-Nachbarschaftszentrum
Einzug halten, das einmal Anlaufpunkt für alle Generationen sein
soll. Doch der Rückbau der Plattenbauten gestaltet sich als gar
nicht so einfach. „Es ist ein äußerst komplexer Vorgang, bei dem der
Arbeitsschutz die zentrale Rolle spielt“, weiß Gabriele Szymanski,
die schon viele solcher Vorhaben begleitete und inzwischen als
Expertin auf diesem Gebiet gilt. „Wände und Deckenplatten müssen
einzeln demontiert und dann mit einem Kran abgetragen werden.
Freistehende Außenwände werden danach gesichert. Die Baustelle wird
ständig von einem Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator
kontrolliert.“
Viel Arbeit mache auch die Beseitigung des Sondermülls. Mühevoll
müssen Berge von Sonderabfall wie Asbest, Mineralwolle und
teerhaltige Produkte getrennt und entsorgt werden. Für die
Wohnungsunternehmen ist das sehr kostenintensiv. Zwar gibt es durch
das Stadtumbauprogramm Ost Zuschüsse von Bund und Land, die bisher
60, zukünftig 50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche betragen. Doch
damit lassen sich nur die Kosten für einen Komplettabriss decken.
Beim Teilrückbau und Abriss einzelner Aufgänge liegt der Aufwand bei
mehr als 130 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Abteilungsleiterin Gabriele Szymanski:
Beim Rückbau der Plattenbauten in der Wuppertaler Straße müssen
Berge von Sondermüll beseitigt werden.
Foto: swg
SWG lockt junge Familien nach Neu Zippendorf |
10.03.2008 |
Der Rückbau der Fünfgeschosser in der Wuppertaler Straße ist in
vollem Gange. Nachdem die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG)
im Vorjahr einige Plattenbauten in farbenfrohe, architektonisch
interessante Häuser verwandelte, werden bis zum Sommer weitere der
in den 1985-er Jahren errichteten Blöcke ihr Gesicht verändern.
In einem der zurück gebauten Häuser wird auch ein neues
Nachbarschaftszentrum seinen Platz finden, welches alle Generationen
anlocken soll. Denn die SWG will künftig verstärkt jungen Familien
ein Leben in den neu gestalteten Quartieren schmackhaft machen.
Bisher hatte das Wohnungsunternehmen das Hauptaugenmerk vor allem
auf altengerechtes Wohnen gelegt. „Doch gerade Neu Zippendorf ist so
traumhaft nahe am Schweriner See gelegen, dass sich alle
Generationen hier wohl fühlen werden“, ist sich Vorstand Margitta
Schumann sicher. „Deshalb würden wir uns freuen, wenn in der
Wuppertaler Straße viel Kinderlachen zu hören ist, zumal Zoo, Strand
und Kita gleich um die Ecke liegen. Was wir möchten ist,
Generationen durch das Schaffen von familien- und altenfreundlichem
Wohnraum wieder näher zueinander bringen. Dazu fühlen wir uns als
Genossenschaft einfach verpflichtet. Und wir möchten junge Familien
mit Kindern überzeugen, dass das Wohnen in der Genossenschaft
sicherer und sozialer ist.“
Mit ihrem Engagement gelingt es der SWG scheinbar auch, den starken
Bevölkerungsrückgang zu stoppen. Dieser führte dazu, dass im
Stadtteil der Leerstand bei über 10 Prozent liegt. Dass der Trend
aufzuhalten ist, zeigt deutlich das Modellquartier Tallinner/
Vidiner Straße, welches sich in der Nähe des Berliner Platzes
befindet. Moderne Stadtvillen, Dachterrassen, verglaste Balkone,
Nutzergärten üben so einen Reiz aus, dass die Nachfrage nach
hiesigen Wohnungen ungebrochen ist. Auch deswegen sind die
Mitarbeiter der SWG zum großen Teil davon abgerückt, ganze Blöcke
abzureißen. „Den Plattenbauten kann so schnell niemand etwas
anhaben“, sagt SWG-Diplom-Bauingenieurin Gabriele Szymanski. „Die
sind sehr robust, denen passiert nichts.“ pm SWG
SWG baut Zentrum für Jung und Alt |
20.02.2008 |
Neu Zippendorf • Bis zum Sommer 2008 wird in der Wuppertaler
Straße 53 aus einem zurück gebauten Plattenbau ein
Nachbarschaftszentrum entstehen. Es wird ein wichtiger Anlaufpunkt
für Menschen aller Altersgruppen im Quartier sein und zu einem Ort
für das generationenübergreifende Stadtgespräch werden.
Der Bau des neuen Nachbarschaftszentrums interessiert auch
bundesweit die Fachleute und wird gefördert. Die Schweriner
Wohnungsbaugenossenschaft ist in Neu Zippendorf schon seit Jahren im
Stadtumbau aktiv und schafft Schritt für Schritt durch die
Umgestaltung der einzelnen Quartiere ein verändertes Stadtbild. Seit
kurzem strahlen auch die farbenfrohen und modern geschnittenen
Häuser in der Wuppertaler Straße 38-45 Leben aus.
Junge Familien,
aber auch ältere Menschen -in den Häusern 44 und 45 sind die
Wohnungen extra auf sie zugeschnitten -richten sich wohnlich ein.
Sie und auch die zukünftigen Bewohner, die in den jetzt leer
gezogenen und noch umzubauenden Gebäuden im nächsten Jahr ein neues
Zuhause finden, sollen sich wohlfühlen in „ihrem Wohnquartier“. Doch
das ist nicht allein durch die Verbesserung der Wohnung zu
erreichen. In einem bundesweiten ExWoST - Forschungsprogramm mit
der Bezeichnung „Innovationen für familien- und altengerechte
Stadtquartiere“ wurde unsere Genossenschaft als einziges
Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ausgewählt, mit dem Umbau
des Quartiers Wuppertaler Straße und dem Aufbau eines neuen
Nachbarschaftszentrums neue Impulse für ein
generationenübergreifendes Zusammenleben auszulösen. Das Zentrum
wird eine Vielzahl von attraktiven Nutzungen bieten und ein Baustein
auf dem Weg vom Wohnen zum Leben im Quartier sein. Bewohnerinnen
und Bewohner sollen sich aktiv mit ihren Interessen, Erfahrungen und
Ideen in den Umbau und die Nutzung des neuen Treffs einbringen.
Schon jetzt ist das Interesse von allen Seiten riesengroß. Zur
Fortführung des Dialog- und Beteiligungsprozesses wird durch die
Projektbegleiter BiP Berlin und BPW Hamburg Anfang 2008 eine
Mieterbefragung im Wohngebiet durchgeführt, für die sich die
Genossenschaft eine hohe Beteiligung wünscht. Neben allgemeinen
Fragen zur Wohnzufriedenheit, zum Umfeld und zur Freizeitgestaltung
wird auch die Bereitschaft zur Mitwirkung und zur Nutzung des neuen
Nachbarschaftszentrums erfragt.
pm/ SWG