Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG

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Nachbarschaftszentrum offen für alle Generationen

   

2476 Lieder im Kopf

Christel Burr überreichte ihr Lebenswerk dem Schweriner Verein Hand in Hand

Sobald sie auf einen Ast tritt oder ein Vöglein hört, schießt Christel Burr eine Melodie durch den Kopf. Mehr als 2000 Lieder sind so entstanden. Dieses Lebenswerk vermachte sie dieser Tage dem Verein Hand in Hand. Christel Burr ist ein Unikat. Von Kindheit an geistern ihr Melodien durch den Kopf, hunderte an der Zahl. Fröhliche, aber auch traurige. Denn das Leben der 1933 geborenen Mecklenburgerin ist oft hart und schwer. Die Musik ist ihr Rettungsring. Als junge Frau bringt sie sich das Gitarre spielen selber bei. Bis heute kennt sie keine Noten und bis heute spielt sie auf einer Gitarre, die selber ein Unikat ist. Dort, wo sonst die Seiten gegriffen werden, befindet sich eine Guitarola, die sie 1959 in Schwerin gekauft hat und auf der sie bestimmte Hebel drückt. Als sie Brigitte Alfini kennen lernt, werden ihre Melodien endlich in Worte gegossen. Christel Burr beginnt, die Lieder mit ihrer schönen Stimme auf Kassetten zu singen. Inzwischen sind es 2476 Musikstücke – so viele, wie sie nicht einmal die Beatles oder irgendeine andere Band auf der Welt hervorgebracht haben. Es ist ein bunter Mix aus Frühlingsliedern, Sommerliedern, Heimatliedern, Seemannsliedern, Liebesliedern, Kinderliedern und vielen mehr.
Am 19. April legte sie dieses Lebenswerk, das sie gemeinsam mit der kürzlich verstorbenen Brigitte Alfini erarbeitet hat, in die Hände des Schweriner Vereins Hand in Hand. Für sie ein beruhigendes Gefühl, denn sie weiß, dass die Nutzungsrechte hier gut aufgehoben sind. Der Verein Hand in Hand betreut in verschiedenen Schweriner Stadtteilen insgesamt sieben Nachbarschaftstreffs und stellt tausende Veranstaltungen vor allem für ältere Menschen auf die Beine. Bei vielen Events ist Christel Burr selbst aufgetreten, hier hat sie zahllose Fans. „Wir freuen uns sehr darüber, dass Christel Burr den Verein Hand in Hand dazu auserkoren hat, Ihr Lebenswerk zu vermachen“, betonte Vereinsvorstand Wilfried Wollmann. „Dieses kleine Vermächtnis wollen wir wahren und in Ehren halten. Sollte es zur Veröffentlichungen kommen, werden wir dafür sorgen, dass Brigitte Alfini und Christel Burr stets namentlich benannt werden.“ Ein Punkt, der beruhigend auf Christel Burr wirkt. Schließlich, sagt sie, werde nirgendwo so viel geklaut wie in der Schlagerbranche. Dass ihre 2476 Lieder ein Schatz sind, bezweifelt niemand. Schon früher, als sie noch im Feierabendheim arbeitete, wurde sie oft gerufen, wenn die Heimbewohner beim Schallplatten hören eingeschlafen waren. Sobald sich Stimmungskanone Christel Burr mit ihrer Gitarre hinsetzte, waren sie wieder hellwach. So ist es bis heute geblieben. Noch immer verzaubert sie die Menschen mit ihrem Gesang. Als sie ihr Lebenswerk dem Verein Hand in Hand übertrug, sang sie zur Kostprobe ein Lied, dass den Zuhörern augenblicklich ein Schmunzeln ins Gesicht trieb.
 
April 2010
   

„UND EINS UND ZWEI ...”

Ganz Schwerin ist voller guter Vorsätze für 2010. Mal wieder etwas für die Figur oder die Beweglichkeit tun steht bei Vielen ganz vorn auf der Vorhabens-Liste.

Fitnessstudios bieten das Gewünschte - zu oft zünftigen Mitgliedsbeiträgen. Es geht jedoch auch anders! In den Nachbarschaftstreffs der SWG organisiert der Verein Hand in Hand – neben einem breiten kulturellen Angebot - auch regelmäßig sportliches Treiben.

So werden in den Treffs Lessingstraße, Tallinner Straße und Wuppertaler Straße Veranstaltungen zum Fit halten angeboten. In acht Sportgruppen mit Gruppenstärken von jeweils 10 bis 25 Teilnehmer/ innen gehören Stuhl- und Mattengymnastik genauso zum Programm wie Kraftsport für Senioren. Zählt man das Skat spielen mit zum Sport, so gibt es einen regelmäßigen Wettkampf zwischen den Treffs, der jährlich mit einem SWG-Wanderpokal prämiert wird.

Das aktuelle Programm der Nachbarschaftstreffs „NEBENAN“ bietet vielseitige Betätigungsmöglichkeiten, jeder ist gern gesehen. Vielleicht ist ja auch für Sie das Passende dabei

Wer rastet, der rostet. Gertraude Schönbeck tut einmal in der Woche etwas für ihre Gesundheit. „In der Gruppe”, sagt sie, „macht es besonderen Spaß.”
Februar 2010
   

Junges SWG-Nachbarschaftszentrum hat den Nerv vieler Neu Zippendorfer getroffen

August 2009

Es ist eine Menge passiert. Wo? Im Neu Zippendorfer Nachbarschaftszentrum.
Vor einem Jahr, ganz genau am 29. August 2008, wurde das moderne Freizeithaus in der Wuppertaler Straße 53 von vielen Schwerinern feierlich eröffnet.
Heute, nach gerade mal einem Jahr, trumpft es mit gut bestückten Veranstaltungen und engagierten Einwohnern auf, die Geschmack an ihrem neuen Haus gefunden haben.
 

Es ist der schönste und größte Nachbarschaftstreff und gleichsam auch eines der ehrgeizigsten Projekte, welches die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft in der Wuppertaler Straße 53 verwirklicht hat. Eingebettet in das Bundesforschungsvorhaben „ExWoSt“ sollte es den Menschen in diesem sich rasant verändernden Quartier ein Anlaufpunkt sein.
 

Innen wurde der umgebaute ehemalige Fünfgeschosser mit einem Computerpool, einem Party-, Tischtennis- und Billardraum sowie Freizeiträumen für Arbeitsgruppen, private Feierlichkeiten und Vorträge gefüllt.

Und wie sieht es heute aus im farbenfrohen Haus? Nach nur einem Jahr tummeln sich sechs AGs im Nachbarschaftszentrum.
 

Ein Kern von circa zwanzig Anwohnern des Quartiers engagiert sich hier freiwillig für andere und ein Schweriner Künstler bringt sogar Jung und Alt kostenlos das Malen bei.
 

Fleißig zugange ist auch die AG Lesen. In der benachbarten Astrid-Lindgren-Schule übt sie mit leseschwachen Schülern und versucht, deren Leidenschaft für Bücher zu wecken.
 

Spannende Info-Abende locken so manchen vom Fernsehen weg in den Treff. Bis ins Jahr 2010 reichen zudem die Buchungen der über dem Nachbarschaftszentrum eingerichteten Gästewohnung.
 

„Wir ziehen zum Jubiläum eine positive Bilanz“, sagt SWG-Vorstand Margitta Schumann. „Es hat sich wirklich eine Menge getan in und auch ums Nachbarschaftszentrum herum. Alles wurde hübsch begrünt und neben Tobemöglichkeiten für Kinder haben wir vor kurzem auch einen Spielplatz mit so genannten Silver-Age-Geräten für Senioren geschaffen.“
 

Eine dicke Zusammenarbeit bahnt sich auch zwischen dem anliegenden Kindergarten „Mosaik“ und dem Nachbarschaftszentrum an. „Die hübschen Holztafeln vor dem Haus, die haben wir zusammen gestaltet“, sagt Leiterin Renate Kienke. „Und wir wollen noch viel gemeinsam anpacken, um unser Quartier zu verschönern.“
 

Wer das SWG-Nachbarschaftszentrum mal beschnuppern möchte, kann dies gerne tun. Es befinden sich meistens Mitarbeiter des Vereins Hand in Hand im Hause, um die Aktivitäten im Nachbarschaftszentrum zu unterstützen.
 

Nähere Infos zu den laufenden Arbeitsgemeinschaften und Veranstaltungen im SWG-Nachbarschaftszentrum gibt es unter Telefon: 0385-30 41 291, aber auch im Internet unter
www.hand-in-hand.de