Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG

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Liebe Mitglieder,

Foto: Herr Wilfried Wollmann es ist für den Vorstand und auch die Mitarbeiter immer wieder ein gutes Gefühl, wenn die Prüfung des Jahresabschlusses ohne besondere Feststellungen abgeschlossen ist, der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk vorliegt und die Vertreterversammlung ihr Zustimmung gegeben hat. Das ist kein Grund, sich zurückzulehnen, denn man ist ja schon wieder mitten drin - im neuen Geschäftsjahr. Was wird es uns bringen? Wie immer werden positive Ereignisse und Entwicklungen von negativen überschattet werden. Mit Freude konnten wir den Fortgang der Arbeiten am Stadtumbau – Standort Wuppertaler Straße verfolgen und freuen uns auf den 29. August. Mit einem Sommerfest soll das neue Nachbarschaftszentrum offiziell eröffnet werden. Alle interessierten Genossenschaftsmitglieder laden wir dazu herzlich ein. Weniger erfreuliche Nachrichten erreichten uns von den Stadtwerken. Der Ölpreis ist den vereinbarten Preisen für Fernwärme so davongeeilt, dass eine Anpassung noch in diesem Jahr kaum zu umgehen sein wird. Wenn wir nicht reagieren und die mit Ihnen vereinbarten Vorauszahlungen so belassen, wird die nächste Betriebskostenabrechnung erhebliche Nachforderungen ergeben. Eine Entscheidung über eine außerplanmäßige Anhebung der Vorauszahlungsbeträge auf Heizkosten werden wir kurzfristig treffen. Nur ein kleiner Trost ist da die Information aus dem Stadthaus, dass die Angemessenheitsgrenzen der Kosten der Unterkunft für ALG II – Empfänger rückwirkend ab 1.Juli 2008 angehoben wurden. So wie wir uns kümmern mussten, diese Information zu bekommen, muss sich jeder einzelne nun auch selbst kümmern, wenn Anpassungen erforderlich sind. Allen Mitgliedern wünsche ich noch eine erholsame Sommerzeit.
 
Ihr Wilfried Wollmann.


Die glorreichen Sieben

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Zehn Jahre Verein „Hand in Hand“

Am 18. Juni 2008 konnte der Verein „Hand in Hand“ sein zehnjähriges Bestehen feiern. Mittlerweile sind es sieben Nachbarschaftstreffs, die in den Wohngebieten Anlaufpunkt, ja manchmal sogar „zweites Zuhause“ für viele Menschen geworden sind.

Foto: mit dem Dampfer nach Banzkow
Anfang Juni ging es mit dem Dampfer nach Banzkow – ein Dankeschön
für Aktive und ehemals Aktive in den Treffs „Nebenan“

 
Dabei fing es 1998 ganz unspektakulär an. Die SWG hatte in der Friesenstraße 9 a eine Service-Wohnanlage errichtet, die eine Begegnungsstätte erhielt und sie eröffnete in der Lessingstraße 26 a einen Treff für Stadtteilbewohner. Mit diesen beiden Einrichtungen begann die SWG ihr soziales Management. „Angesichts der Entwicklung in den großen Neubaugebieten, war das ein wichtiger Schritt zur richtigen Zeit“, sagt Jürgen Wörenkämper, der heute die Geschicke des Vereins koordiniert und zudem Leiter der Abteilung Soziales Management bei der Genossenschaft ist. „Langsam gewachsene Hausgemeinschaften lösten sich auf. Eine zunehmende Vereinsamung, gerader älterer Menschen wie auch Alleinerziehender und Alleinstehender, war zu beobachten. Bewohner beklagten die Kommerzialisierung der Freizeitmöglichkeiten, was für viele den Ausschluss aus dem sozialen und kulturellen Leben bedeutete.“
Weil sich die SWG als Genossenschaft verpflichtet fühlte, etwas für das nachbarschaftliche Miteinander in den Quartieren zu tun, fanden sich am 18. Juni 1998 Mitarbeiter des Wohnungsunternehmens sowie zahlreiche weitere engagierte Personen und Firmenvertreter aus Schwerin zusammen, um den Verein „Hand in Hand“ ins Leben zu rufen. Ihr Ziel war es, durch die Förderung von Gemeinschaften und Nachbarschaften in den Wohngebieten diesem Trend entgegenzuwirken. Als Gründungsväter gelten heute der ehemalige SWG-Vorstand Günter Graw und die heutigen Vorstände Wilfried Wollmann und Margitta Schumann.
Mittlerweile ist der Verein überall mit von der Partie: bei Wohngebiets- und Stadtteilfesten und mit eigenen Veranstaltungen. Zum Mittelpunkt der Vereinsarbeit zählen aber nach wie vor die SWG-Nachbarschaftstreffs „Nebenan“. Sie sind zur wichtigsten Säule der Vereinsaktivitäten geworden und helfen, die Anonymität in den Wohngebieten abzubauen. Der Andrang ist groß. Allein im Vorjahr besuchten mehr als 1800 Besucher insgesamt 1478 Veranstaltungen.
Heute zählt der Verein ca. 200 Mitglieder. „Das sind einfach noch zu wenig“, sagt Vereinsvorsitzende Margitta Schumann. „Wir würden uns deshalb freuen, wenn noch mehr Menschen erkennen würden, wie wertvoll unsere Arbeit ist. Wir reichen jedem die Hand, der bei uns mitmachen möchte.“

 

Die Zahlen immer fest im Blick

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Betriebskostenabteilung legt Wert auf Genauigkeit

 Geschafft! Bei Susann Eichardt, Monika Beckmann und Ricardo Suhrbier macht sich Erleichterung breit. In den vergangenen Monaten haben die drei SWG-Mitarbeiter an die zehntausend Betriebskostenabrechnungen bearbeitet. Zwar ist die stressigste Phase nun vorbei, Zeit zum Verschnaufen bleibt aber kei-ne, denn jetzt laufen die Telefondrähte heiß.

 

Foto: Mitarbeiter der Betriebskostenabrechnúng
Zur Zeit viel gefragt: Monika Beckmann,
Ricardo Suhrbier und Susann Eichardt
(v. li.) von der Betriebskostenabteilung

Viele haben dieser Tage auf ihre Betriebskostenabrechnung geguckt und sich gesagt, „oh Gott, dass hab ich nicht verbraucht“. „Jetzt heißt es Ruhe zu bewahren und genau hinzusehen“, rät Susann Eichardt, Hauptsachbearbeiterin der Betriebskostenabteilung. „Gerade bei Heizkosten erweisen sich die Nachforderungen nämlich meist als berechtigt. Von zehntausend Betriebskostenabrechnungen enthalten erfahrungsgemäß gerade mal eine Handvoll den einen oder anderen eingeschlichenen Fehler.“ Dass viele Mieter unsicher sind, kann Susann Eichardt dennoch gut verstehen. Schließlich geistern durch die Medien immer wieder Meldungen wie „Abzocke bei Strom und Heizung. Jede zweite Betriebskostenabrechnung falsch“, usw. Susann Eichardt und ihre Mitarbeiter können da nur den Kopf schütteln. „Also bei uns kann jeder sicher sein, dass wir uns alle gebuchten Daten aufs Genaueste anschauen und die neuesten gesetzlichen Anforderungen bei der Abrechnungserstellung berücksichtigen. Die Betriebskostenabrechnung wird mehrfach geprüft.“ Bei extrem hohen Nachforderungen werden die Zahlen noch einmal unter die Lupe genommen und mit den Vorjahren verglichen. Leicht fällt es keineswegs solche Abrechnungen rauszuschicken. Schließlich wissen wir, wie die rasant gestiegenen Nebenkosten zahlreichen Menschen zu schaffen machen. Und ein Ende der Energiepreiserhöhungen ist noch immer nicht in Sicht. Dennoch werden in den meisten Fällen die hohen Nachforderungen durch fehlerhaftes Heiz-verhalten und Lüften selbst verursacht. Sicher sei das Wärmebedürfnis jedes einzelnen unterschiedlich, so die Expertin. „Dennoch halten sich immer noch zu wenige an die Empfehlungen, die in jener Merkmappe stehen, die es zu Beginn des Einzugs für jeden Neumieter gibt.“ Wichtig ist, bei Unklarheiten Widerspruch einzulegen, ihn unbedingt zu begründen (was ist unklar) und den direkten Kontakt zu den Mitarbeitern der Betriebskostenabteilung suchen. Verständnis wünscht sich Susann Eichardt in diesen Tagen von allen Mietern, die versuchen, sie und ihre Kollegen zu erreichen. „Wir haben enorm viele Anfragen, da bedarf es oftmals ein wenig Geduld.“Was für ein stressiger Job, könnte man denken. Alles dreht sich nur um Zahlen. Doch Susann Eichardt empfindet ihre Arbeit keineswegs als langweilig. „Es macht Spaß, denn immer wieder treten neue Fragen und damit neue Herausforderungen auf. Außerdem erfahren wir auch positive Resonanz. Nach Mietergesprächen hören wir immer öfter ein Dankeschön für unsere freundlich kompetente Klärung und Beratung.“Und so erreichen sie unsere drei Mitarbeiter:Susann Eichardt Telefon (0385) 74 50 184Monika Beckmann Telefon (0385) 74 50 185 Ricardo Suhrbier Telefon (0385) 74 50 182 Ricardo Suhrbier gehört seit Beginn des Jahres zum Team, nach dem unsere langjährige Mitarbeiterin Dagmar Noack in Rente ging.


Neue Angemessenheitsgrenzen für Kosten der Unterkunft. Endlich hat die Stadt Schwerin als kommunaler Träger der Kosten der Unterkunft auf die Entwicklung der gestiegenen Wohnkosten reagiert. So wurden nach Informationen unserer Genossenschaft für ALG II Empfänger rückwirkend ab 01.07.2008 die Angemessenheitsgrenzen wie folgt beschlossen:

  • für einen 1-Personenhaushalt (bis   45 m² Wohnfläche):
    324,00 Euro Warmmiete
  • für einen 2-Personenhaushalt (bis   60 m² Wohnfläche):
    432,00 Euro Warmmiete
  • für einen 3-Personenhaushalt (bis   75 m² Wohnfläche):
    540,00 Euro Warmmiete
  • für einen 4-Personenhaushalt (bis   90 m² Wohnfläche):
    648,00 Euro Warmmiete
  • für einen 5-Personenhaushalt (bis 100 m² Wohnfläche):
    720,00 Euro Warmmiete

Wir raten deshalb allen unseren Mitgliedern, die sogenannte „Leistungsberechtigte“ sind und die Differenz zwischen der tatsächlichen Miete und der von der ARGE bisher übernommenen Unterkunftskosten selbst zahlen, umgehend bei der ARGE vorzusprechen und ihre Ansprüche zu sichern. Die Mitnahme des Mietvertrages sowie die letzte Nebenkostenabrechnung der Genossenschaft sind dabei sicher notwendig. Im Zusammenhang damit ist an dieser Stelle der Hinweis auf die Möglichkeit wichtig, durch eine „Abtrittserklärung“ bei der ARGE, künftig die Kosten der Unterkunft direkt auf das Mietekonto der Genossenschaft zu überweisen. Für alle Empfänger von Wohngeld sollen sich ab 01.01.2009 ebenfalls die zu beziehenden Beträge erhöhen. Dies ist zu erfragen beim Sozialamt im Stadthaus.

 

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Auf gesunden Füßen

Bilanz und Satzungsänderungen genehmigt

Foto: Informationen aus erster Hand gab es vom Geschäftsführer der BUGA-GmbH Jochen Sandner
Informationen aus erster Hand gab es vom Geschäftsführer
der BUGA-GmbH Jochen Sandner
 
Etwas mehr Zeit als sonst mussten die gewählten Vertreter in diesem Jahr zur Vertreterversammlung mitbringen. Das lag daran, dass eingangs der BUGA-Geschäftsführer Jochen Sandner einen Gastvortrag zum Stand der Vorbereitungen dieses Großereignisses für Schwerin hielt. Er würdigte ausdrücklich die Aktivitäten der SWG, die zur Verbesserung der Breitenwirksamkeit beitragen und wünschte sich mehr solcher beispielgebenden Unterstützung der BUGA. Ferner waren zahlreiche Satzungsänderungen aufgrund geänderter Gesetzeslage zu verabschieden.

Zunächst stand aber satzungsgemäß die Genehmigung des Jahresabschlusses 2007 an. Die Bilanz viel positiv aus: 9,4 Mio. Euro wurden wieder in Umbau- und Modernisierungsprojekte investiert. 2008 werden die Investitionen jedoch nur bei 3,9 Mio. Euro liegen. Die Genossenschaft will sich weiter entschulden und damit unabhängiger von Banken machen. Dennoch bleibt die SWG mit ihren Vorhaben auch in den nächsten Jahren wichtiger Akteur im Stadtumbau der Landeshauptstadt. Margitta Schumann sagte bei ihrer Vorstellung des Lageberichtes, dass es keine Alternative zum Rück- und Teilrückbau gebe. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es dauerhaft einen Leerstand geben wird.“ Die Anzahl der leer stehenden Wohnungen bei der SWG sei zwar dem Vorjahr gegenüber konstant geblieben. Es handele sich dabei um insgesamt 1250 Wohnungen. Ziel sei es, den Leerstand in den nächsten Jahren auf zehn Prozent zu senken. Die Modernisierung der Plattenbauten zahlt sich dabei aus. Dort liege der Leerstand bei unter zwei Prozent. Angesichts des Jahresüberschusses von 1,1 Mio. Euro und der insgesamt positiven Einschätzung des Geschäftsverlaufes war es nicht verwunderlich, dass der Jahresabschluss einstimmig genehmigt wurde. Auch bei den Satzungsänderungen gab es keine Gegenstimmen, obwohl Änderungen in 25 Paragrafen anstanden. Sie beruhten alle entweder auf Anpassungen an das 2006 geänderte Genossenschaftsgesetz oder an die Mustersatzung des Bundesverbandes (GdW).Mit einem Dank für die sehr konstruktive Arbeit der Vertreter konnte der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Grüning die Versammlung nach rund dreieinhalb Stunden beenden.

 

Einladung und mehr

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Nachbarschaftszentrums in Wuppertaler Straße 53 wird eingeweiht
Am 29. August 2008 ab 14 Uhr ist das mit erheblichen Mitteln des Bundes geförderte Nachbarschaftszentrum für jedermann zu besichtigen. Aus diesem Anlass findet rund um den Treff ein großes Sommerfest statt. Ein zweiter Grund gibt Anlass zum Feiern - der Verein „Hand in Hand“ besteht zehn Jahre.Bis 18 Uhr ist zwischen Bosselmann- und Pilaer Straße eine kleine Festmeile eingerichtet, die sicherlich allen Besuchern etwas bietet. Für unsere kleinen Gäste wird es ein eigenes Kinderfest geben. Seien Sie also alle herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei hoffentlich schönem Wetter.

Urlaub–Spezial
So heißt der Katalog, in dem 29 Wohnungsgenossenschaften und Gesellschaften aus den neuen Bundesländern Übernachtungsmöglichkeiten in ihren Gästewohnungen anbieten. Gerade für Familien mit Kindern ist dies eine kostengünstige Alternative.Der Katalog liegt bei uns in der Leonhard-Frank-Straße, in der Lomonossowstraße und in den Nachbarschaftstreffs aus. Aber auch zu finden auf unserer Internetseite www.swg-schwerin.de über „Information“ unter der Rubrik „Gästewohnungen“.

Rundum–Sorglos–Service
Das ist die Bezeichnung für ein komplettes Dienstleistungsangebot für Senioren und Jedermann. Die Firma Kommunalservice Schramm GmbH bietet eine breite Palette von Leistungen rund um Haushalt und Wohlbefinden zu annehmbaren Preisen. Das reicht von Reinigung über Blumenversorgung im Urlaub bis zum Begleiten beim Einkaufen und bei Arztbesuchen. Dabei werden nur in Anspruch genommene Leistungen berechnet – keine monatlichen Pauschalen, keine langfristigen Verträge.Näheres erfahren Sie über die kostenlose Hotline 0800-0005022.

Einbau von Rauchwarnmeldern
In Mecklenburg-Vorpommern müssen nach § 48 Abs. 4 der Bauordnung künftig Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Bestehende Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2009 durch den Besitzer entsprechend auszustatten. In diesem Fall ist nicht der Eigentümer, sondern der Besitzer und somit jeder einzelne Mieter gemeint. Dieser Umstand erfordert für die Umsetzung in der Praxis noch erheblichen Klärungsbedarf. Sobald entschieden ist, wie wir in der Genossenschaft mit dieser Problematik umgehen, werden wir Sie ausführlich darüber informieren.
 

SWG erneut bester Ausbildungsbetrieb
Es ist noch nicht offiziell, aber im IHK-Bereich Schwerin haben unsere Azubis Katharina Wilk (Platz 1) und Saskia Dwars (Platz 3) die besten Ausbildungsabschlüsse bei den Immobilienkaufleuten hingelegt. Damit dürfte die Auszeichnungsurkunde im September zum dritten mal zur SWG kommen.

Ausgefallenes Hobby?
Halten oder züchten Sie besondere Tierarten, sammeln Sie ausgefallene Dinge oder haben Sie ein noch ganz anders geartetes ausgefallenes Hobby? Schreiben Sie uns. Wenn es interessant ist und Sie möchten, stellen wir es in einer unserer nächsten Ausgaben vor. Wir sind gespannt.

 

AUSZÜGE AUS DEM LAGEBERICHT 2007

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Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG ist eine eingetragene Genossenschaft mit Sitz in 19059 Schwerin, Leonhard-Frank-Straße 35. Sie zählt zu den größten Wohnungsbaugenossenschaften in Mecklenburg-Vorpommern. Hauptgeschäftsfeld und traditionelles Ziel wirtschaftlicher Aktivität ist die Vermietung von qualitativ gutem und preiswertem Wohnraum, insbesondere für die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen.
Im Geschäftsjahr 2007 erwirtschaftete die Genossenschaft insgesamt einen Jahresüberschuss von 1.137 T€ gegenüber 2.563 T€ im Jahr 2006. Die Entwicklung des Geschäftsverlaufs entsprach der Planung und unseren Zielen und Erwartungen. Die seit 2005 bestehende positive Geschäftsentwicklung hat sich damit auch im Jahr 2007 fortgesetzt. Dabei hat sich unsere Strategie, sich ausschließlich auf die Verwaltung der eigenen Bestände und damit verbundener Dienstleistung zu konzentrieren, als vorteilhaft erwiesen.
Im Eigentum der Genossenschaft befanden sich Ende 2007 insgesamt 9.696 Wohnungen mit 546.075 m2 Wohnfläche (2006: 9.807 mit 551.242 m2 Wohnfläche). Darüber hinaus wurden eigene Bestände an 37 Garagen, 2.034 PKW-Stellplätzen, 41 Gewerbeeinheiten, 9 Gemeinschaftseinrichtungen und 4 Gästewohnungen verwaltet. Weiterhin verfügt die Genossenschaft über zwei überwiegend eigen genutzte Bürogebäude.
Die Sollmiete entwickelte sich 2007 nur leicht positiv. Die durchschnittliche Wohnungsmiete (Nettokaltmiete) erhöhte sich von 4,45 € im Jahr 2006 auf 4,46 € im Jahr 2007. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus Mieterhöhungen nach Umbau und Modernisierung.
Im Geschäftsjahr 2007 setzte die Genossenschaft mit Umbau- und Modernisierungskosten von 9,4 Mio. € den Weg zur Verbesserung der Wohnverhältnisse ihrer Mieter weiter fort, lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (6,2 Mio. € Investitionen). Die im Bestand getätigten Erhaltungsinvestitionen (Instandhaltungskosten und nachträgliche Herstellungskosten) betragen 25,81 € je m² Wohnfläche (Vorjahr 19,15 €/m²).
Das Vorhaben „Neues Wohnen an der Tallinner/Vidiner Straße“ - als Bestandteil des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes „Wohnen in Schwerin“ gemeinsam mit den Partnern Landeshauptstadt Schwerin und städtischer Gesellschaft entwickelt - war bis Ende 2007 der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit. In diesem Modellvorhaben wurden nach dem Teilrückbau, dem Umbau und der Modernisierung des verbleibenden Bestandes völlig neue Wohnqualitäten entwickelt.
Bereits Anfang 2007 hat die Genossenschaft mit der „Wohnanlage Wuppertaler Straße / An der Bosselmannstraße“ ein neues Stadtumbauvorhaben begonnen. Der Standort ist ebenfalls in Neu Zippendorf, in unmittelbarer Nähe des Schweriner Sees. Bis Ende 2007 wurden im ersten Bauabschnitt 82 Wohnungen umgebaut bzw. neu erstellt, davon 29 altengerecht und 9 Wohnungen im Staffelgeschoss.
Die Planungen der Genossenschaft bei Abriss, Teilrückbau und Modernisierungen konnten vollständig umgesetzt werden. Insgesamt wurden im Zeitraum Mai 2003 bis Dezember 2007 zwölf Gebäude mit 640 Wohnungen vollständig abgerissen und bei acht Gebäuden insgesamt 164 Wohnungen teilweise zurück gebaut.
Am Grundgedanken der Genossenschaften orientiert und um gute nachbarschaftliche Beziehungen gegen die Anonymität in den Wohngebieten aufzubauen und zu pflegen, wurden bisher sieben Nachbarschaftstreffs sowie zwei kleine Gemeinschaftseinrichtungen gegründet und durch die Genossenschaft ausgestattet.
Bis zum Sommer 2008 wird in der Wuppertaler Straße 53 aus einem zurück gebauten Plattenbau ein modernes Nachbarschaftszentrum entstehen. Wir haben Anfang 2007 den Antrag auf Aufnahme in ein bundesweites ExWoSt–Forschungsprogramm mit der Bezeichnung „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“ im Themenschwerpunkt A „Gemeinschaftseinrichtungen im Quartier“ gestellt und wurden als einziges Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ausgewählt, mit dem Umbau des Quartiers Wuppertaler Straße und dem Aufbau eines neuen Nachbarschaftszentrums neue Impulse für ein generationen-übergreifendes Zusammenleben der Bewohner auszulösen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme der Genossenschaft belief sich zum 31.12.2007 auf 304,0 Mio. € und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 0,27 Prozent bzw. 826 T€ leicht vermindert.
Das Anlagevermögen erhöhte sich durch Investitionen und nach Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen um 127 T€.
Auf der Kapitalseite wuchs das Eigenkapital um 542 T€ auf 111,1 Mio. €, so dass sich die Eigenkapitalquote von 36,3 Prozent Ende 2006 auf 36,5 Prozent Ende 2007 erhöht hat.
Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG konnte ihre finanziellen Verpflichtungen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit fristgerecht erfüllen. Der Cashflow nach DVFA/SG verminderte sich von 9.921 T€ im Vorjahr auf 9.058 T€ im Berichtsjahr. Nach planmäßiger Tilgung stand der Genossenschaft ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 5.364 T€ zur Verfügung, so dass zur Finanzierung der Investitionen neben den valutierten Fremdmitteln ausreichend Eigenmittel zur Verfügung standen.
Das Jahresergebnis 2007 weist einen Überschuss von 1.137 T€ aus. Dieser resultiert aus den Überschüssen in der Hausbewirtschaftung und dem sonstigem Geschäftsbetrieb.
Auf Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat wur-den vom Jahresüberschuss satzungsgemäß 114 T€ in die gesetzliche Rücklage und 1.023 T€ in die anderen Ergebnisrücklagen eingestellt.

Risikobericht
Zusammenfassend sind für die nächsten drei Jahre keine Risiken zu erkennen, die zu einer ungünstigen Entwicklung im Unternehmen mit negativer Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.

Prognosebericht
Unsere langfristige Strategie mit der Konzentration auf Umbau und Modernisierung in ausgewählten Wohnstandorten bei einem hohen Anteil der Schaffung von altengerechten Wohnungen im Bestand hat sich bewährt und wird konsequent weiter geführt. Gleichberechtigt zu diesem Segment wollen wir durch den Umbau zu Mehrgenerationshäusern die Nachfrage von jungen Familien mit Kindern und Singles anregen, um durch verschiedenartige Wohnformen die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
Im Jahr 2008 wird das Unternehmen mit dem Abriss von 60 WE im Mueßer Holz und dem Teilrückbau (51 WE) sowie durch Umbau und Zusammenlegung (9 WE) im Wohngebiet Neu Zippendorf insgesamt 120 Wohnungen vom Markt nehmen.
Im Jahr 2008 werden die Investitionen mit 3,9 Mio. € deutlich niedriger als 2007 ausfallen. Von 2009 bis 2010 werden sie mit jährlich 4-5 Mio. € fortgeführt. Die dann vorhandene freie Liquidität wird vor allem für die zusätzliche Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten, insbesondere der Altschulden genutzt. Für das laufende Geschäftsjahr und das Jahr 2009 erwartet die Genossenschaft einen positiven Verlauf ihrer Entwicklung mit zufriedenstellenden Jahresüberschüssen.
Der Cashflow (DVFA/SG) wird weiterhin bei über 9 Mio. € jährlich liegen, so dass ausreichend Liquidität zur planmäßigen Tilgung und Eigenmittel zur Finanzierung der Vorhaben zur Verfügung stehen.

gez.                             gez.                                gez
Wollmann                    Schumann                      Steiger
 


Herausgeber:
Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG
Leonhard-Frank-Straße 35
19059 Schwerin
Telefon: (0385) 7450-0
Internet: www.swg-schwerin.de

Gesamtherstellung:
maxpress pr+werbeagentur GmbH & Co. KG
Friedrich-Engels-Straße 2a
19061 Schwerin
Tel.: (0385) 760 520
Internet: www.maxpress.de

Redaktion:
SWG-Vorstand: Wilfried Wollmann (V.i.S.d.P.),
Margitta Schumann;
Fotos: Martina Kaune (SWG), maxpress
 

Auflage:
12.500 Stück
Redaktionsschluss: Juli 2008

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