es ist für den Vorstand und auch die Mitarbeiter immer wieder ein
gutes Gefühl, wenn die Prüfung des Jahresabschlusses ohne besondere
Feststellungen abgeschlossen ist, der uneingeschränkte
Bestätigungsvermerk vorliegt und die Vertreterversammlung ihr
Zustimmung gegeben hat. Das ist kein Grund, sich zurückzulehnen,
denn man ist ja schon wieder mitten drin - im neuen Geschäftsjahr.
Was wird es uns bringen? Wie immer werden positive Ereignisse und
Entwicklungen von negativen überschattet werden. Mit Freude konnten
wir den Fortgang der Arbeiten am Stadtumbau – Standort Wuppertaler
Straße verfolgen und freuen uns auf den 29. August. Mit einem
Sommerfest soll das neue Nachbarschaftszentrum offiziell eröffnet
werden. Alle interessierten Genossenschaftsmitglieder laden wir dazu
herzlich ein. Weniger erfreuliche Nachrichten erreichten uns von den
Stadtwerken. Der Ölpreis ist den vereinbarten Preisen für Fernwärme
so davongeeilt, dass eine Anpassung noch in diesem Jahr kaum zu
umgehen sein wird. Wenn wir nicht reagieren und die mit Ihnen
vereinbarten Vorauszahlungen so belassen, wird die nächste
Betriebskostenabrechnung erhebliche Nachforderungen ergeben. Eine
Entscheidung über eine außerplanmäßige Anhebung der
Vorauszahlungsbeträge auf Heizkosten werden wir kurzfristig treffen.
Nur ein kleiner Trost ist da die Information aus dem Stadthaus, dass
die Angemessenheitsgrenzen der Kosten der Unterkunft für ALG II –
Empfänger rückwirkend ab 1.Juli 2008 angehoben wurden. So wie wir
uns kümmern mussten, diese Information zu bekommen, muss sich jeder
einzelne nun auch selbst kümmern, wenn Anpassungen erforderlich
sind. Allen Mitgliedern wünsche ich noch eine erholsame Sommerzeit.
Ihr Wilfried Wollmann.
Am 18. Juni 2008 konnte der Verein „Hand in Hand“ sein zehnjähriges Bestehen feiern. Mittlerweile sind es sieben Nachbarschaftstreffs, die in den Wohngebieten Anlaufpunkt, ja manchmal sogar „zweites Zuhause“ für viele Menschen geworden sind.
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| Anfang Juni ging es mit dem Dampfer nach Banzkow – ein
Dankeschön für Aktive und ehemals Aktive in den Treffs „Nebenan“ |
Dabei fing es 1998 ganz unspektakulär an. Die SWG hatte in der
Friesenstraße 9 a eine Service-Wohnanlage errichtet, die eine
Begegnungsstätte erhielt und sie eröffnete in der Lessingstraße 26 a
einen Treff für Stadtteilbewohner. Mit diesen beiden Einrichtungen
begann die SWG ihr soziales Management. „Angesichts der Entwicklung
in den großen Neubaugebieten, war das ein wichtiger Schritt zur
richtigen Zeit“, sagt Jürgen Wörenkämper, der heute die Geschicke
des Vereins koordiniert und zudem Leiter der Abteilung Soziales
Management bei der Genossenschaft ist. „Langsam gewachsene
Hausgemeinschaften lösten sich auf. Eine zunehmende Vereinsamung,
gerader älterer Menschen wie auch Alleinerziehender und
Alleinstehender, war zu beobachten. Bewohner beklagten die
Kommerzialisierung der Freizeitmöglichkeiten, was für viele den
Ausschluss aus dem sozialen und kulturellen Leben bedeutete.“
Weil sich die SWG als Genossenschaft verpflichtet fühlte, etwas für
das nachbarschaftliche Miteinander in den Quartieren zu tun, fanden
sich am 18. Juni 1998 Mitarbeiter des Wohnungsunternehmens sowie
zahlreiche weitere engagierte Personen und Firmenvertreter aus
Schwerin zusammen, um den Verein „Hand in Hand“ ins Leben zu rufen.
Ihr Ziel war es, durch die Förderung von Gemeinschaften und
Nachbarschaften in den Wohngebieten diesem Trend entgegenzuwirken.
Als Gründungsväter gelten heute der ehemalige SWG-Vorstand Günter
Graw und die heutigen Vorstände Wilfried Wollmann und Margitta
Schumann.
Mittlerweile ist der Verein überall mit von der Partie: bei
Wohngebiets- und Stadtteilfesten und mit eigenen Veranstaltungen.
Zum Mittelpunkt der Vereinsarbeit zählen aber nach wie vor die
SWG-Nachbarschaftstreffs „Nebenan“. Sie sind zur wichtigsten Säule
der Vereinsaktivitäten geworden und helfen, die Anonymität in den
Wohngebieten abzubauen. Der Andrang ist groß. Allein im Vorjahr
besuchten mehr als 1800 Besucher insgesamt 1478 Veranstaltungen.
Heute zählt der Verein ca. 200 Mitglieder. „Das sind einfach noch zu
wenig“, sagt Vereinsvorsitzende Margitta Schumann. „Wir würden uns
deshalb freuen, wenn noch mehr Menschen erkennen würden, wie
wertvoll unsere Arbeit ist. Wir reichen jedem die Hand, der bei uns
mitmachen möchte.“
Geschafft! Bei Susann Eichardt, Monika Beckmann und Ricardo Suhrbier macht sich Erleichterung breit. In den vergangenen Monaten haben die drei SWG-Mitarbeiter an die zehntausend Betriebskostenabrechnungen bearbeitet. Zwar ist die stressigste Phase nun vorbei, Zeit zum Verschnaufen bleibt aber kei-ne, denn jetzt laufen die Telefondrähte heiß.
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| Zur Zeit viel gefragt: Monika Beckmann, Ricardo Suhrbier und Susann Eichardt (v. li.) von der Betriebskostenabteilung |
Viele haben dieser Tage auf ihre Betriebskostenabrechnung geguckt und sich gesagt, „oh Gott, dass hab ich nicht verbraucht“. „Jetzt heißt es Ruhe zu bewahren und genau hinzusehen“, rät Susann Eichardt, Hauptsachbearbeiterin der Betriebskostenabteilung. „Gerade bei Heizkosten erweisen sich die Nachforderungen nämlich meist als berechtigt. Von zehntausend Betriebskostenabrechnungen enthalten erfahrungsgemäß gerade mal eine Handvoll den einen oder anderen eingeschlichenen Fehler.“ Dass viele Mieter unsicher sind, kann Susann Eichardt dennoch gut verstehen. Schließlich geistern durch die Medien immer wieder Meldungen wie „Abzocke bei Strom und Heizung. Jede zweite Betriebskostenabrechnung falsch“, usw. Susann Eichardt und ihre Mitarbeiter können da nur den Kopf schütteln. „Also bei uns kann jeder sicher sein, dass wir uns alle gebuchten Daten aufs Genaueste anschauen und die neuesten gesetzlichen Anforderungen bei der Abrechnungserstellung berücksichtigen. Die Betriebskostenabrechnung wird mehrfach geprüft.“ Bei extrem hohen Nachforderungen werden die Zahlen noch einmal unter die Lupe genommen und mit den Vorjahren verglichen. Leicht fällt es keineswegs solche Abrechnungen rauszuschicken. Schließlich wissen wir, wie die rasant gestiegenen Nebenkosten zahlreichen Menschen zu schaffen machen. Und ein Ende der Energiepreiserhöhungen ist noch immer nicht in Sicht. Dennoch werden in den meisten Fällen die hohen Nachforderungen durch fehlerhaftes Heiz-verhalten und Lüften selbst verursacht. Sicher sei das Wärmebedürfnis jedes einzelnen unterschiedlich, so die Expertin. „Dennoch halten sich immer noch zu wenige an die Empfehlungen, die in jener Merkmappe stehen, die es zu Beginn des Einzugs für jeden Neumieter gibt.“ Wichtig ist, bei Unklarheiten Widerspruch einzulegen, ihn unbedingt zu begründen (was ist unklar) und den direkten Kontakt zu den Mitarbeitern der Betriebskostenabteilung suchen. Verständnis wünscht sich Susann Eichardt in diesen Tagen von allen Mietern, die versuchen, sie und ihre Kollegen zu erreichen. „Wir haben enorm viele Anfragen, da bedarf es oftmals ein wenig Geduld.“Was für ein stressiger Job, könnte man denken. Alles dreht sich nur um Zahlen. Doch Susann Eichardt empfindet ihre Arbeit keineswegs als langweilig. „Es macht Spaß, denn immer wieder treten neue Fragen und damit neue Herausforderungen auf. Außerdem erfahren wir auch positive Resonanz. Nach Mietergesprächen hören wir immer öfter ein Dankeschön für unsere freundlich kompetente Klärung und Beratung.“Und so erreichen sie unsere drei Mitarbeiter:Susann Eichardt Telefon (0385) 74 50 184Monika Beckmann Telefon (0385) 74 50 185 Ricardo Suhrbier Telefon (0385) 74 50 182 Ricardo Suhrbier gehört seit Beginn des Jahres zum Team, nach dem unsere langjährige Mitarbeiterin Dagmar Noack in Rente ging.
Neue Angemessenheitsgrenzen für Kosten der Unterkunft. Endlich hat die Stadt Schwerin als kommunaler Träger der Kosten der Unterkunft auf die Entwicklung der gestiegenen Wohnkosten reagiert. So wurden nach Informationen unserer Genossenschaft für ALG II Empfänger rückwirkend ab 01.07.2008 die Angemessenheitsgrenzen wie folgt beschlossen:
Wir raten deshalb allen unseren Mitgliedern, die sogenannte „Leistungsberechtigte“ sind und die Differenz zwischen der tatsächlichen Miete und der von der ARGE bisher übernommenen Unterkunftskosten selbst zahlen, umgehend bei der ARGE vorzusprechen und ihre Ansprüche zu sichern. Die Mitnahme des Mietvertrages sowie die letzte Nebenkostenabrechnung der Genossenschaft sind dabei sicher notwendig. Im Zusammenhang damit ist an dieser Stelle der Hinweis auf die Möglichkeit wichtig, durch eine „Abtrittserklärung“ bei der ARGE, künftig die Kosten der Unterkunft direkt auf das Mietekonto der Genossenschaft zu überweisen. Für alle Empfänger von Wohngeld sollen sich ab 01.01.2009 ebenfalls die zu beziehenden Beträge erhöhen. Dies ist zu erfragen beim Sozialamt im Stadthaus.
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| Informationen aus erster Hand gab es vom Geschäftsführer
der BUGA-GmbH Jochen Sandner |
Zunächst stand aber satzungsgemäß die Genehmigung des Jahresabschlusses 2007 an. Die Bilanz viel positiv aus: 9,4 Mio. Euro wurden wieder in Umbau- und Modernisierungsprojekte investiert. 2008 werden die Investitionen jedoch nur bei 3,9 Mio. Euro liegen. Die Genossenschaft will sich weiter entschulden und damit unabhängiger von Banken machen. Dennoch bleibt die SWG mit ihren Vorhaben auch in den nächsten Jahren wichtiger Akteur im Stadtumbau der Landeshauptstadt. Margitta Schumann sagte bei ihrer Vorstellung des Lageberichtes, dass es keine Alternative zum Rück- und Teilrückbau gebe. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es dauerhaft einen Leerstand geben wird.“ Die Anzahl der leer stehenden Wohnungen bei der SWG sei zwar dem Vorjahr gegenüber konstant geblieben. Es handele sich dabei um insgesamt 1250 Wohnungen. Ziel sei es, den Leerstand in den nächsten Jahren auf zehn Prozent zu senken. Die Modernisierung der Plattenbauten zahlt sich dabei aus. Dort liege der Leerstand bei unter zwei Prozent. Angesichts des Jahresüberschusses von 1,1 Mio. Euro und der insgesamt positiven Einschätzung des Geschäftsverlaufes war es nicht verwunderlich, dass der Jahresabschluss einstimmig genehmigt wurde. Auch bei den Satzungsänderungen gab es keine Gegenstimmen, obwohl Änderungen in 25 Paragrafen anstanden. Sie beruhten alle entweder auf Anpassungen an das 2006 geänderte Genossenschaftsgesetz oder an die Mustersatzung des Bundesverbandes (GdW).Mit einem Dank für die sehr konstruktive Arbeit der Vertreter konnte der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Grüning die Versammlung nach rund dreieinhalb Stunden beenden.
Nachbarschaftszentrums in Wuppertaler Straße 53
wird eingeweiht
Am 29. August 2008 ab 14 Uhr ist das mit erheblichen Mitteln des
Bundes geförderte Nachbarschaftszentrum für jedermann zu
besichtigen. Aus diesem Anlass findet rund um den Treff ein großes
Sommerfest statt. Ein zweiter Grund gibt Anlass zum Feiern - der
Verein „Hand in Hand“ besteht zehn Jahre.Bis 18 Uhr ist zwischen
Bosselmann- und Pilaer Straße eine kleine Festmeile eingerichtet,
die sicherlich allen Besuchern etwas bietet. Für unsere kleinen
Gäste wird es ein eigenes Kinderfest geben. Seien Sie also alle
herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei hoffentlich
schönem Wetter.
Urlaub–Spezial
So heißt der Katalog, in dem 29 Wohnungsgenossenschaften und
Gesellschaften aus den neuen Bundesländern
Übernachtungsmöglichkeiten in ihren Gästewohnungen anbieten. Gerade
für Familien mit Kindern ist dies eine kostengünstige
Alternative.Der Katalog liegt bei uns in der Leonhard-Frank-Straße,
in der Lomonossowstraße und in den Nachbarschaftstreffs aus. Aber
auch zu finden auf unserer Internetseite www.swg-schwerin.de über
„Information“ unter der Rubrik „Gästewohnungen“.
Rundum–Sorglos–Service
Das ist die Bezeichnung für ein komplettes Dienstleistungsangebot
für Senioren und Jedermann. Die Firma Kommunalservice Schramm GmbH
bietet eine breite Palette von Leistungen rund um Haushalt und
Wohlbefinden zu annehmbaren Preisen. Das reicht von Reinigung über
Blumenversorgung im Urlaub bis zum Begleiten beim Einkaufen und bei
Arztbesuchen. Dabei werden nur in Anspruch genommene Leistungen
berechnet – keine monatlichen Pauschalen, keine langfristigen
Verträge.Näheres erfahren Sie über die kostenlose Hotline
0800-0005022.
Einbau von Rauchwarnmeldern
In Mecklenburg-Vorpommern müssen nach § 48 Abs. 4 der Bauordnung
künftig Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure mindestens einen
Rauchwarnmelder haben. Bestehende Wohnungen sind bis zum 31.
Dezember 2009 durch den Besitzer entsprechend auszustatten. In
diesem Fall ist nicht der Eigentümer, sondern der Besitzer und somit
jeder einzelne Mieter gemeint. Dieser Umstand erfordert für die
Umsetzung in der Praxis noch erheblichen Klärungsbedarf. Sobald
entschieden ist, wie wir in der Genossenschaft mit dieser
Problematik umgehen, werden wir Sie ausführlich darüber informieren.
SWG erneut bester Ausbildungsbetrieb
Es ist noch nicht offiziell, aber im IHK-Bereich Schwerin haben
unsere Azubis Katharina Wilk (Platz 1) und Saskia Dwars (Platz 3)
die besten Ausbildungsabschlüsse bei den Immobilienkaufleuten
hingelegt. Damit dürfte die Auszeichnungsurkunde im September zum
dritten mal zur SWG kommen.
Ausgefallenes Hobby?
Halten oder züchten Sie besondere Tierarten, sammeln Sie
ausgefallene Dinge oder haben Sie ein noch ganz anders geartetes
ausgefallenes Hobby? Schreiben Sie uns. Wenn es interessant ist und
Sie möchten, stellen wir es in einer unserer nächsten Ausgaben vor.
Wir sind gespannt.
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG ist eine eingetragene
Genossenschaft mit Sitz in 19059 Schwerin, Leonhard-Frank-Straße 35.
Sie zählt zu den größten Wohnungsbaugenossenschaften in
Mecklenburg-Vorpommern. Hauptgeschäftsfeld und traditionelles Ziel
wirtschaftlicher Aktivität ist die Vermietung von qualitativ gutem
und preiswertem Wohnraum, insbesondere für die Bezieher kleiner und
mittlerer Einkommen.
Im Geschäftsjahr 2007 erwirtschaftete die Genossenschaft insgesamt
einen Jahresüberschuss von 1.137 T€ gegenüber 2.563 T€ im Jahr 2006.
Die Entwicklung des Geschäftsverlaufs entsprach der Planung und
unseren Zielen und Erwartungen. Die seit 2005 bestehende positive
Geschäftsentwicklung hat sich damit auch im Jahr 2007 fortgesetzt.
Dabei hat sich unsere Strategie, sich ausschließlich auf die
Verwaltung der eigenen Bestände und damit verbundener Dienstleistung
zu konzentrieren, als vorteilhaft erwiesen.
Im Eigentum der Genossenschaft befanden sich Ende 2007 insgesamt
9.696 Wohnungen mit 546.075 m2 Wohnfläche (2006: 9.807 mit 551.242
m2 Wohnfläche). Darüber hinaus wurden eigene Bestände an 37 Garagen,
2.034 PKW-Stellplätzen, 41 Gewerbeeinheiten, 9
Gemeinschaftseinrichtungen und 4 Gästewohnungen verwaltet. Weiterhin
verfügt die Genossenschaft über zwei überwiegend eigen genutzte
Bürogebäude.
Die Sollmiete entwickelte sich 2007 nur leicht positiv. Die
durchschnittliche Wohnungsmiete (Nettokaltmiete) erhöhte sich von
4,45 € im Jahr 2006 auf 4,46 € im Jahr 2007. Die Steigerung
resultiert im Wesentlichen aus Mieterhöhungen nach Umbau und
Modernisierung.
Im Geschäftsjahr 2007 setzte die Genossenschaft mit Umbau- und
Modernisierungskosten von 9,4 Mio. € den Weg zur Verbesserung der
Wohnverhältnisse ihrer Mieter weiter fort, lag damit deutlich über
dem Niveau des Vorjahres (6,2 Mio. € Investitionen). Die im Bestand
getätigten Erhaltungsinvestitionen (Instandhaltungskosten und
nachträgliche Herstellungskosten) betragen 25,81 € je m² Wohnfläche
(Vorjahr 19,15 €/m²).
Das Vorhaben „Neues Wohnen an der Tallinner/Vidiner Straße“ - als
Bestandteil des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes „Wohnen in
Schwerin“ gemeinsam mit den Partnern Landeshauptstadt Schwerin und
städtischer Gesellschaft entwickelt - war bis Ende 2007 der
Schwerpunkt der Investitionstätigkeit. In diesem Modellvorhaben
wurden nach dem Teilrückbau, dem Umbau und der Modernisierung des
verbleibenden Bestandes völlig neue Wohnqualitäten entwickelt.
Bereits Anfang 2007 hat die Genossenschaft mit der „Wohnanlage
Wuppertaler Straße / An der Bosselmannstraße“ ein neues
Stadtumbauvorhaben begonnen. Der Standort ist ebenfalls in Neu
Zippendorf, in unmittelbarer Nähe des Schweriner Sees. Bis Ende 2007
wurden im ersten Bauabschnitt 82 Wohnungen umgebaut bzw. neu
erstellt, davon 29 altengerecht und 9 Wohnungen im Staffelgeschoss.
Die Planungen der Genossenschaft bei Abriss, Teilrückbau und
Modernisierungen konnten vollständig umgesetzt werden. Insgesamt
wurden im Zeitraum Mai 2003 bis Dezember 2007 zwölf Gebäude mit 640
Wohnungen vollständig abgerissen und bei acht Gebäuden insgesamt 164
Wohnungen teilweise zurück gebaut.
Am Grundgedanken der Genossenschaften orientiert und um gute
nachbarschaftliche Beziehungen gegen die Anonymität in den
Wohngebieten aufzubauen und zu pflegen, wurden bisher sieben
Nachbarschaftstreffs sowie zwei kleine Gemeinschaftseinrichtungen
gegründet und durch die Genossenschaft ausgestattet.
Bis zum Sommer 2008 wird in der Wuppertaler Straße 53 aus einem
zurück gebauten Plattenbau ein modernes Nachbarschaftszentrum
entstehen. Wir haben Anfang 2007 den Antrag auf Aufnahme in ein
bundesweites ExWoSt–Forschungsprogramm mit der Bezeichnung
„Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“ im
Themenschwerpunkt A „Gemeinschaftseinrichtungen im Quartier“
gestellt und wurden als einziges Unternehmen in
Mecklenburg-Vorpommern ausgewählt, mit dem Umbau des Quartiers
Wuppertaler Straße und dem Aufbau eines neuen Nachbarschaftszentrums
neue Impulse für ein generationen-übergreifendes Zusammenleben der
Bewohner auszulösen.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme der Genossenschaft belief sich zum 31.12.2007 auf
304,0 Mio. € und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 0,27
Prozent bzw. 826 T€ leicht vermindert.
Das Anlagevermögen erhöhte sich durch Investitionen und nach
Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen um 127 T€.
Auf der Kapitalseite wuchs das Eigenkapital um 542 T€ auf 111,1 Mio.
€, so dass sich die Eigenkapitalquote von 36,3 Prozent Ende 2006 auf
36,5 Prozent Ende 2007 erhöht hat.
Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG konnte ihre finanziellen
Verpflichtungen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit fristgerecht
erfüllen. Der Cashflow nach DVFA/SG verminderte sich von 9.921 T€ im
Vorjahr auf 9.058 T€ im Berichtsjahr. Nach planmäßiger Tilgung stand
der Genossenschaft ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von
5.364 T€ zur Verfügung, so dass zur Finanzierung der Investitionen
neben den valutierten Fremdmitteln ausreichend Eigenmittel zur
Verfügung standen.
Das Jahresergebnis 2007 weist einen Überschuss von 1.137 T€ aus.
Dieser resultiert aus den Überschüssen in der Hausbewirtschaftung
und dem sonstigem Geschäftsbetrieb.
Auf Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat wur-den vom
Jahresüberschuss satzungsgemäß 114 T€ in die gesetzliche Rücklage
und 1.023 T€ in die anderen Ergebnisrücklagen eingestellt.
Risikobericht
Zusammenfassend sind für die nächsten drei Jahre keine Risiken zu
erkennen, die zu einer ungünstigen Entwicklung im Unternehmen mit
negativer Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
führen könnten.
Prognosebericht
Unsere langfristige Strategie mit der Konzentration auf Umbau und
Modernisierung in ausgewählten Wohnstandorten bei einem hohen Anteil
der Schaffung von altengerechten Wohnungen im Bestand hat sich
bewährt und wird konsequent weiter geführt. Gleichberechtigt zu
diesem Segment wollen wir durch den Umbau zu Mehrgenerationshäusern
die Nachfrage von jungen Familien mit Kindern und Singles anregen,
um durch verschiedenartige Wohnformen die Wettbewerbsfähigkeit
nachhaltig zu sichern.
Im Jahr 2008 wird das Unternehmen mit dem Abriss von 60 WE im Mueßer
Holz und dem Teilrückbau (51 WE) sowie durch Umbau und
Zusammenlegung (9 WE) im Wohngebiet Neu Zippendorf insgesamt 120
Wohnungen vom Markt nehmen.
Im Jahr 2008 werden die Investitionen mit 3,9 Mio. € deutlich
niedriger als 2007 ausfallen. Von 2009 bis 2010 werden sie mit
jährlich 4-5 Mio. € fortgeführt. Die dann vorhandene freie
Liquidität wird vor allem für die zusätzliche Tilgung von
Darlehensverbindlichkeiten, insbesondere der Altschulden genutzt.
Für das laufende Geschäftsjahr und das Jahr 2009 erwartet die
Genossenschaft einen positiven Verlauf ihrer Entwicklung mit
zufriedenstellenden Jahresüberschüssen.
Der Cashflow (DVFA/SG) wird weiterhin bei über 9 Mio. € jährlich
liegen, so dass ausreichend Liquidität zur planmäßigen Tilgung und
Eigenmittel zur Finanzierung der Vorhaben zur Verfügung stehen.
gez.
gez.
gez
Wollmann
Schumann
Steiger
Herausgeber:
Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG
Leonhard-Frank-Straße 35
19059 Schwerin
Telefon: (0385) 7450-0
Internet: www.swg-schwerin.de
Gesamtherstellung:
maxpress pr+werbeagentur GmbH & Co. KG
Friedrich-Engels-Straße 2a
19061 Schwerin
Tel.: (0385) 760 520
Internet: www.maxpress.de
Redaktion:
SWG-Vorstand: Wilfried Wollmann (V.i.S.d.P.),
Margitta Schumann;
Fotos: Martina Kaune (SWG), maxpress
Auflage:
12.500 Stück
Redaktionsschluss: Juli 2008
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